Autor Thema: Diskussion "plumose Haare"  (Gelesen 18940 mal)

Lothar Gutjahr

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #60 am: 2012-08-24 20:40:26 »
Hallo Jonas,

ich bin für alle Arten offen. Und irgendwann kommt vielleicht der Knall, wo es sich klar aufzeigt, warum wer  Federn trägt. Ich bin für Exuvien und trockene Spinnenreste immer dankbarer Abnehmer. Gerne natürlich mit kleinem Zettel wer wie heißt,grins.

Schönen Abend

Lothar
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Lars Friman

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #61 am: 2012-08-24 21:34:22 »
Moin Lothar,
hast Du festgestellt, ob alle Beine einer Spinne die Plums-Haare tragen?
Lars Friman

Lothar Gutjahr

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #62 am: 2012-08-25 08:14:55 »
Hallo Lars,

nein das habe ich noch nicht getan, da ich zum Teil nur einzelne Beine zur Verfügung hatte und auch dort erst mal ganz unwissenschaftlich die Vermutung zu Grunde gelegt habe daß es da keine Unterschiede gibt. Die auf dem ganzen Körper "plumsbehaarte" T.domestica liegt hier links auf meiner Tastatur zum Austrocknen. Da kann ich aber sicherheitshalber mal alle achte kontrollieren und wenn wir schon in die Richtung denken, schau ich mir dir zu Liebe auch noch die restlichen Dinge wie Kiefertaster etc. an.

Ein schönes Wochenende zu euch hoch

Lothar
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Jonas Wolff

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #63 am: 2012-09-11 09:04:55 »
Moin Lothar,
grad gesehen bei Hyptiotes:

Lothar Gutjahr

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #64 am: 2012-09-11 09:23:20 »
Guten Morgen Jonas,

danke für den Querverweis. Auf diesem Bild sieht das ja beinahe wie echte Federn aus mit  vergleichsweise dicken Kielen. Genau anschauen muß ich das später; bekomme gleich eine Lieferung Küchenmöbel für das neue Domizil.

Gruß Lothar

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Martin Lemke

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #65 am: 2012-09-12 05:21:50 »
grad gesehen bei Hyptiotes:

Das ist interessant! Federhaare scheinen also kein reines Familien-Merkmal der Agelenidae zu sein. Textrix denticulata hat übrigens gar keine plumosen Haare.

Wurde die Aufnahme bei Hyptiotes unter Alkohol, Wasser oder trocken aufgenommen?

Martin
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Jonas Wolff

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #66 am: 2012-09-12 08:56:17 »
grad gesehen bei Hyptiotes:

Das ist interessant! Federhaare scheinen also kein reines Familien-Merkmal der Agelenidae zu sein.

Nein, bei Gnaphosiden habe ich sie auch schon gesehen (siehe einige Postings vorher).

Wurde die Aufnahme bei Hyptiotes unter Alkohol, Wasser oder trocken aufgenommen?

Trocken. Tier war aber noch relativ frisch.

Martin Lemke

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #67 am: 2012-09-17 11:19:59 »
Nein, bei Gnaphosiden habe ich sie auch schon gesehen (siehe einige Postings vorher).

Die Ergebnisse sollten irgendwo übersichtlich dargestellt werden. Ich habe nicht immer Zeit und Muße alle Postings zu lesen.

Heute habe ich eine juvenile Hyptiotes p. unterm Bino. Sieht aus, als lägen die plumosen Haare am Opisthosoma wie eine Daunenschicht unterhalb der sonstigen Behaarung. Auf den Hinterbeinen sind auch welche. Ich schaue später mal genauer.

Martin
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Jonas Wolff

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #68 am: 2012-09-17 11:36:05 »
@ Lothar:
Wenn du mal Zeit und Muße hast, such doch mal die Morphbank durch: http://www.morphbank.net/MyManager/?keywords=spider+seta
Stichworte z.B. "spider seta".

Lothar Gutjahr

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #69 am: 2012-09-17 13:23:17 »
Hallo Jonas,

danke für den link. Die ersten 7 von 103 Seiten habe ich schon mal überflogen. Der Rest muß warten. Aber das ist schon eine tolle Sammlung ! Nun warte ich noch auf den Durchbruch mit der Beleuchtung um annähernd in die Vergrößerung lichtmikroskopisch vorzudringen. Auch fehlt vermutlich noch das richtige Objektiv ?

Gruß Lothar
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Jonas Wolff

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #70 am: 2012-09-17 14:46:35 »
Lothar, du kannst, wenn du auf die Dateinamen klickst, genauere Informationen zu den Objekten finden. Da hast du dann neben der Spezies (die einem in den meisten Fällen nichts sagt, da fremdländische Arten) auch die Familie und kannst dann schon mal eine Liste erstellen, wo es sich lohnen würde näher zu gucken.

Lothar Gutjahr

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #71 am: 2012-09-27 23:57:25 »
Hallo,

ich wollte es nicht glauben und habe schon Ausschlussversuche gegen optische Artefakte gemacht. Aber es ist so, die plumosen Haare sind nichts spinnespezifisches. Heute Abend habe ich unter großen Anstrenguungen mit der Beleuchtung wenigstens ein schlechtes Stackingbild machen können.

