Autor Thema: Australien 2017  (Gelesen 18378 mal)

Michael Schäfer

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Re: Australien 2017
« Antwort #60 am: 2017-03-27 08:18:37 »
Hallo Arno,

nun sieht man die flache "Ausführung" tatsächlich besser. Sieht wirklich toll aus! Allerdings ist das nächste Exemplar - trotz ziemlicher Alterserscheinungen - ab jetzt mein Favorit. Die Frontale sieht ziemlich spektakulär aus. Ist das eine Drohgebärde?

Gruß
Micha
Meine neusten Foto-Projekte zeigen Springspinnen aus Fuerteventura und Kreta.

Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #61 am: 2017-03-27 08:27:06 »
@Martin: zweiteres natürlich ;)
Ich frage mich, ob sie diese Kralle einklappen können, wie ein Taschenmesser.

@Micha: Ich glaube nicht, dass sie abgewetzt war. Die sahen immer so aus – auf den 1. Blick fast schwarz. Es gab ähnliche Arten, die nicht so extrem flach aber behaarter waren.
Drohgebärde eher nicht. Eher suchende Bewegungen. Sie konnte ihre Riesen-Muskel-Beine gar nicht anders halten.

Arno

Katja Duske

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Re: Australien 2017
« Antwort #62 am: 2017-03-27 08:53:38 »
Wann seid ihr denn bei eurer Vermieterin in Sydney unter die Terrasse gekrabbelt, damit Atrax euch finden konnte?

Katja

Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #63 am: 2017-03-27 18:57:51 »
Gleich zu Anfang natürlich, es war glaube ich die 2. Nacht. Wenn schon, denn schon. Es ist aber keine Atrax geworden, sondern nur eine ungiftige Verwandte (denke ich).

Atrax hatten wir nur im Museum und in freier Wildbahn nur juvenile.

Arno

Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #64 am: 2017-03-27 22:35:00 »
Wer findet heraus, zu welcher Familie diese Spinne gehört? Gefunden in Wiese in der Nähe eines Stausees hinter den Blue Mountains.
Spider Australia_001.jpg
*Spider Australia_001.jpg (106.81 KB . 1000x500 - angeschaut 316 Mal)


Arno

Simeon Indzhov

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Re: Australien 2017
« Antwort #65 am: 2017-03-27 22:54:16 »
Pisauridae? Oder noch schlimmer: Zoropsidae? (Ich tendiere zur Ersteren jedoch wegen Zeichnung, Form, usw)
Simeon

Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #66 am: 2017-03-27 23:18:24 »
Nein, beide nicht. Ganz eindeutig Scopulae ...

Ein zweites Bild:
Spider Australia_002.jpg
*Spider Australia_002.jpg (105.35 KB . 1000x871 - angeschaut 267 Mal)

Arno

Katja Duske

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Re: Australien 2017
« Antwort #67 am: 2017-03-28 07:45:40 »
Sieht aus wie Tibellus...

Katja

Eveline Merches

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Re: Australien 2017
« Antwort #68 am: 2017-03-28 07:48:18 »
Wollte ich auch gerade schreiben.  :)

Eveline
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Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #69 am: 2017-03-28 08:06:09 »
... das wäre ja zu einfach gewesen ;) Es ist eine Zoridae ... eigentlich Zorinae innerhalb der Miturgidae, denn die Zoridae sind in die Miturgidae integriert worden. Die Gattung heißt scheinbar Thasyraea.

Arno

Eveline Merches

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Re: Australien 2017
« Antwort #70 am: 2017-03-28 16:57:02 »
Immerhin fängt sie auch mit T an ....
Ahme den Gang der Natur nach. Ihr Geheimnis ist Geduld.

Jörg Pageler

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Re: Australien 2017
« Antwort #71 am: 2017-03-28 18:21:18 »
Immerhin fängt sie auch mit T an ....

Und der zweite Buchstabe ist ein h, kommt also direkt vor i, und das folgende a ist ja schon fast ein b ... von daher würde ich sagen, man kann Tibellus gelten lassen.  ;D

Jörg

Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #72 am: 2017-03-28 19:32:23 »
;) ;) ;) schöner Humor! Danke Jörg für einen echten Lacher. Ich mag das sehr. Man muss nur aufpassen – ich habe es schon erlebt, dass sich Leute davon persönlich angegriffen gefühlt haben.

