Autor Thema: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands  (Gelesen 5707 mal)

Arno Grabolle

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Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« am: 2012-02-19 12:41:56 »
Es scheint sich hier der vermeintliche Konsens einzuschleichen, dass Lars sein Weberknecht-Buch produziert und Jörg ein anderes. Beide Bücher sollen die Weberknechte Deutschlands behandeln, nur ein mal eher für Fortgeschrittene bzw. Profis (Bino-Bestimmung), das andere eher populärwissenschaftlich für eine breitere Zielgruppe mit schönen Lebendbildern und möglichst wenig Mikroskop-Einsatz (Modell Bellmann-Atlas).
Damit würden wir uns sehr viel Arbeit machen, die wir wahrscheinlich nicht leisten können und wir machen wir uns selbst Konkurrenz bzw. splitten die Zielgruppe was für beide Bücher geringere Verkaufszahlen bedeuten würde.

Um etwas Ordnung/Klarheit in die Problematik zu bekommen, versuche ich hier mal ein kleines Kommunikationskonzept aufzustellen. So ein Konzept benennt die verschiedenen Ansprüche und Eigenschaften der verschiedenen Zielgruppen und Medien, setzt sie in Beziehung zueinander und hilft am Ende die sachlich richtige bzw. passendste Lösung zu finden.



Ziel

Weberknechte bestimmen + beschreiben (bisher ungenügend betrachtetes Thema)

Problem

Die Zielgruppe zerfällt in zwei Unterzielgrppen, deren Ansprüche zu unterschiedlich sind, um sie unter einen Hut zu bekommen (deshalb konnten wir uns nicht auf ein Buch einigen). Beide Unterzielgruppen müssen mit einem eigenen Projekt bedient werden.

Unterzielgruppen Charakteristika

1. Anfänger/interessierte Hobbyisten/Naturfotografen:
  • Allgemein naturinteressierte, die bisher wenig mit der Materie in Kontakt gekommen sind
  • bestimmen Weberknechte eher sporadisch, nicht systematisch bzw. regelmäßig
  • besitzen meist kein Binokular oder nur ein einfaches Modell von Aldi
  • schnapsen ihre Funde in der Regel nicht ein
  • Beobachtung des Verhaltens lebender Weberknechte sind wichtiger als die genauen Bestimmen der Art
  • Naturfotografen sind Fotoaffin
  • Sind mehr an der „Betitelung“ ihrer Fotos/Funde interessiert als an Nachweisen für ihr SammelTK
  • Sammeln im Garten oder Waldstück hinterm Haus

2. Fortgeschrittene/Semiprofis/Sammler und professionelle Biologen
  • Grundwissen über Spinnetiere/Weberknechte vorhanden
  • besitzen Binokular, töten/konservieren Aufsammlungen in Alkohol, können präparieren
  • sammeln auch in ferneren Gebieten, auf Reisen, unternehmen evtl. Sammelexkursionen nach Europa
  • sind auch an der Erbringung von Nachweisen für bestimmte Gebiete interessiert (wissenschaftlich abgesicherte, korrekte Bestimmung)
  • recherchieren auch weiter (nutzen weiter Quellen, wenn sie nicht zu einem befriedigenden Ergebnis kommen oder zusätzliche Informationen suchen)
  • sind angeschlossen an Internet-Foren, bzw. haben einfachen Zugang zu Quellen im Internet

Ansprüche der beiden Unterzielgruppen (ergeben sich aus den Charakteristika oben)

1. Anfänger/interessierte Hobbyisten/Naturfotografen:
  • interessiert an umfassenden allgemeinen Informationen über Weberknechte
  • interessiert an umfassenden Informationen über das Verhalten, Lebensweise von Weberknechten (Abgleich mit eigenen Beobachtungen)
  • große, hochqualitative Bilder, die „Lust machen“
  • einfache Bestimmungshilfen, die vornehmlich Merkmale abfragen, die mit bloßem Auge, auf Makrofotos oder mit einer Lupe erkennbar sind
  • Systematik ist nicht so wichtig, wichtiger ist die bequeme Handhabbarkeit der Bestimmungshilfe
  • möglichst keine Updates/Veränderung der Systematik/Taxonomie in kurzen Intervallen, weil das zu Verwirrung und -druss führt
  • überschaubare Artenzahl, v.a. regionale Arten (Arten in ferneren europäischen Ländern interessieren zwar, sind aber für die Bestimmung irrelevant)

