Autor Thema: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder  (Gelesen 630 mal)

Martin Lemke

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EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« am: 2018-04-14 12:00:37 »
Von Gebirgsbiotopen habe ich kaum Ahnung. Ich habe mal in den Exkursionsberichten nach geeigneten Bildern gestöbert.

Hier ein Foto von Arno:


Ist das eine H2.3 Alpine Silikat-Schutthalde?

Martin
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Arno Grabolle

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Re: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« Antwort #1 am: 2018-04-14 15:05:07 »
Ich denke nur ansatzweise im Vordergrund. Ich kann ja mal darauf achten und entsprechende Fotos machen.

Arno

Martin Lemke

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Re: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« Antwort #2 am: 2018-04-15 03:50:39 »
Das wäre hilfreich. Es fehlen noch andere alpine Lebensräume, aber auch andere Lebensräume; im Grunde fehlt es in allen Kategorien.

BTH: Wie klassifiziert man in EUNIS Streuobstwiesen? Als G1.D4 ja wohl nicht, oder? Bei einer Streuobstwiese steht ja wohl der Wiesencharakter im Vordergrund.

Martin
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Jürgen Guttenberger

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Re: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« Antwort #3 am: 2018-04-15 18:29:02 »
Ich habe mit diesen Einordnungen ganz große Probleme, wo fängt ein Lebensraum an, wo hört einer auf...... und vor allem wann wechselt er?
Die meisten Lebensräume sind doch (in Mitteleuropa)  eh Kulturland geworden, auch wenn sie noch so natürlich wirken.

Ich denke da jetzt eher als Landwirt, wie viel Biomasse wird täglich von einem Ort zum anderem transportiert und mittlerweile auch über längere Strecken.


Jürgen

Michael Hohner

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Re: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« Antwort #4 am: 2018-04-16 13:51:56 »
Die Blockhalde sieht nach Kalkstein aus, wäre dann also keine Silikat-Schutthalde.

Michael Hohner

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Re: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« Antwort #5 am: 2018-04-16 13:55:53 »
Streuobstwiesen habe ich immer als "G1.D4,Obstbaumplantagen" eingestuft.

Arno Grabolle

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Re: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« Antwort #6 am: 2018-04-17 21:35:06 »
Die Blockhalde sieht nach Kalkstein aus, wäre dann also keine Silikat-Schutthalde.

Da hatter Recht. Die werde ich wohl hier im näheren Alpen-Umfeld nicht finden. Das ist hier alles Kalk.

Arno

Martin Lemke

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Re: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« Antwort #7 am: 2018-04-22 10:09:08 »
Ich habe mit diesen Einordnungen ganz große Probleme

Um hier Hilfestellung zu geben, sollen diese Seiten angelegt werden. Nach Fertigstellung der bloßen Auflistung folgt vielleicht noch ein Lebensraum-Bestimmungsschlüssel. Wenn noch Lebensräume fehlen, die es bei uns nicht gibt, ist dieses zu vernachlässigen. Andere Lebensräume kommen wahrscheinlich nach und nach durch Auslandsexkursionen hinzu.

Zitat
wo fängt ein Lebensraum an, wo hört einer auf...... und vor allem wann wechselt er?

Entscheidend ist der Hauptcharakter, denke ich. Klar sind die Gebiete immer auch Mosaike und eine Wiese ist nicht wie die andere. Darum ja Habitat-Klassen, bzw. Biotop-Typen.

Ein Beispiel aus der Praxis
Vor kurzem hatte ich an einem Feldweg zwischen einen Sandhanglagigen trockenen Wald und einer feuchten Rinderweise gesammelt. Linksseitig des Wegs war es noch trocken, ging aber am Zaun in die Wiese über, die natürlich auch nicht an jeder Stelle in gleichem Maße nass ist (mal ist es sumpfig, mal gangbar). Bis zur Wegesmitte war der Waldrand trocken.

Hier könnte man vom Waldrand bis einschließlich des befestigten Weges wählen: E5: Saum- und Staudenfluren (Waldsaum) und notiert unter Fundsituation: "Waldrand, bodennahe Vegetation" und ab links des Weges E3: Feucht- und Nassgrünland und Fundsituation "feuchte Rinderweide". Obwohl es vor dem Zaun noch trocken war, entsprach die Habitatstruktur doch schon eher dem der Wiese (siehe Foto). Wenn man klarer trennen will, sammelt man für die Wiese erst hinterm Zaun (hatte ich so gemacht und mich rasch quer über die Wiese bewegt um verschiedenen Feuchtegrade zu erfassen).

Das war hier: Tallandschaft Pirschbach und Umgebung



Zitat
Die meisten Lebensräume sind doch (in Mitteleuropa)  eh Kulturland geworden, auch wenn sie noch so natürlich wirken.

Und trotzdem gibt es dort Habitattypen, welche sich sinnvoll gliedern lassen. Eine Mähwiese ist eben nicht ein Seggeried. Aber die Aufgliederung soll nicht bis in die gesamt verfügbare Tiefe des EUNIS-Systems aufgegliedert werden. Meist reichet die 2. bis 3. Ebene, seltener tiefer.

Also z. B. Sümpfe und Moore: Dx.y ... und nicht weiter; oft reichen zwei: E5: Saum- und Staudenfluren.

Die Habitattypen sind ja kein Selbstzweck. Wenn man diese angibt, gewinnt man mit der Zeit belastbare Informationen über die Habitatansprüche der Arten – und genau deshalb ist es aber auch wichtig, dass diese Habitattypen nicht zu stark aufgegliedert werden.

Die Blockhalde sieht nach Kalkstein aus, wäre dann also keine Silikat-Schutthalde.

Als Küstenmensch habe ich von Gesteinen wenig Ahnung. Daher die Frage.

Martin
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Michael Hohner

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Re: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« Antwort #8 am: 2018-04-23 13:26:28 »
Die Habitattypen sind ja kein Selbstzweck. Wenn man diese angibt, gewinnt man mit der Zeit belastbare Informationen über die Habitatansprüche der Arten – und genau deshalb ist es aber auch wichtig, dass diese Habitattypen nicht zu stark aufgegliedert werden.
Die Logik erschließt sich mir nicht ganz. Wenn eine Art recht spezifische Ansprüche hat, dann wird man die nur herausfinden, wenn man das Habitat so genau wie möglich typisiert. Wenn umgekehrt die Ansprüche nicht sehr spezifisch sind, dann kann man das auch mit sehr detaillierten Habitatangaben herausfinden.

Martin Lemke

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Re: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« Antwort #9 am: 2018-04-23 22:15:01 »
Je feiner man aufgliedert, desto mehr Daten benötigt man. Im Atlas haben wir eher vergleichsweise wenig Daten, welche mit Biotoptypen verknüpft sind. Die Komfortzone, in der es möglich wird, Biotoptypen feinstmöglich aufzugliedern, ist weit weg. So hatte ich das gemeint.

Martin
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Michael Hohner

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Re: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« Antwort #10 am: 2018-04-25 17:37:52 »
Verstehe ich immer noch nicht. Was genau ist das Problem, das Habitat so genau anzugeben wie man es kann?

Martin Lemke

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Re: EUNIS-Biotoptypen: Es fehlen noch viele Bilder
« Antwort #11 am: 2018-04-25 23:16:16 »
Ist doch jetzt auch Wurscht. Es geht doch primär darum, jetzt die Bilder zusammen zu bekommen. Statistisch-logische Überlegungen sind zweitrangig und im Zweifel intellektuelles Rauschen ;-)

Martin
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