Autor Thema: Manueller Stacktisch  (Gelesen 2247 mal)

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 13361
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • So 'n Schiet
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #30 am: 2017-02-27 11:08:08 »
Irgendwie erscheint es mir „milchig“

Offensichtlich kommt Licht an, wo keins hin soll.

Martin

Jürgen Guttenberger

  • ****
  • Beiträge: 2063
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #31 am: 2017-02-28 09:17:31 »
Ich kurble momentan noch mit der Hand Lothar, ist schon etwas mühselig :( http://www.wemacro.com/ dieser Schlitten sieht robust aus und kostet nicht so viel wie das Teil von Martin, kennt das wer?
@Martin, ich vermute auch, dass sich irgendwoe Licht einschleicht, tetsten, testen, testen-

Jürgen

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 13361
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • So 'n Schiet
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #32 am: 2017-02-28 12:37:10 »
http://www.wemacro.com/ dieser Schlitten sieht robust aus und kostet nicht so viel wie das Teil von Martin, kennt das wer?

Interessant, was Du so alles ausgräbst. Da mich die Ösi-Firma ziemlich abgezockt hat, ist dies sicher eine interessante Alternative (gerade auch, was die Optischen Adapter betrifft). Mir ist nicht ganz klar, was davon man braucht. Vielleicht kannst Du das ja mal aufdröseln.

Wenn man dort bestellt, kommt sicherlich noch Zollgebühr hinzu. Ob Steuerung per Android/Blutooth wirklich ideal ist, bezweifle ich. Den Schrittmoto kannst Du aber bestimmt auch mit einem Raspberry Pi + Steuerplatine antreiben (sowas wollte ich im Winter eigentlich für mein Bino basteln, bin aber nicht dazu gekommen).

Martin

Lothar Gutjahr

  • ****
  • Beiträge: 2042
    • United Plagrounds
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #33 am: 2017-03-02 10:14:47 »
Habe da mal reingeschaut und habe festgestellt, dass die Adapter in meine Line passen. M42 ist ja bei mir die rote Linie die sich durch das gesamte UFOMI-Konzept zieht. Ob das Stackmodul stabil genug ist, wenn an an hohe Vergrößerungen denkt?
Bei mir gehört da eine schwere Linearführung dazu, deren bewegliche Seite von einer Gewindespindel einer zersägten Mikrometerschraube gegen die Schwerkraft hochgehoben wird. Ein Zahnriemen mit hoher Untersetzung treibt diese Spindel an. Ein Schritt vom Motor entspricht 0,2µm. Die Spindel hatte zufällig ein Hartmetallplättchen um abriebfest zu sein und läuft damit als abriebfreies Lager gegen eine polierte Siliziumcarbidkeramikkugel.

@Jürgen,
schau mal in dem mitgenommenen Fundus nach einem in Folie verpacktem Rechteckblock. Das ist ein sogenannter pneumatischer Kurzhub-Stoßzylinder und stellt das Herz des UFOMIS dar.  Der macht durch die verwendete Gewindespindel nur einen Hub von 25 mm was aber für Mikroskopie orientierte Macrofotografie mehr as ausreicht.
Ich hoffe ich habe dir den mitgegeben; sonst ist der wohl untergegangen.
Beschäftigdt du dich mit Arduinoprogrammierung? Ich fahre dezeit mit einem solchen Programm das UFOMI und will wenn es die Zeit zulässt das Programmieren üben um daraus ein benutzerfreundliches Gerät weiter zu entwickeln.
Im Moment stehe ich mit dem Telefonprovider auf Kriegsfuß, der mir für Februar 248 Euro in Rechnung gestellt hat. Wenn das nicht anders geht, baue ich mir noch eine SAT-Verbindung auf um mein eigenes SAT-Telefon und Internet zu haben.