2. Fortgeschrittene/Semiprofis/Sammler und professionelle Biologen
  • Allgemeine Informationen müssen nicht mehr so ausführlich dargestellt werden. Im Vordergrund steht die Bestimmung
  • Bestimmungshilfen konzentrieren sich auf die sichersten Merkmale, unabhängig davon, ob Mikroskop notwendig oder nicht (Mikroskop wird vorausgesetzt)
  • aktuelle Systematik wird streng zugrunde gelegt (wissenschaftlich korrektes Arbeiten/Bestimmen)
  • Systematik sollte so oft wie möglich upgedatet werden, muss auf dem neuesten Stand sein
  • behandelte Arten sollten möglichst großes Gebiet abdecken (Sammelreisen in Nachbarstaaten, europaweit)
  • Darstellung anatomischer Details steht im Vordergrund, Lebendbilder sind eher Kopfbilder eines „Steckbriefes“ und dienen weniger direkt zur Bestimmung

Medien und ihre Charakteristika

A. Buch
  • dinglicher Gegenstand, kann angefasst, mitgenommen und als „Eigentum“ bezeichnet werden
  • liegt im Buchladen, wird von einem breiten Publikum zufällig entdeckt
  • kann verschenkt werden
  • benötigt keine Internetverbindung
  • kann (noch) flexibler rezipiert werden, in der Lümmelecke an Winterabenden, im Zug, im Bett; kein Computer nötig
  • ist ausschließlich linear organisiert
  • monodirektional (eindeutiger Sender und Empfänger), User (Leser) kann dem Buch nicht antworten, das Buch sendet, der Leser empfängt; nicht interaktiv
  • schlecht updatebar: Neuerungen, Fehlerkorrekturen können erst mit der nächsten Auflage eingearbeitet werden (Zyklus 2 bis 5 Jahre)
  • schlecht verlinkbar, Anbindung/Verweis auf andere Quellen, weiterführende Informationen ist recht umständlich; Medienwechsel

B. Internet
  • immer und überall abrufbar wo Internetverbindung vorhanden ist (muss nicht „mitgenommen“ werden)
  • benötigt Internetverbindung
  • benötigt relativ hohen Grad an technischer Ausstattung (Computer)
  • sehr einfach updatebar (quasi tägliche Aktualisierung möglich)(entsprechende Funktionalität vorausgesetzt)
  • bidirektional (kein eindeutiger Sender und Empfänger), Rezipient wird auch zum Sender (Eingabe von „Fragen“), Interaktivität (entsprechende Funktionalität vorausgesetzt)
  • sehr einfache Verlinkung zu anderen Quellen, vor allem im Internet
  • Übertragung der Informationen in Offline-Zustand (CD/Ausdruck) relativ einfach möglich (entsprechende Funktionalität vorausgesetzt)

Schlussfolgerung, Vorschlag

Zielgruppe 1 sollte mit einem Buch angesprochen werden.
  • eingeschränkte Aktualität eines Printproduktes ist zu verschmerzen, Langlebigkeit der Informationen ist gewünscht
  • technisch beste Qualität für Farbfotos ist nur in einem Buch zu garantieren
  • Buch ist ein nachhaltiges, beständiges Medium (bleibt eine ganze Weile im Bücherschrank)
  • in Relation zur zu erwartenden Größe der Zielgruppe relativ wirtschaftlich

Zielgruppe 2 kann mit dem Internet besser bedient werden als mit einem Buch.
  • Als Arten-Beschreibungsseiten können die zum größten Teil schon vorhandenen Artikel im Wiki genutzt werden (Ausbau wird forciert).
  • Die Flexibilität des Mediums hält immer die Möglichkeit offen, das angebotene Artenspektrum auf größere Gebiete auszuweiten (Deutschland -> Mitteleuropa -> Europa)
  • die interaktiven Qualitäten des Internets können für flexiblere Bestimmungssysteme genutzt werden
  • Für offline-Anwendungen kann der Inhalt (aktueller Stand der Taxonomie) jederzeit ausgedruckt/abgespeichert werden (entsprechende Templates und Rechte vorausgesetzt)
  • technische Einschränkungen bzw. Qualitätseinbußen beim Selbst-Ausdruck sind verschmerzbar, weil es nicht vorrangig auf die Qualität der Fotos ankommt
  • eine Website ist in Relation zur zu erwartenden Größe der Zielgruppe die wirtschaftlichere Lösung
  • Updates können an angemeldete User auf Wunsch automatisiert als Newsletter versendet werden