Und wo ? In den "Augsbrauen" einer Honigbiene ! Das Foto entstand über dem Augenwinkel der Biene und zeigt klipp und klar diese plumosen Haare.

Bausch & Lomb 50x U.L.W.D. vor Sigma 105 mm an NEX-5


Interessant ist auch die Behaarung auf den Augen der Biene.
Vor lauter Schreck habe ich vergessen die Größe der Haare zu messen.

Gruß Lothar

Nachtrag: In dem Foto wimmelt es von kreuzförmigen Sternchen. Das sind die bei diesen Vergrößerungen entstehenden Beleuchtungsartefakte, welche selbst bei diffuser Beleuchtung noch an glänzenden Stellen entstehen und so einen Stack vermiesen können.
« Letzte Änderung: 2012-09-28 00:03:17 von Lothar Gutjahr »
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Lothar Gutjahr

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #72 am: 2012-09-29 00:45:51 »
Und das lässt euch kalt ?
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Jonas Wolff

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #73 am: 2012-10-05 13:51:38 »
Hallo Lothar,
Haare, die mit feineren "Häärchen" besetzt sind, sind bei Arthropoden nichts Ungewöhnliches. Um eine Homologie zu klären müsste man sich die Feinstruktur anschauen. Im Bild sieht man schon, dass die Haare eine andere Struktur haben.

Im Anhang mal ein Detail einer plumosen Seta von einem Malthonica ferruginea Weibchen.

Lothar Gutjahr

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #74 am: 2012-10-05 22:10:20 »
Guten Abend Jonas,

danke für die REM Aufnahmen. Zeigen die doch auf, wo ich gerne lichtmikroskopisch hinmöchte. Das Hauptproblem ist dabei die Beleuchtung.
Übrigens, falls du zufällig mal auf einen "Verrückten" stoßen solltest , der gerne an einem REM herumschrauben möchte, für 550,-Euro gebe ich mein Leitz-Akashi ab. Inklusive fettem Trafo 230 Volt nach 127 und Vakuumvorpumpe.

Gruß Lothar
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Jonas Wolff

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #75 am: 2012-10-05 23:15:37 »
Moin Lothar,
ich dachte, du wolltest das REM in Stand setzen!

Lothar Gutjahr

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #76 am: 2012-10-06 10:20:15 »
Ja Jonas,

das dachte ich auch. Aber zum 1.11.ten ziehen wir um und ich gebe die extra Büroräume im Nachbardorf auf und da müßte ich auf andere wichtigen Dinge verzichten. Mit rund herum Wartungszugang sind halt schnell 6 m² weg. Um so interessanter ist es daher an der Beleuchtungstechnik für winzige Objekte zu feilen, um wenigstens das was mit Licht noch zu packen ist in den Griff zu bekommen.Versuchsweise biete ich die Mikro-Makro und Stackingarbeit mal als Dienstleistung in meinem Ing.-Büro an. Mal sehen ob die Milchbauern ringsherum Bedarf haben, grins. ( gibt aber schon einige Firmen im BGL und Chiemgau, die Bedarf haben könnten)

Ein schönes Wochenende aus dem spätsommerlichen BGL

Lothar
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Martin Lemke

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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #77 am: 2012-10-10 11:31:05 »
Um so interessanter ist es daher an der Beleuchtungstechnik für winzige Objekte zu feilen, um wenigstens das was mit Licht noch zu packen ist in den Griff zu bekommen.

Hierzu eine ältere Idee:
Nur kurzwelliges Licht verwenden (Blau) und Bilder in S/W entwickeln. Aber ob das eventuell mit den Linsenoptimierungen kollidiert, weiß nur der Inschinjör.

Martin
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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #78 am: 2012-10-10 17:12:44 »
Ja Martin,

Das mit der Verwendung kurzwelligerem Lichtes ist bekannt das zielt aber in erster Linie auf naximale Vergrößerung. Wenn man monochromes, sprich Laserlicht verwendet klingt das sogar besonders vielversprechend . Erste Versuche zeigen aber schnell, daß die dabei üblichen Speckles einem das Leben schwer machen. Als Zwischenlösung bietet sich heutzutage kräftiges LED-Licht von kurzer Wellenlänge an. Die 10 Watt blau Dioden harren ihrer ersten Versuche.  UV empfiehlt sich dabei weniger, da man dazu sinnvollerweise Quarzoptik verwenden müßte. ( gibt es aber) Ein Ansatz zur Verwendung eines Laser als Lichtquelle ist das "Durchmischen" der Speckles mittels eines Piezzoschwingers. Die Bauteile sind bereits vorhanden, der Platz zum experimentieren damit kommt erst. Mal schaun, was sich da noch tut.

Gruß Lothar
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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #79 am: 2012-10-11 01:33:25 »
"Speckles" klingt lecker, meint aber vermutlich ganz anderes. Aber was!?

Martin
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Re: Diskussion "plumose Haare"
« Antwort #80 am: 2012-10-11 09:52:18 »
So ein "Speckle mit Rührei" zum Frühstück wäre auch nicht schlecht. Aber gemeint sind die gesprenkelten Abbildungen, die mit koherentem Licht entstehen.

Siehe beispielsweise hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Speckle  Speckle ist also eher plattdeutsch als schwäbisch, grins.

Gruß Lothar
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