Forum europäischer Spinnentiere

Sonstig Faunistisches (Other faunistic topics) => Sonstiges zu Spinnentieren (Other aspects of arachnids) => Thema gestartet von: Hans-Juergen Thorns am 2019-11-30 17:20:48

Titel: Steatoda triangulosa Kokonparasitoide
Beitrag von: Hans-Juergen Thorns am 2019-11-30 17:20:48
Hallo,
im Sommer fand ich bei mir im Büro (in Deggendorf) unter einem Regal eine reife Steatoda triangulosa mit ein paar Eikokons. In einem befanden sich keine Jungspinnen, sondern Puppenkokons einer Schlupfwespe. Nach wenigen Tagen waren die Wespen geschlüpft: Hemiteles maricesca. Das Weibchen hat dann sogar noch einen frischen Steatoda-Kokon mit Eiern belegt. Daraus gabs dann nach ein paar Wochen neue Puppenkokons.....
VG Hans-Jürgen
Titel: Re: Steatoda triangulosa Kokonparasitoide
Beitrag von: Jonathan Neumann am 2019-11-30 19:38:42
richtig richtig klasse!

ich wusste gar nicht, dass auch unsere Hausspinnen mit Parasiten zu kämpfen haben :).

LG,
Jonathan
Titel: Re: Steatoda triangulosa Kokonparasitoide
Beitrag von: Hans-Juergen Thorns am 2019-12-03 19:44:23
hier noch ein Weibchen bei der Eiablage am Steatoda-Kokon.
VG Hans-Jürgen
Titel: Re: Steatoda triangulosa Kokonparasitoide
Beitrag von: Jürgen Guttenberger am 2019-12-04 08:02:28
Wieder mal echt spannend Hans-Jürgen!


Zwei Fragen hab ich, mit was für Nahrung ziehst du die Schlupfwespen groß und welche Bestimmungsliteratur verwendest du, ich scheiter hier immer kläglich.

Gruß Jürgen
Titel: Re: Steatoda triangulosa Kokonparasitoide
Beitrag von: Hans-Juergen Thorns am 2019-12-04 10:37:38
Ich halte die Tiere meist in Petrischälchen (6 cm), in denen ein ganz kleines , angefeuchtetes Apfelstückchen liegt (alle ein bis zwei Tage austauschen). Die meisten Wespen benötigen aber zur Eireifung Proteine, die sie meist von den potentiellen Wirten holen. Da wird's manchmal schwierig. Blütenpollen als Proteinquelle werden oft ignoriert.
Für die Bestimmung suche ich zunächst im Internet ("Steatoda Kokonparasit"). Meist findet man dann Fotos oder Publikationen, über die man (mit etwas Glück) Kontakt zum Spezialisten bekommt. In diesem Fall wars Martin Schwarz aus Österreich.
VG Hans-Jürgen