Fazit

Eine Website „Weberknechte Bestimmen“ kann gut als Ergänzung (im Sinne von Erweiterung) neben einem Buch „Weberknechte Deutschlands“ stehen, ohne diesem Konkurenz zu machen. Leute, die auf das Thema aufmerksam werden, weil sie Weberknechte finden oder nach Informationen darüber suchen, bietet das Buch einen umfassenden einstieg in das Thema. Wer dabei bleibt und genauer bestimmen will, wird im Laufe der Zeit auf die Website umsteigen.

Leute, denen es vor allem um die Bestimmung geht, werden sich gleich für die Website entscheiden. Wenn sie das Thema aber begeistert, kaufen sie sich wahrscheinlich trotzdem zusätzlich das Buch.

Beide Medien können sich ergänzen. Die Website könnte eine größere Zahl von Arten bestimmen (Europaweit), während sich das Buch auf Deutschland beschränkt. Dafür bietet das Buch die umfassenderen Informationen in einfach strukturierter Form. Gleichzeitig können wir bei der Erstellung der beiden Kommunikationsprodukte Synergieeffekte nutzen, Informationen, Grafiken usw. können für beide Produkte genutzt werden usw.

Beide Produkte können stark miteinander verlinkt sein und gegenseitig füreinander Werben bzw. aufeinander verweisen und so ihre Stärken ausnutzen und Schwächen ausgleichen.



Ich habe bestimmt Dinge vergessen zu beleuchten. Ergänzungen sind willkommen.

Arno
« Letzte Änderung: 2012-02-19 13:36:19 von Arno Grabolle »

Lars Friman

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #1 am: 2012-02-19 14:21:18 »
Moin Arno,
sehr schön polemisch (führt aber sicher zum vorgewählten Ziel! Wenn das "große Buch"  
für die Gruppe 1 vorgesehen ist, steige ich aus dem Projekt aus. Die meisten Forunsmit-
glieder gehören aber mit Sicherheit nicht in die Gruppe 1.
Lars Friman    

Arno Grabolle

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #2 am: 2012-02-19 14:33:44 »
Die meisten Forunsmitglieder gehören aber mit Sicherheit nicht in die Gruppe 1.

Da irrst du dich sicher. Das stimmt nur, wenn man von den 10 Prozent Kerngruppe (täglich aktiver Mitglieder) ausgeht. Hast du mal in die Mitglieder-Liste geschaut (es sind aktuell um die 300 registrierte Profile)?

Arno

Sylvia Voss

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #3 am: 2012-02-19 15:50:36 »
Zitat
Lars :Moin Arno,sehr schön polemisch Wenn das "große Buch"  für die Gruppe 1 vorgesehen ist, steige ich aus dem Projekt aus

Hallo zusammen
@Lars warum willst Du nur immer gleich das Kind mit dem Bade ausschütten ?
Ich glaube, dass das, was Arno jetzt als Überlegung konzipiert hat gut ist und sinnvoll.
Die Einteilung in Gruppe 1 und 2 ist doch schematisch Lars. Ich bin mir sicher, dass auch Leute aus der Gruppe 2 wie : Studenten, Wissenschaftler und eben eine kleinere Gruppe Spezialisten aus unserem Forum das Buch kaufen und nutzen werden und ansonsten haben sie in einer wirklich sehr sehr guten Internetpräsentation (analog zu jener von UniBeCH) gerade für die Gruppe 2 doch etwas ganz Fantastisches! Auch Leute aus Gruppe 1 werden ab einem bestimmten Kenntnisstand (und den bekommen sie durch das Buch!) zunehmend mehr diese Internetpräsentation nutzen (und sich dann langsam zu "Mitgliedern" der Gruppe 2 hin entwickeln). Letzteres sollte Dich als Weberknecht - Spezi doch freuen!
Das von Arno entwickelte Modell ist doch insgesamt stimmig und wer sich für das Buch und die Weberknechte begeistern lässt, landet dann am Ende doch da, wo Du ihn gern haben willst. Die Internetpräsentation könnte vielleicht auch unter Deiner Oberhoheit stehen hm ? Wäre das nicht gut ?
Liebe Grüße
Sylvia
« Letzte Änderung: 2012-02-19 18:37:48 von Sylvia Voss »

Arno Grabolle

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #4 am: 2012-02-19 16:53:39 »
Danke Sylvia für die Zusammenfassung. Genau das wollte ich (unter anderem) sagen.