So viel für heute aus GR

Lothar
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius

Jürgen Guttenberger

  • ****
  • Beiträge: 2063
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #34 am: 2017-03-19 10:28:34 »
Servus Lothar,

es ist leider kein so ein Kurzhub-Zylinder in der "Wunderkiste" und ich beschäftige mich auch nicht mit Arduinoprogrammierung, keine Ahnung was das sein soll. Ich hab´s nicht so mit Strom.

Hier zeige ich euch nun die Grundhalterung als Wandmontage für meinen Stacktisch um Bodenschwingungen zu vermeiden. Das Teil war in einer Stunde geschweißt, nur das Feuerverzinken hat jetzt etwas gedauert, da unser Schmied nur alle paar Wochen was zum Verzinken weitergibt.
Der nächste Arbeitsschritt wird sein, dass ich mir eine Schnellspannvorrichtung überlege, wie ich den Würfel in den Rahmen spanne, ohne dass es ein großer Aufwand ist. Ich möchte hier ja schnell von horizontaler auf vertikaler Aufnahmeposition umstellen können.

Weiter Teilschritte folgen.

Schönen Sonntag
Jürgen

Lothar Gutjahr

  • ****
  • Beiträge: 2042
    • United Plagrounds
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #35 am: 2017-03-19 11:10:25 »
Lieber Jürgen,

auch dir einen schönen Sonntag ! An deiner Stelle würde ich die vertikale Arbeitsweise festzurren und dafür die Fotoeinheit abnehmbar machen. Für horizontale Arbeitsweise brauchst du ja die maximale Vergrößerung nur bedingt und kannst zusätzlich überlegen wie diese für mobile Arbeiten abgerundet werden kann. Das UFOMI hat im Zentrum ein Lagerung und so kann Die Fotoeinheit nicht nur 300 mm verfahren werden sondern auch bis 45 Grad geschwenkt werden. Das wurde bis heute nur ein mal zu Demozwecken verwendet. Also mehr oder weniger  "mehr als flüssig". Denke lieber darüber nach, wie weit du eine Glasplatte als Boden verwenden kannst um darunter eine Beleuchtung für Durchlichtähnliche Aufnahmetechniken anbringen kannst. Unter Umständen willst du auch mal mit Durchlicht induziertem Auflicht arbeiten ?

Ich weiß ich sollte das alleas mal fotografieren und hier oder anderswo posten und dann verlinken. Nun habe ich mich erstmal in die in wenigen Wochen notwendig werdende Klimatisierung unserer Wohnung verbissen aber ich denke das kommt  schon noch.

LG Lothar
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 13361
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • So 'n Schiet
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #36 am: 2017-03-19 22:45:01 »
@Lothar: Dein eingelinktes Foto ist nur dem erlauchten Kreis der angemeldeten User von TransistorNET.de sichtbar:

aetschibaetsch.png
*aetschibaetsch.png (65.46 KB . 919x404 - angeschaut 190 Mal)

Aber ich vermute, das Objekt war auch keine Spinne.

Gibt es denn eine Berechnungsformel für sinnvolle Stackschritt-Abstände? Die müsste doch vermutlich anhängig sein von
- Auflösungsvermögen der Linse (nur weiß man die? – wenn nicht, gibt es vielleicht Annahmen?)
- Numerisch Apertur?

Martin

Lothar Gutjahr

  • ****
  • Beiträge: 2042
    • United Plagrounds
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #37 am: 2017-03-20 14:05:54 »
Hallo Martin,

die Schrittweite ist eher von der Tiefenschärfe des verwendeten Objektives abhängig. Die kann man zunächst bei minimaler und maximaler Vergrößerungseinstellung ausmessen, abschätzen und dann nehmen wir mal ein größeres Insektenauge als Beispiel Durchmesser 150 µm. Die Objektiveinstellung geschätzte 12 µm Tiefenschärfe und das stacke ich mit 8 µm Abstand und 20 Schritten. In der gängigen Praxis wird man 30 verwenden um Anfang und Ende sicher mitzubekommen. Die Starteinstellung, ab wo ich das scharf sehen will stellt man als erstes ein.