Arno

Katja Duske

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Re: Australien 2017
« Antwort #73 am: 2017-03-28 21:31:17 »
... von daher würde ich sagen, man kann Tibellus gelten lassen.  ;D

Jörg

Das sehe ich auch so.  :D

Katja

Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #74 am: 2017-03-28 23:46:00 »
Diese Amaurobioides spec. (Anyphaeinidae(!) hatte Jonas aus Tasmanien gesammelt (Diese und ein paar weitere Tasmanier haben wir im Kühlhaus des Labors gefunden. Jonas war ein paar Wochen vor unserer Ankunft in Australien dort Spinnen sammeln.). Die Art lebt im Brandungs-/Überschwemmungsbereich felsiger Küsten in Segestria-artigen Netzen, in denen sie sich überschwemmen lassen.
Amaurobioides-spec_Tasmanien_17-02_01.jpg
*Amaurobioides-spec_Tasmanien_17-02_01.jpg (207.59 KB . 1000x712 - angeschaut 259 Mal)

Und eine spektakulär gefärbte aber sehr kleine Corinnidae. Die konnte ich leider nur unter Betäubung fotografieren (falls die fehlende Körperspannung jemandem auffällt)
Corinnidae-spec_BlueMountains_17-02_01.jpg
*Corinnidae-spec_BlueMountains_17-02_01.jpg (133.13 KB . 1000x612 - angeschaut 260 Mal)
Corinnidae-spec_BlueMountains_17-02_01-detail.jpg
*Corinnidae-spec_BlueMountains_17-02_01-detail.jpg (232.14 KB . 1000x800 - angeschaut 253 Mal)

@Jonas: Weißt du noch, woher die war? Die hattest glaube ich du gesammelt.

Arno

Martin Lemke

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Re: Australien 2017
« Antwort #75 am: 2017-03-28 23:59:26 »
Irre, wie schön Spinnen sein können!

Martin
DAS waren noch Zeiten: Nowegen 2011.

Jörg Pageler

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Re: Australien 2017
« Antwort #76 am: 2017-03-29 00:21:56 »
Die Corinnidae ist wirklich phantastisch! Eine Spinne mit einem Sternenhimmel auf dem Prosoma kannte ich bisher auch noch nicht.

Jörg

Armen Seropian

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Re: Australien 2017
« Antwort #77 am: 2017-03-29 17:08:52 »
Fantastic Corinnidae !
A quick google search ended up with similar looking spider named Poecilipta kohouti, so maybe the genus is the same :)

Sylvia Voss

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Re: Australien 2017
« Antwort #78 am: 2017-03-29 23:14:29 »
Diese fantastische Corinnide ist nun mein Top- Favorit, das wird schwer das jetzt noch zu überbieten, die ist wirklich wunderschön!  :)
LG
Sylvia

Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #79 am: 2017-03-30 00:05:21 »
@Sylvia: warts ab : 😉

@Armen: Sounds and looks good. It seems to be a match.

Arno

Jonas Wolff

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Re: Australien 2017
« Antwort #80 am: 2017-03-30 07:31:37 »
@ Arno: Und dabei warst du znaechst gar nicht besonders angetan von dem Vorschlag diese Corinnidae zu fotografieren :-D

Grossartige Bilder einiger meiner Lieblingsspinnen. Man muss dazu bemerken, dass viele diese Arten so gut bzw. ueberhaupt zuvor nicht dokumentiert worden sind! Ich hoffe, einige Fotos finden ihren Platz in einen australischen Spinnenfuehrer.

Dieser "Nagelfuss" kommt bei den Gradungiliden nur im Beinpaar 1 und 2 vor. Die Hinterbeine haben ganz normale Krallen. Im Beutefang werden diese Riesenkrallen wie Haken eingesetzt um die Beute zu packen, wie ich einmal beobachten konnte. Ich denkeschon, dass sie sich ganz einklappen lassen, das laesst sich aber leicht herausfinden. In dem Fall waere es ein richtiges Raubbein, wie bei einer Gottesanbeterin.

Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #81 am: 2017-03-30 08:19:18 »
Und dabei warst du znaechst gar nicht besonders angetan von dem Vorschlag diese Corinnidae zu fotografieren :-D

Jaja, ich dachte, das könnte unerwähnt bleiben ;)

In dem Fall waere es ein richtiges Raubbein, wie bei einer Gottesanbeterin.

