Autor Thema: Zukunftsvisionen ...  (Gelesen 187 mal)

Martin Lemke

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Zukunftsvisionen ...
« am: 2018-04-24 09:28:48 »
Es gibt so manche technische Entwicklung, die vielleicht für unsere Zwecke interessant sein könnten.

- VR-Brillen
In Verbindung mir interaktiven virtuellen 3D-Genitalabbildungen (vorausgesetzt, diese können erzeugt werden) könnte man vielleicht auch nicht streng ausgerichtete Genitalien besser erkennen und interpretieren.

Aber noch viel interessanter finde ich:

- Künstliche Intelligenz (KI) mit neuronalen Netzen
Meine Idee: Körpermerkmale von Arten in strukturierter Form im Wiki einbauen und auch Bilder (!), die dann als Regeln in eine Datenbank einfließen und ein neuronales Netz damit trainieren. So könnten gesuchte Arten eingengrenzt werden.

Ich habe vor, mich im nächsten Herbsturlaub in das Thema einzulesen. Es gibt da schon einen Haufen Open source-Lösungen auf dem Markt. Darin liegt sicher viel Potential für ein Bestimmungssystem, ohne dass wir uns über Strategien der Bestimmerei aus einem Datenpool heraus Gedanken machen müssen, denn die KI entwickelt ihre Strategien in einer Blackbox selbstätig.

KI begegnet uns schon überall. Z.B. bei der Google-Bildersuche. Programmiersprache ist dabei meist Python, es gibt auch Schnittstellen zu Go, aber zu PHP kenne ich keine. Aber das ist entweder nicht nötig oder kommt noch. Vielleicht ist auch eine Lösung außerhab des Wikis interessant, aber da dort schon viele Daten vorhanden sind, böte es sich an, es als Schnittstelle zu verwenden.

Der Erfolg der KI steht und fällt natürlich mit der Menge der Daten, mit welcher sie gefüttert wird. Darum geht es ja auch bei Zuckerbergs Facebook (Userdaten). Die Daten sind wichtig für die Erkenntnisse, die die KI liefert.

Martin

Arno Grabolle

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Re: Zukunftsvisionen ...
« Antwort #1 am: 2018-04-24 13:45:09 »
Gute Idee!

Zu ersterem Thema: Das habe ich kommen sehen und ärgere mich schon lange darüber, dass die Foto-Bin-Hersteller keine 2-Kamera-Lösungen anbieten, damit man solche Aufnahmen produzieren kann.

Zu Thema 2 wird uns wohl die Datengrundlage fehlen. Zu Allerweltsarten stehen sicher genügend Bilder zur Verfügung. Um diese von selteneren Arten zu trennen, bräuchte man für diese aber eben eine ähnliche Datenmenge. Ohne die Möglichkeit, die selteneren Arten zu unterscheiden, hat das System wohl keinen Nutzen, bzw. erbringt zu ungenaue und damit im Grunde unbrauchbare Ergebnisse.

Aber wer weiß, was so alles schon geht. Ich stecke in dem Thema auch nicht drin. Auf jeden Fall wäre so etwas ein cooles Feature, dass man fast kommerziell verwerten könnte (wie giftig war die Spinne, die mich gerade fast gebissen hätte?)

Arno

Jonas Wolff

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Re: Zukunftsvisionen ...
« Antwort #2 am: 2018-04-25 03:16:14 »
Wie aufwaendig waere es eine KI zu programmieren, die automatisiert morphometrische Daten und Koordinaten aus taxonomischen Artikeln (vom WSC) zieht? Da solche Daten immer in standartisierter Form angegeben werden, muss das doch machbar sein, oder? Ich plane im Rahmen zukuenftiger Projekte den Aufbau einer Eigenschafts-Datenbank fuer Spinnen. Damit liessen sich viele spannende evolutionsbiologische, oekologische und biogeografische Fragestellungen untersuchen. Solche Datenbanken existieren bereits fuer Pflanzen (https://www.try-db.org/TryWeb/Home.php) und einige Tiergruppen. Auch in der Biologie erkennt man den Nutzen von Big Data und die Akkumulation und Auswertung grosser Datenmengen wird immer wichtiger.

Martin Lemke

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Re: Zukunftsvisionen ...
« Antwort #3 am: 2018-04-26 00:53:00 »
Ich habe einen Onlinekurs zur Datenanalyse mit Python gebucht – war billig (nur 11 €1) und das Thema ist wahnsinnig spannend. Jetzt muss ich erstmal die Programmiersprache Python erlernen. Da ich schon ein paar Programmiersprachen beherrsche, beginnt das Erlernen natürlich nicht bei 0.

Meine ersten Eindrücke sind begeisternd. Python hat ohne Frage Potential und ist anscheinend wirklich leicht zu erlernen. Da geht so eniges, was in anderen Sprachen nicht geht. Z.B. Casesensitive Variablennamen mit Umlauten.

möp="möp, möp!"
Möp=20
print('Möp =', Möp, 'und möp =', möp)


ergibt:
Möp = 20 und möp = möp, möp!

Keine lästigen ";" am Zeilenende, die wenn man sie mal vergisst, zu Fehlern führen. Usw. Lauter tolle Lösungen. Z.B. Kontrollstrukturen durch Einrücken anstatt sie mit begin und end, bzw. { und } zu kapseln; so eine gelschweifte Klammer kann man mal versehentlich löschen oder mit auskommentieren, was zu mitunter schwer auffindbaren Fehlern führt und somit viel Zeit kostet. Bei Python gibt es die einfach nicht. Und die Verwendung unterschiedlicher Anführungszeichen in einem mehrzeiligen String:

pupsi.PNG
*pupsi.PNG (6.87 KB . 553x149 - angeschaut 38 Mal)

Wenn ich mich da eingearbeitet habe, kann ich mehr zu den aufgeworfenen Fragen sagen.

Jetzt steht aber erstmal die Bulgarien-Exkursion vor der Tür.

Martin

1: Learning Python for Data Analysis and Visualization
« Letzte Änderung: 2018-04-26 08:40:11 von Martin Lemke »