Autor Thema: Wie eine kleine Phoneutria  (Gelesen 95 mal)

Simeon Indzhov

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Wie eine kleine Phoneutria
« am: 2018-02-10 21:24:29 »
Vor einiger Zeit musste ich (oder eher wollte) ein großes Inermocoelotes falciger-Weibchen aus ihrem Terrarium (ein Glas mit Erde) herausnehmen und es war ziemlich unzufrieden damit - stellte sich aufrecht und biss das Forceps mehrmals. Ich konnte es erst rausbringen, nachdem es sich ins Forceps festgebissen hatte. Selbst nach dem Lassen in der Schachtel, in der die Operation stattfand, beruhigte es sich nicht. Und ich benutzte die Gelegenheit, um ein paar Fotos zu machen. In der Eile leider nur wenige an Fokus und viele mit unpassender Beleuchtung, aber ein paar Frontalfotos klappten trotzdem, sowie rein zur Information ein Seitenbild der Spinne auf Hinterbeinen.

Ich muss hier erwähnen, dass diese Art mich auch gebissen hat: ich machte den Fehler, ein noch größeres Weibchen mit dem Finger zu steuern. Resultat: Spinne bewegt sich in der gewünschten Richtung nicht, sondern kehrt sich um und beißt zu. Die Art scheint ausnahmweise defensiv zu sein, verglichen selbst mit anderen großen Arten wie karlinskii (beide Arten erreichen bis zu ca. 15 mm KL), und kleine Exemplare der Art sind nicht scheuer: sie greifen immer das Wasser an, das ich in ihren Gefäßen sprühe. Leider spiegelt sich das auch in ihrem Sexualverhalten: ich konnte keins der beiden großen Weibchen verpaaren, weil sie stets die Männchen töteten. Bei diesem Weibchen sind zwei Männchen verlorengegangen, beim anderen - eins. Nur einmal klappte eine Paarung - weil das Männchen einfach größer als ein exceptionell kleines Weibchen war

Simeon