Was nun die Auflösung des Objektives angeht ist das so, dass ich eine Testgeometrie, welche auf einer Glasscheibe mit IC-Patterns (Belichtungsmaske)  die am Rande aufgebracht wurde besitze und dort Strukturen (Balken) bis 0,7 µm herunter anschauen / fotografieren kann. Wenn nun die Auflösung bei 3 µm  liegt, bekomme ich als letzten Balken den dreier scharf abgebildet den 2er unscharf verschwommen und alles was noch kleiner ist gar nicht zu Gesicht. Einigermassen kritisch ist dabei noch die Bewleuchtung zu bewerten, die das Ergebnis noch verschlechtern kann.

Der Wunsch nach einer Verbesserung des gestackten Bildes durch eine weit höhere Stückelung bei der Aufnahme wurde vor ca.3 mJahren durch Theoretisieren und Spekulationen geweckt, aber meines rudimentären Wissens noch nicht bewiesen. Weiter oben habe ich ja schon darauf hingewiesen, dass das trotz allen Unkenrufen durchaus der Fall sein kann Ebenfalls wurde aber deutlich gemacht, dass in diesen Grenzgebieten sehr viele Fallen auf besonders experimentierfreudige warten. Ich persönlich habe mit der Wärmeausdehnung von Flüssigkeiten experimentiert. Andere haben Rotstrichrohr von innen mit einer kleinen Halogenfunzel aufgeheizt.USW. Abwechsend Kühlen und Heizen ist meist ein ramdösiges Verfahren, wenn man nicht gleich dafür angepasste Technik einsetzen kann. (Peltierelemente) um die Zeiten kurz zu halten.

Das mit dem Bild tut mir Leid; hätte ich mir denken können. Werde es mal aus meinem Bestand hochladen.

LG aus GR Lothar

Zur Numerischen Apertur: das ist weniger geheimnisvoll und ich empfehle da :

 https://de.wikipedia.org/wiki/Numerische_Apertur
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius

Lothar Gutjahr

  • ****
  • Beiträge: 2042
    • United Plagrounds
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #38 am: 2017-07-26 18:16:26 »
Hallo Martin,

ich versuche mal das Foto per Adresse aus dem Fotoforum zu laden.

http://www.transistornet.de/download/file.php?id=4226&mode=view   (Wanzenauge )

Das hochgeladene Bild stellt eine Trichternetzspinne dar :als halbwüchsige noch grün heute hellbraun und fast ungemustert.

Um das Sichtbarmachen des obigen links oder das Auffinden in meinem Archiv muß ich mich noch kümmern. Heute ist hier Trauer um eine kurz vor der Adulthäutung stehende Argiopr lobata angesagt. Fressen Fledermäuse Spinnen? Die fett vollgefressene Argiope fehlt heute Morgen samt dem Innenteil des Netzes. Abspannfäden und Ähnliches sind nach wie vor vorhanden. Nun heißt es abwarten ob sie zurückkommt? Ein wenig hoffe ich auf ein unabsichtiges Durchfliegen des Netzes bei welchem sie weggeschleudert wurde.

LG Lothar
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius

Rainer Breitling

  • Aktive Mitarbeiter
  • *****
  • Beiträge: 1470
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #39 am: 2017-07-26 18:42:28 »

Lothar Gutjahr

  • ****
  • Beiträge: 2042
    • United Plagrounds
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #40 am: 2017-07-27 10:11:02 »
Hallo Rainer,

vielen Dank für den schönen link. So wie es bis jetzt aussieht wurde meine gefressen. Ich wollte sie noch umsiedeln; kam aber zu spät. Mal schaun, vielleicht nächstes Jahr eine neue suchen und mit Webcam versehenem Holzrahmen näher ans Haus, wo die Fledermäuse seltener sind.
 Wenn es wieder passiert werde ich zum Hacker und lasse die Fledermaus ins Gebüsch fliegen.