Arno

Jörg Pageler

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #5 am: 2012-02-19 19:56:53 »
Sehr gute Analyse, Arno.

Ich glaube, daß man mit der "großen Lösung" (Buch für Gruppe 1) auch eher Interessierte der Gruppe 2 ansprechen kann als umgekehrt. Im Buch soll die Bestimmung möglichst einfach und damit auch für Laien nach Fotos möglich sein. Das wird natürlich dazu führen, daß die Bestimmung bis zur Art allein auf den Tafeln nicht immer möglich ist. Die Tafeln geben somit in einigen Fällen nur eine möglichst genaue Richtung vor (z.B. Trogulus, Nelima etc.). Das Ergebnis hat danach auf den Artseiten überprüft und mit den dort aufgeführten Verwechslungsarten abgeglichen zu werden. Und das ist der Punkt, der das Buch auch für Fortgeschrittene und Profis interessant macht: Die detaillierten Beschreibungen der Merkmale auf den Artseiten (auch mikroskopische Merkmale).
Der umgekehrte Weg ist meiner Meinung nach nicht gangbar: Wenn die Bestimmung hauptsächlich durch "Bino-Merkmale" erfolgt und im Artteil nur wenige Lebendfotos gezeigt werden, müßte ein Laie für die Bestimmung blättern und vergleichen - es wäre für ihn keine Bestimmungshilfe und somit unattraktiv.

Jörg

Lars Friman

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #6 am: 2012-02-19 20:33:31 »
Moin Arno,

Zitat Jörg: "Der umgekehrte Weg ist meiner Meinung nach nicht gangbar".

Hiermit steige ich definitiv aus dem Projekt "Großes Buch" aus. So ist das allen beteiligten besser.

Lars Friman

Sylvia Voss

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #7 am: 2012-02-20 00:22:17 »
Zitat
Zitat Jörg: "Der umgekehrte Weg ist meiner Meinung nach nicht gangbar".

Nun, damit sagt Jörg meines Erachtens doch nichts anderes als Arno in seinem Beitrag. Für Laien (Gruppe1) ist es einfacher sich mit dem Buch zu orientieren. Wenn sie dann langsam zu Weberknecht- "Wissenden" werden, gehören sie schon zur Gruppe 2 und werden dann (überwiegend) die sehr wissenschaftliche Internetpräsentation nutzen. Natürlicherweise werden auch Leute aus Gruppe 2 das Buch erwerben und es nutzen.

Umgekehrt wird kaum ein Laie gleich mit der Internetpräsenz anfangen zu bestimmen, weil er das erstens gar nicht kann und zweitens, weil ihn das kirre machen würde (= der umgekehrte Weg)

Was ist daran also verwerflich oder animiert Dich Lars zum Hinschmeissen:
Zitat
Hiermit steige ich definitiv aus dem Projekt "Großes Buch" aus.
Es ging inzwischen so gut auch mit Dir gemeinsam voran und dieses Gemeinsame sollten wir doch nicht einfach so aufgeben. Finde ich.

Liebe Grüße
Sylvia

Arno Grabolle

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #8 am: 2012-02-20 00:34:25 »
Ich denke aber Lars kann gut auch mit Martin, Hay und anderen Spezialisten eine Projektgruppe bilden, die einen ausgefeilten Bestimmungsschlüssel (vielleicht mit den interaktiven Möglichkeiten des I-Net) entwerfen und umsetzen. Ohne natürlich den Kontakt zur Jörg-Gruppe zu verlieren. Kritik und Mitarbeit sind sicherlich weiterhin willkommen. Und beide Projekte sollten am Ende aus einer Hand kommen und sich gegenseitig stützen und verlinken.

Ich möchte der Profi-Gruppe aber wirklich raten, sich nicht unbedingt auf ein Buch zu versteifen. Ich sehe ein, dass ein ausgedrucktes, blätterbares „Buch“ für viele Leute noch große Vorteile hat. Aber ich würde es wirklich so hindrehen, dass sich das jeder selbst ausdrucken kann/muss. Damit lagert man die Druckkosten aus und jeder kann über die Qualität seines Ausdruckes selbst entscheiden.

