Autor Thema: Spaziergang in Sofia, 28.04.2017 - Philodromus cf poecilus und andere  (Gelesen 589 mal)

Simeon Indzhov

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Heute nutzte ich das schöne Wetter und die Gelegenheit, um in Richtung Südpark zu gehen (habe ich jedoch bis zum Park nicht geschafft, weil ich keine Gefäße mehr hatte) .

Ich war an erster Stelle überrascht, wie stark die mediterranen Elemente in Sofia sein könnten. Vor dem geologischen Museum (Koordinaten 42.680218,23.320898) fand ich meine erste Uloborus cf walckenaerius in den dekorativen Koniferen am Straßenrand (eine wirklich exponierte und sonnige Stelle), auch einige Meter davon eine Thomisus onustus, die ich auch zum ersten Mal in Sofia finde.

 Dann setztebich fort durch den Park dahinter, den sog. "Hundpark", der vorwiegend Grasflächen enthält. An den nicht gemähten Stellen gab es Pisaura, Xysticus cf kochi (häufige Art hier), auch Tibellus.

Und dann am Fluss entlang richtung Südpark. Dort ist es schön bewachsen mit Linden, Platanen, denke ich Eschen auch. (Drittes Bild). Ungefähr hier, aber von der anderen Seite des Flusses.

Ich hatte übrigens nah an der Kreuzung von Boul. "Vitoscha" (бул. Витоша) und Boul. "Bulgaria" (Бул. България) am 18. März ein Philodromus cf poecilus Weibchen gefunden - zumindest das sagt die Epigyne, durch die Schachtel betrachtet.

Jetzt aber konnte ich in diesem Habitat, das eigentlich gar nicht weit von diesem Fundort ist, mehrere Exuvien beobachten, die fast eindeutig - der Größe, Habitat und männlichen Palpen nach - dieser Art zuzuordnen waren.
Ich suchte unter Baumrinde, wo ich sie brechen konnte, und an einer Platane - siehe da! - saß ein weibliches Tier (mitgebracht). Bei der verringerten Qualität des Handyfotos ist es noch schwieriger, die Spinne zu finden ;)
Simeon

Arno Grabolle

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Schön.

Ja, je mehr Spinnen man sammelt, desto mehr sieht und findet man. Später wundert man sich darüber, warum manche Menschen mit Ende 50 noch nie eine Dysdera gesehen haben und diese für „irgendwas exotisches“ halten. Aber, wenn man ehrlich zu sich ist, muss man zugeben, dass man selbst einmal ganz erstaunt war über den ersten Fund einer bestimmten Spinne.

In diesen Koniferen leben hier nur Hyptiotes paradoxus.

Arno