Grüße aus Griechenland

Lothar
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius

Jürgen Guttenberger

  • ****
  • Beiträge: 2063
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #41 am: 2017-07-27 17:22:06 »
Schön von dir zu hören Lothar,
was macht die Eingewöhnung?

Der Stacktisch hängt jetzt schon an der Wand, bin aber das letzte 1/4 kaum zum weitermachen gekommen (Ernte und a neue Traktorhalle gebaut)
Eine Zweitkamera habe ich mir vor kurzem gebraucht ersteigert, die werde ich dann ausschließlich zum stacken verwenden, eine spiegellose Canon EOS M3, muss sie nur noch irgendwie adaptieren und mich erst mit dem Gerät vertraut machen.
Ich berichte später darüber.

Gruß nach Griechenland

Jürgen

Lothar Gutjahr

  • ****
  • Beiträge: 2042
    • United Plagrounds
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #42 am: 2017-07-27 19:12:48 »
Servus Jürgen,

danke der Nachfrage, wir haben uns schon ganz gut eingewöhnt. Ich habe an dich gedacht und mir war auch klar, dass du im Sommer alles andere als Hobbyaktivist bist. Nun heißt es nach Adapterringen für deine Nichtcanonobjektiven zu jagen. Da reichen die Preisspannen von etwa 3 bis 30 Euro. Also Zeit lassen. M42 habe ich doppelt und könnte dir einen vermachen.

Ich nutze das M42 ja an Balgen und Zwischenringen. Durch absägen und wieder zuammenfügen habe ich mir auch nicht fremdkäufliche Objektivadater gemacht.
Ein Stück vom Zwischenring und das Vorderteil einer defekten ausrangierten Kamera  machen es möglich. So habe ich in einem M 42 Zwischenring auch die Objektbeleuchtung für das 50.er U.L.W.D. untergebracht. Das besteht aus einer großflächigen LED, welche in einem 3D-gedruckten Kästchen auf das Einschieben in den Strahlengang lauert. Im Fokusbereich des Objektives hinterläßt dieser vor der Kamera angeordnete Zwischenring dann einen winzigen Leuchtpunkt neben oder auf dem Objekt und man stellt den gewünschten Sichtbereich ein, was eine Menge Sucharbeit spart. Zum Fotografieren natürlich wieder in die Garage zurück!

Das UFOMI steht auch schon auf seiner Traverse an der Wand und wartet auf Komplettierung mit einem Steuerkästchen welches den Microcomputer und die Betätigungselemente aufnimmt. Das Provisoriium der wilden Verdrahtung möchte ich vermeiden, da Provisorien bekanntlich ewig leben.  An der Zeit sollte es ja nicht scheitern. Nur da sieht Praxis und Theorie auch anders aus.

Dir und Familie beste Grüße aus GR

Lothar
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius

Jürgen Guttenberger

  • ****
  • Beiträge: 2063
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #43 am: 2017-08-04 11:01:00 »
Möchte hier nur kurz meine neue Kamera vorstellen, die ich mir extra für den Stacktisch zugelegt habe. Grund hierfür ist, das es eine spiegelloses System ist, dadurch erhoffe ich mir eine Reduzierung der Schwingungen durch eben das nichtvorhandenseins eines Klappspiegels. Leider ist der passende Adapter auf M42 noch nicht bei mir angekommen, somit konnte ich sie für meine speziellen Zwecke am Stacktisch noch nicht testen. Hier mal die Werbeseite von Canon.
Im normalem Gebrauch mit dem Standartobjektiv 15-45 mm das ich mit erworben habe, gibt es jetzt am Anfang doch noch einige Fragen und Probleme, da ich seit gut 25 mit Nikon fotografiere. Es ist aber schon erstaunlich, was dieses kleine Teil für Einstellmöglichkeiten und Neuerungen gegenüber meinem Dinosaurier D300 aufweist.