Technisch gibt es dafür viele Möglichkeiten: z.B. selbst auf dem Laser daheim und Lochen und ab in den Aktenordner. Oder ein für den doppelseitigen Druck vorbereitetes PDF downloaden, damit zum besseren Copyshop gehen und alles ausdrucken und Binden lassen. Dann hätte man ein Buch in der Hand und das wäre erschwinglich. Empfehlungen für das Wie und Was des Ausdruckens kann die Website ja geben. 

Einen guten Online-Schlüssel sollte es meines Erachtens sowieso irgendwann geben. Das ist fast nötiger als jedes Buch, über das wir hier sprechen. Man schlüge damit viele Fliegen mit einer Klappe, oder wie der Arachnologe sagen würde: Man finge viele Fliegen in einem Netz.

Arno
« Letzte Änderung: 2012-02-20 00:39:50 von Arno Grabolle »

Lars Friman

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #9 am: 2012-02-22 18:28:43 »
Moin Arno,
was/wer ist die Jörg-Gruppe?
Lars Friman

P.S. Das hast Du das schön geschrieben: "Ich denke aber Lars kann gut"! Aber dann die Ratschläge...

Arno Grabolle

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #10 am: 2012-02-22 21:19:31 »
... alle die mitmachen wollen. Ich denke am Ende gehören viele mehr oder weniger zu beiden Gruppen, nur die beiden Projektleiter nicht: Du und Jörg.

Arno

Lothar Gutjahr

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #11 am: 2012-02-23 08:25:04 »
Moin,moin,

kann es denn sein, das wir hier mitlesen dürfen, wie sich ein Zwist anbahnt, der dazu führt, daß gar kein gemeinsames Projekt fertig wird ?
Daß Lars sein eigenes Süppchen kocht, hat er ja schon früher kund getan. Aber jetzt auch noch den anderen zur Alternative tendierenden sozusagen in die Suppe zu spucken, finde ich nicht gerade ermutigend. Bitte besinnt euch auf den Anfang des Ganzen.

nachdenkliche Grüße eines "aufmüpfigen Untertans" oder normalen Forenusers.

Lothar
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Jörg Pageler

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #12 am: 2012-02-23 11:52:22 »
Moin Lothar,

keine Bange, ich lasse mir den Spaß an dem Projekt nicht mehr verderben. Das wird schon. Es wird allerdings eine sehr langfristige Angelegenheit, da zur "Gruppe Jörg" bisher nur Arno, Katja und ich gehören. Eine Menge Arbeit, wenig Leute ...

Sachliche Anregungen und Hinweise sind jederzeit willkommen, aber es ist natürlich kontraproduktiv, wenn das Projekt als Ganzes immer wieder in Frage gestellt wird. Irgendwann ist der Moment da, an dem man sich für ein Konzept entscheidet, und dann haben diejenigen, die bereit sind, viel Zeit und Arbeit darin zu investieren, auch das letzte Wort und sagen, wo es langgeht, was gemacht wird, und wie es gemacht wird. Ansonsten würde man wirklich nie fertigwerden.
Und ich glaube, die Claims sind inzwischen abgesteckt. Lars hält nichts vom "großen" Buchprojekt, ich nichts von seinem. Dann sollte man sich auch aus dem jeweils anderen Projekt raushalten. Immer wieder zu fragen, warum man es nicht doch ganz anders machen sollte, bringen nichts. Aber wie gesagt: Bei fachlichen Fragen zu den Tieren ist Mitarbeit jeder Art natürlich willkommen.

Jörg

Sylvia Voss

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #13 am: 2012-02-23 12:19:50 »
Hallo Jörg
Zitat
da zur "Gruppe Jörg" bisher nur Arno, Katja und ich gehören.
Naja Hay doch auch punktuell ?!
Da ich ja nun wirklich Null Ahnung von Weberknechten habe, kann ich Euch nur anbieten Lektorenarbeit zu machen, wenn es dann soweit ist.
Und ich finde mit den Bestimmungsschlüsseln seid Ihr zusammen doch ganz gut vorangekommen bisher. Und mit der Zeit : oft geht es dann schneller als man denkt ;-)
LG
Sylvia
« Letzte Änderung: 2012-02-23 12:22:25 von Sylvia Voss »