Ich versuche mir immer vorzustellen, ob das mit einer Beutespezialisierung zu tun haben könnte. Denn solche weitreichenden anatomischen Anpassungen sind bei Spinnen ja eher selten und wenn, dann meist mir Neutespezialisierung korreliert (z.B. Cheliceren der Dysderiden, Fangbeine der Palpimaniden). Oder zumindest einer speziellen Fangtechnik. Und warum gibt es das nur (noch) bei so wenigen Arten. War das Modell nicht erfolgreich?

Arno

Martin Lemke

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Re: Australien 2017
« Antwort #82 am: 2017-03-30 08:20:39 »
Das klingt, als sei vieles elementare bei den australischen Spinnen noch ziemlich unbekannt.

Martin


:: Arno hat "dazwischen gefunkt". Ich beziehe mich auf Jonas' Beitrag.
DAS waren noch Zeiten: Nowegen 2011.

Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #83 am: 2017-03-30 08:27:28 »
@Martin: Ja, die Artenkenntnis des gesamten Raumes (einschließlich der zoogegraphisch verwandten Regionen Südamerikas) ist sicherlich noch wesentlich geringer, als die in Europa oder Asien. Viele Familien, die ihren Verbreitungsschwerpunkt dort unten haben, scheinen noch unsicher definiert zu sein und werden auch in jüngerer Zeit immer wieder verschoben und umsortiert (siehe z.B. Miturgidae/Zoridae).

Arno

Jonas Wolff

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Re: Australien 2017
« Antwort #84 am: 2017-04-01 12:32:23 »
Diese Amaurobioides spec. (Anyphaeinidae(!) hatte Jonas aus Tasmanien gesammelt (Diese und ein paar weitere Tasmanier haben wir im Kühlhaus des Labors gefunden. Jonas war ein paar Wochen vor unserer Ankunft in Australien dort Spinnen sammeln.). Die Art lebt im Brandungs-/Überschwemmungsbereich felsiger Küsten in Segestria-artigen Netzen, in denen sie sich überschwemmen lassen.
Amaurobioides-spec_Tasmanien_17-02_01.jpg
*Amaurobioides-spec_Tasmanien_17-02_01.jpg (207.59 KB . 1000x712 - angeschaut 259 Mal)

Arno

Da Arno jetzt Amaurobioides litoralis gezeigt und angesprochen hat, bin ich mal so frei hier ein paar Bilder der Art vom Fundort in der Pirate Bay in Tasmanien zu posten, auch wenn es mit John's und Arno's Exkursion nichts zu tun hat.
Die Gattung ist über die ganze Südhalbkugel in den gemäßigten Breiten verbreitet und ausschließlich an der direkten Küstenlinie zu finden. In Australien kommt sie nur in Tasmanien vor. Es ist nur die eine Art beschrieben, aber es wird vermutet, dass es mehrere Arten sind.
Die Tiere waren in dichten Gespinstsäcken in engen Felsspalten. Am Anfang habe ich vergeblich gesucht, nur um festzustellen, dass bei kommender Ebbe auf einmal unzählige Säcke auftauchten. Die Tiere sitzen tagsüber tief drinnen. Man bekommt sie heraus, wenn man mit einem dünnen, festen Zweig von hinten in den Sack stochert, dann fliehen sie aus der Öffnung. Ein Tier fiel mir ins Wasser. Es konnte auf der Oberfläche laufen, aber etwas unbeholfen, nicht so wie Dolomedes etc. Frei laufend scheinen sie sich immer mit einem Sicherheitfaden abzusichern, der ihnen wahrscheinlich hilft schnell wieder an Land zu kommen. Ich habe sie aber nie freiwillig ihre Säcke verlassen sehen. Ich habe auch nachts nochmal die Tiere beobachtet und da saßen alle (bei Ebbe) an den Sack-Eingängen, offenbar in Lauerstellung. Was sie fressen ist unklar. Im Habitat kommen massenweise Meer-Asseln vor, und diese verdickten nach vorn gerichteten Cheliceren könnten eine Anpassung an diese Beute sein, so wie man das von einigen Dysdera-Arten kennt. Auf "vor die Nase" gescheuchte Asseln gab's aber keine Reaktion. In Gefangenschaft habe ich noch einige, aber Füttern war bis jetzt erfolglos.


Wenn Arno erlaubt, dass ich seinen Thread "missbrauche" und falls gewünscht kann ich noch ein paar Australien-Eindrücke posten (ist zu wenig für einen eignen Exkursionsbericht).

Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #85 am: 2017-04-01 18:09:32 »
Wow, das ist toll, den Lebensraum der Art zu sehen. Sieht nicht so lebensfreundlich aus.

Ich habe solche Küstenhabitate auch schon untersucht, auf den Kanaren, Südeuropa, Ecuador. Da gab es auch Wasserasseln, aber leider nicht solche interessanten Spinnen.

Ich zweifle etwas an der Wasserassel-Theorie. Das wäre zu einfach. Und die Cheliceren scheinen nicht lang genug zu sein, zu kräftig, klobig. Gab es da Flohkrebse?

Poste nur, was du willst. Das sind ja alles nur Vor-, Nach- und Nebenexkursionen zu unserer ;)

Arno
« Letzte Änderung: 2017-04-07 14:18:26 von Arno Grabolle »

Martin Lemke

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Re: Australien 2017
« Antwort #86 am: 2017-04-02 00:25:49 »
Für mich gehören Jonas' Ergänzungen zu dem, das wir hier lesen und sehen wollen. Es ist also vollkommen OK, ergänzendes hinzu zu fügen, finde ich.

Berndt Heydemann schrieb schon in den 1960er Jahre über Spinnen im Meer. Darum sollten solche Habitate nicht verwundern, weil Spinnen anscheinen locker eine volle Tide lang unter Wasser ausharren können. Aber ich staune trotzdem und geben zu, solche Habitate bislang überhaupt nicht auf Spinnen hin untersucht zu haben.

Martin
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Jonas Wolff

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Re: Australien 2017
« Antwort #87 am: 2017-04-02 05:49:09 »
Ok, dann mache ich hier mal weiter mit einer anderen spannenden Spinnenstory.

Im tropischen Teil von Queensland sind Weberameisen sehr häufig. Sie sind sehr aggressiv and auf dem ersten Bild sieht man, dass sie auch große Sparassiden überwälten. Die Tiere bauen Nester aus Seide im Laub von Sträuchern (die Seide wird von den Larven produziert. Die Arbeiter tragen die Larven mit den Mandibeln und halten sie an die Stellen, o Seide angesponnen werden soll). Aus Interesse, wie so ein Nest aufgebaut ist, fing ich an eines zu öffnen. Zu meiner großen Überraschung kamen neben den Ameisen auch Springspinnen heraus. Diese Art hatte eine ähnliche Farbe wie die Ameisen, aber ansonsten nicht weiter ameisenimitierend (es gibt Arten von Krabbenspinnen, die diese Ameisen rel. gut imitieren). Im Wissen um die Gefährlichkeit dieser Ameisen verwunderte es mich doch sehr stark, wie eine Salticide in deren unmittelbarer Umgebung überleben kann, zumal sie direkt aus dem Nest gekommen zu sein schien.
Später fand ich heraus, dass es sich um die Art Cosmophasis bitaeniata handelte, die eng mit der Weberameise Oecophylla smaragdina assoziiert ist. Die Spinnen produzieren ein Pheromon, dass sie für die Ameisen als ihresgleichen erscheinen lässt. Unterschiedliche Ameisen-Kolonien unterscheiden sich im Geruch und die Spinnen, aus unterschiedlichen Ameisen-Kolonien unterscheiden sich dementsprechend auch in ihrem spezifischen Geruch. Besonders gewieft ist, dass sich die Salticiden von den Ameisenlarven ernähren. Die Larven werden normalerweise unter Arbeitern herum getragen und weiter gereicht und da die Ameisen die Spinnen für Arbeiter halten übergeben sie ihnen bereitwillig die Larven. Das funktioniert natürlich nur, wenn nur einzelne Spinnen in den Kolonien leben, sodass es nicht weiter auffällt.

Jürgen Guttenberger

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Re: Australien 2017
« Antwort #88 am: 2017-04-02 07:24:08 »
ganz großes Kino,
bitte weiter damit!

Jürgen

Arno Grabolle

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Re: Australien 2017
« Antwort #89 am: 2017-04-02 10:34:42 »
Wow, echtes Schmarotzertum. Und das von Springspinnen!

Das, was die Weberameisen mit den Raupen machen erinnert mich stark daran, was du mit den Spinnen machst, um sie zur Produktion von Haftpunkten zu bewegen. Du hast deine methodik also nicht selbst entwickelt, sondern in der Natur abgeschaut? ;)

Arno