Gruß Jürgen

Lothar Gutjahr

  • ****
  • Beiträge: 2042
    • United Plagrounds
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #44 am: 2017-08-04 18:19:55 »
Hallo Jürgen,

Glückwunsch dazu. ABER hast du geprüft ob der Verschluss eventuell ein mechanischer ist ? Das erging mir mit der SONY Alpha NEX 3 so, welche ich in gutem Glauben als Mikroskopkamera erworben hatte. Ab 500 x facher Vergrößerung verwackelt alles. Davor natürlich auch, nur fällt es dort weniger auf. Sie verschwand in der Versenkung und darf Wassertropfen fotografieren, welche ich bei offenem Verschluss blitze. Danach habe ich die EOS 1000D gekauft und stelle den Spiegel vorher hoch.

Leider kann man mit so einem Ding ja auch nicht im FReien arbeiten, weil die Sonne grundsätzlich alles überstrahlt. Habe schon mit einem schwarzen Tuch gearbeitet. Da kommt aber auch keine Freude auf. Ich könnte das mal mit einer Fernsehbrille probieren und den HDMI Ausgang dazu verwenden. Mal schauen ob ich dazu alles da habe. Meist scheitert so etwas an einem Verbindungskabel. :D

LG Lothar
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius

Jürgen Guttenberger

  • ****
  • Beiträge: 2063
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #45 am: 2017-08-06 11:07:23 »
Servus Lothar,
soviel ich herausgefunden habe, hat die EOS M3 einen elektronischen Verschluss, die Kamera kann man wahlweise auf den ersten oder zweiten Verschluss auslösen.
Gestern habe ich einen Adapterring von 42 mm-52mm erhalten, somit kann ich jetzt mein Rodenstock Rodagon 1.2 f 50 in Retro schon mal an meine D300 adaptieren, bin gespannt was das Objektiv für Abbildungsleistung zu Tage bringt. Ich kann es aber heute nicht mehr testen, muss jetzt dann in die Arbeit.

Schönen Sonntag.

Gruß Jürgen

Jürgen Guttenberger

  • ****
  • Beiträge: 2063
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #46 am: 2017-08-11 08:21:05 »
hier mal ein erstes Ergebnis mit dem Rodagon an der D300, für die EOS M3 habe ich noch keinen Adapter, den werden sie wahrscheinlich mit dem Schiff aus China transportieren :-\.
Es sind 224 Aufnahmen vom Kokon der Schlupfwespe hier. Der Hintergrund ist ein Stück schwarzer Karton. Die Qualität kann sich sehen lassen, aber die Handkurbelei ist anstrengend, Zeitaufwand für diesen Stack 20 min. kurbeln, da muss was automatisches her.
Warte täglich auf den Adapter für die EOS, dadurch erhoffe ich mir nochmals eine Qualitätssteigerung.

Gruß Jürgen

Lothar Gutjahr

  • ****
  • Beiträge: 2042
    • United Plagrounds
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #47 am: 2017-08-11 09:42:07 »
Hallo Jürgen,

mach bitte den Kokon noch mal mit nur 40 bis 70 Aufnahmen. Das sieht mir nach wie vor nach akkumuliertem Fremdlicht aus, was mit zunehmender Aufnahmezahl wächst. Was die Kurbelei anbelangt, könnte ich mit Arduino und Schrittmotor helfen aber du hast ja schon signalisiert, dass das nicht so dein Ding ist. Dann bist du auf Gedei und Verderb auf etwas fertiges angewiesen. Ich habe gerade die Hand einer kleinen Fliege gestackt und bin mit 44 Aufnahmen mit dem 50.er Objektiv ausgekommen. Muß aber noch "entewickelt" werden.

