Autor Thema: Agyneta innotabilis/subtilis => Agyneta rurestris  (Gelesen 2626 mal)

Martin Lemke

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Das Tier hat eine Gesamtlänge von 1,8 mm, Prosomalänge 0,75 mm.
Beine Gelb, ansonsten dunkelgrau bis schwarz.
Die Chelizerenbezahnung weicht vom Üblichen ab: Vorderer Falz: 1 Zähnchen, hinterer: 4 Zähnchen, schade dass diese Info weder in Wiki, noch bei den SpiEu erwähnt wird. Wiehleformel 2-2-2-2 eindeutig.

Der Stäubli-Schlüsse führte zu den im Betreff genannten; auf Agyneta kam ich wegen der Form des Pedipalpus auch vor Konsultation der Uni Bern. Aber von da an komme ich nicht weiter. Die Lamella ist sehr einfach. Vorn oben eine geringfügige Spitze; mehr nicht. Vielleicht kann Harald mal drauf schauen?

Martin
« Letzte Änderung: 2014-11-29 17:37:53 von Martin Lemke »
DAS waren noch Zeiten: Nowegen 2011.

Martin Lemke

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Re: Agyneta innotabilis/subtilis
« Antwort #1 am: 2014-10-08 11:01:55 »
Laut Stäubli-Schlüssel sind die HMA bei A. innotabilis sehr groß. Damit scheidet diese Art schon mal aus. A. subtilis hat der Stäubli-Schlüssel schon raus geschmissen, aber die anderen Agyneta-Arten haben eine komplexe Lamella, aber mein Tier nicht.

Martin
« Letzte Änderung: 2014-12-13 07:22:53 von Martin Lemke »
DAS waren noch Zeiten: Nowegen 2011.

Harald Løvbrekke

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Re: Agyneta innotabilis/subtilis
« Antwort #2 am: 2014-10-08 20:49:41 »
Hello

I can not see clearly lamella characteristic which is the best characteristic to distinguish these species. If it is one of the two species you mention can be separated on the big eyes of A. innotabilis but also on TM1. A. innotabilis from 0.24 to 0.32
A. subtilis 0.75-0.85. Can you get a picture of the lamella becomes easier to find the right kind.

Regards
Harald

Martin Lemke

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Re: Agyneta innotabilis/subtilis
« Antwort #3 am: 2014-10-12 10:28:33 »
Die Lamella hatte ich versucht mit dem obigen Padipalpus zu fotografieren. Sie ist wirklich kaum zu erkennen, selbst bei 120x Vergrößerung. Ich habe mal versucht, sie zu zeichnen.

Mit dem TM1 ist es genauso schwierig. Die Trichobothrien sind auf dem 0,5 mm langen Metatarsus kaum zu erkennen. Ich habe folgendes ausgemessen: 0.2, 0.25, 0.35 also: TmI: 0.2-0.35

Kommen wir da weiter? Eventuelle kommen auch andere Agyneta sp. in Frage.

Martin
DAS waren noch Zeiten: Nowegen 2011.

Harald Løvbrekke

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Re: Agyneta innotabilis/subtilis
« Antwort #4 am: 2014-10-30 00:23:50 »
Hi


For the latest information and drawing of the lamella characteristica, this must be

Agyneta (meioneta) rurestris.


Regards,

Harald

Martin Lemke

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Re: Agyneta innotabilis/subtilis
« Antwort #5 am: 2014-10-30 08:59:34 »
Takk, Harald!

Theo Blick hat das auch vermutet/
Theo Blick har også blitt foreslått.

Martin
DAS waren noch Zeiten: Nowegen 2011.

Guido Gabriel

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Re: Agyneta innotabilis/subtilis => Agyneta rurestris
« Antwort #6 am: 2014-12-12 13:49:15 »
Komischerweise bin ich mit dem Schlüssel von Anna St. auch nie auf Agyneta rurestris gekommen. Irgendetwas scheint da defintiv nicht zu stimmen.
Meistens sind es die unzuverlässigen Angaben zu den Augen, das wird im Bestimmungsschlüssel auch ausdrücklich als unsicheres Merkmal angegeben.

LG Guido

Arno Grabolle

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Re: Agyneta innotabilis/subtilis => Agyneta rurestris
« Antwort #7 am: 2014-12-13 10:28:23 »
Tja, Augen auf bei der Benutzung des Schlüssels ;) Ich verwende Angeben zu den Augen auch fast nie. Nur wenn es extreme Besonderheiten sind. Mit diesen Abstandsangaben der hinteren Mittelaugen habe ich mir auch schon die Finger verbrannt. Man weiß auch oft nicht genau, wo man messen soll, wo genau der Rand des Auges ist. Und die Größe und Stellung der Augen scheint mir im Allgemeinen bei Spinnen variabler zu sein, als gedacht. Man schau sich nur mal verschiedene Porrhomma-Arten an, bei denen die Augen „manchmal reduziert“ sind.

Im Allgemeinen ist das Geheimnis für Annas schlüssel wohl eher: weniger ist mehr. Wenn man zu viele Merkmale angibt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man irgendwo aus versehen die Zielart ausgegrenzt hat. Ich gebe üblicher Weise nur um die 4 Merkmale an.

Arno