Jörg Pageler

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #14 am: 2012-02-23 16:22:38 »
Hallo Sylvia,

Zitat
Naja Hay doch auch punktuell ?!

ja natürlich! Ohne Experten wären wir ja vollkommen aufgeschmissen! Ich hoffe auch, daß wir noch den einen oder anderen rekrutieren können. Dazu sollte man aber schon was Konkretes vorweisen können (ungelegte Eier begackert man nicht). Am besten wäre es wohl, wenn wir mal eine oder zwei Artseiten komplett fertigmachen; dazu eine Bestimmungstafel und vielleicht ein Kapitel aus dem allgemeinen Teil - damit man etwas zum Vorzeigen hat und man sieht, in welcher Form und Ausführlichkeit das Ganze angedacht ist.

Jörg

Arno Grabolle

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #15 am: 2012-02-23 20:20:14 »
Was auch mal eine Aufgabe wäre: Die grobe Aufteilung des Buches (Kapitel) mit den geschätzten Seitenzahlen. Damit wir mal ein Bild bekommen, aus welchen Bausteinen das Buch besteht. So ließe sich dann auch der Umfang relativ genau abschätzen und man könnte theoretisch auch schon Herstellungskosten kalkulieren lassen.

Arno

Jörg Pageler

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #16 am: 2012-02-23 21:37:50 »
Ja, das wäre sinnvoll. Am schwierigsten wird sein, die Seitenzahlen zu schätzen. Da werden wir im Laufe der Arbeit sicherlich einige Überraschungen erleben!

Jörg

Lothar Gutjahr

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #17 am: 2012-02-24 00:48:54 »
Moin Jörg,

inzwischen habe ich neben der Mikroskopie auch den bombenstabilen Reprostand für Lupenaufnahmen fertig. Wenn es transportfähige Präparate gibt, wo feststeht was fotografiert werden soll stehe ich bei Fuß. Ich hatte das ja ganz am Anfang schon mal angeboten. Die Aufnahmetechnik gipfelt derzeit in einer Sony NEX-5, welche auf dem Reprostand wie auch auf allen Mikroskopen adaptiert ist.
Wollte das nur noch mal erwähnen.

Guts Nächtle

Lothar
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Jörg Pageler

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #18 am: 2012-02-24 12:42:54 »
Moin Lothar,

danke für das Angebot! Mal sehen, was sich so ergibt. Wenn man einige der kleinen Bestimmungsmerkmale als Foto zeigen könnte, wäre das natürlich toll. Allerdings weißt Du ja: Es sollte nicht nach Präparaten aussehen - denn sonst würde ich lieber Zeichnungen nehmen wollen. Aber ich denke, wenn es um scharf ausgeschnittene Detailfotos von Augenhügeln, Palpen etc. geht, könnte man auch mit frischen Präparaten gute Ergebnisse erzielen, oder?

Kriegst Du Dein REM auch noch wieder in Schwung? So ein paar richtig extreme Ansichten von Stinkdrüsen oder Tarsengliedern etc. wären z.B. toll für das Anatomie-Kapitel (ich denke da an sowas).

Jörg

Lothar Gutjahr

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Re: Kommunikationskonzept Webernechte Deutschlands
« Antwort #19 am: 2012-02-24 16:58:38 »
Moin Jörg,

der Zufall will es und ich komme gerade aus der Halle nach Hause. Ich habe schon mal das zwischenzeitlich zugestellte REM freigeräumt. Ich will da die nächsten Wochen mal versuchen, den Stand den ich vor dem Umzug erreicht hatte wieder herzustellen. Das große Fragezeichen ist der Scintilator, den ich zwar repariert habe, der aber bis jetzt noch kein Hochvakuum gesehen hat. Da steckt sozusagen die ganze Krux.

Du solltest mir vielleicht mal einen Longleg schicken bei dem man mal ein paar kleine Details herausstacken kann. Das Makroskop,-so würde man es nennen, wenn ich ein Okular daran schrauben würde-, läßt sehr viele Möglichkeiten zu und dann könnte man ja mit Einfügen in ein anderes Foto noch etwas von der typischen Detailaufnahme wegkommen. Ich werde das Gerät mal fotografieren, damit du dir eine bessere Vorstellung machen kannst.

Gruß Lothar
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