LG Lothar
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius

Jürgen Guttenberger

  • ****
  • Beiträge: 2063
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #48 am: 2017-08-11 10:35:49 »
Danke für den Tip Lothar,
hier mal eine Aufnahme mit 53 Einzelbilder, Hintergrund ist ein glatter Objektivdeckel, da sieht man natürlich jedes einzelne Staubkörnchen. Und mit Photoshop bin ich (noch) nicht gut genug vertraut, aber das ist eine andere Baustelle.
Meinst du, dass hier Fremdlicht mit im Spiel ist?
Ich habe das Rodagon Retro angedockt, mit einem O-Ring um den eigentlichen Aufnahmeflansch versehen, da bei Normalstellung Licht in das Obektiv durch eine kleine Öffnung im Gehäuse eintritt um die Blendenstellung zu beleuchten.

Grüße
Jürgen

Lothar Gutjahr

  • ****
  • Beiträge: 2042
    • United Plagrounds
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #49 am: 2017-08-11 10:59:04 »
Servus Jürgen, Glückwunsch !

ich glaube sagen zu können, dass diese Aufnahme vergleichsweise deutlich besser ist. Zumindest hast du etwas mehr Kontrast und die Auflösung hat wenn überhaupt nur sehr wenig gelitten. Das sollte dir auch die Kurbelei etwas erleichtern. Ich bin zur Zeit dabei dem UFOMI noch Messsysteme anzubauen. Einerseits eingestellte Höhen leichter wiederzufinden und natürlich Dinge wie Stackbeginn und ähnliches reproduzierbar zu machen. Draussen ist es einfach zu warm. In meinem Arbeitszimmer erfrischende 28°C.

LG Lothar
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 13361
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • So 'n Schiet
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #50 am: 2017-08-11 11:56:36 »
Nimm doch mal einen neutralgrauen Hintergrund.

Martin

Jürgen Guttenberger

  • ****
  • Beiträge: 2063
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #51 am: 2017-08-11 19:32:15 »
ich habs mit einer Graukarte als Untergrund versucht, sah schrecklich aus. Jetzt ist es ein Stein aus dem Zillertal. Hab einen Satz Zwischenringe entfernt, um die Vergrößerung etwas zu minimieren, da sonst der Kokon zu sehr den Rand strapaziert. Es ist aber gut zu wissen, dass man mit ein paar Zwischenringen mehr oder weniger den Abbildungsmasstab schnell und einfach beinflussen kann. Mit diesem Objektiv und 2 Satz Zwischenringen bin ich für Habitusfotos von Spinnen zw. 5-20 mm gerüstet, bei kleineren Tieren und Genitalaufnahmen muss wohl ein Mikroskopobjektiv eingesetzt werden. Der Kokon misst 6,4 mm.
Das Bild wurde aus108 Einzelaufnahmen zusammengerechnet.

Ich hoffe Micha liest mit, "wie hies die Software von Canon nochmal, wo man das Liveviewe-Bild direkt auf den PC-Monitor übertragen kann"?

Gruß Jürgen

Ulrich Kursawe

  • Aktive Mitarbeiter
  • *****
  • Beiträge: 1097
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #52 am: 2017-08-11 21:48:09 »
Hallo Jürgen,

meinst Du die "EOS Utility"? Wenn ich mich recht erinnere, kann man damit  den LiveView auf den Computer übertragen, allerdings wohl nur unter Windows.

Grüße, Uli

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 13361
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • So 'n Schiet
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #53 am: 2017-08-12 05:43:43 »
Die Graukarte (oder anderer Hintergrund) sollte nicht in der Fokusebene liegen und somit auch in ihrer Struktur nicht scharf gestellt werden. Neutralgrau hat vermutlich Vorteile bei der Belichtung, weil die Digitalkamera eben dieses Grau als Maßstab für die Belichtung des Objektes nimmt.

Ich fixiere beim Stacken die Tiere auf KY-Creme in 99 % Alkohol1 in einem Blockschälchen; Blockschälchen sind ja ziemlich dick (Boden), so dass auf diese Weise die Struktur des Hintergrunds nicht fokussiert wird. So wird nur seine Farbe abgebildet und nicht seine Struktur. Das Resultat ist nach dem Wegretuschieren von Störungen (Staub ect.) ein glatter Hintergrund.

Beispiel:

(Pedipalpus: Allomengea vidua)

Martin


zu 1: 99 % Alkohol hat eine spürbar geringere Viskosität als 70 % Alk oder gar Wasser

Lothar Gutjahr

  • ****
  • Beiträge: 2042
    • United Plagrounds
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #54 am: 2017-08-12 08:09:33 »
@Jürgen, Eine Glascheibe, gut geputzt mit Abstand zur Graukarte tuts auch (Objektträger).

Hallo Martin,

Das ist ein sehr schönes Foto geworden. Gratuliere!

LG Lothar
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 13361
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • So 'n Schiet
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #55 am: 2017-08-12 14:00:53 »
Das ist ein sehr schönes Foto geworden. Gratuliere!

Und das mit 41 Stackebenen, nicht mit 224. Genug ist genug.

Martin

Lothar Gutjahr

  • ****
  • Beiträge: 2042
    • United Plagrounds
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #56 am: 2017-08-12 15:43:46 »
Ja Martin,

da gebe ich dir recht. Im Prinzip werden da ja n Bilder übereinanderkopiert und wenn dann der Briefträger mit seinem Radel von n110 bis n170 vor dem Fenster steht oder Eine Wolke vor der Sonne vorbeizieht, egeben sich geringste Beleuchtungsunterschiede die von der Software wahrgenommen werden und eben das Bild laufend verändern. Ich denke man sollte ähnlich den Geometrieverschiebungen, dann auch ein Plus/minus für die Beleuchtung vorwählen können. Oder die Box, die ja groß genug ist erhält einklipsbare Abdeckungen, die so eine Abweichung der Beleuchtung verhindern. Also gekapselte Version. Wenn geblitzt wird, sollte die Leuchtstärke auf Gleichmäßigkeit geprüft sein. (Blitzbelichtungsmesser) Akkuzustand nach 100 Blitzen ? Oder bei Netzteil Netzschwankungen.
Erst dann halte ich eine Vielzahl von Aufnahmen für aussagekräftig, ob ein Objektiv da noch mehr herauskitzeln kann.

LG Lothar
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 13361
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • So 'n Schiet
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #57 am: 2017-08-13 08:07:16 »
@Jürgen, Eine Glascheibe, gut geputzt mit Abstand zur Graukarte tuts auch (Objektträger).

Das gilt sicher nur für Trockenstacks. Andernfalls würde der Alkohol sich wohl nicht halten können.

Martin

Jürgen Guttenberger

  • ****
  • Beiträge: 2063
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #58 am: 2017-08-13 08:36:53 »
Nur so was geht
Da muss ich wohl noch viel lernen 8). Die Objektive, die hier verwendet werden, kosten aber auch ein kleines Vermögen.
Jürgen

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 13361
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • So 'n Schiet
Re: Manueller Stacktisch
« Antwort #59 am: 2017-08-13 19:45:20 »
Nur so was geht
Da muss ich wohl noch viel lernen 8). Die Objektive, die hier verwendet werden, kosten aber auch ein kleines Vermögen.

So ein Lupenobjektiv gibt es leider nur für Canon. Es kostet 1000 €.

Die Anforderung für uns Arachnologen begrenzt sich aber nicht auf Tiere mit großen Palpen wie Cheriracanthium und meist müssen die Tiere in nassem Medium fotografiert werden, weil sie darin nun mal vorliegen. So schön die Fotos auch sind, sie liefern keine guten Bilder, welche hilfreich für die Bestimmung sind. An der Art der Darstellung sieht man auch, dass es dem Fotographen in erster Linie um Ästhetik geht. Das ist nicht ehrenrührig, aber das ist nicht das, was für unsere Zwecke im Fokus steht.

Martin