Autor Thema: Scytodes thoracica halten  (Gelesen 1241 mal)

Jessica Lehmann

  • Beiträge: 15
Scytodes thoracica halten
« am: 2017-05-26 12:30:45 »
Hallo,
 
ich, die eigentlich Spinnen fürchtet, habe meine Liebe zur Speispinne entdeckt.
Wir scheinen hier in unserem Haus ein Nest zu haben, denn immer wieder läuft mir ein Exemplar über den Weg. Irgendwie hält sich meine Angst bei dieser Spinne total im Hintergrund und da ich sowieso eine Faszination für alles habe was mir Angst macht, habe ich mir überlegt die beiden Exemplare die mir Gestern über den Weg gelaufen sind für eine Zeit zu behalten. Hier meine Fragen:

Ist es überhaupt erlaubt diese Tiere zu Halten?

Wie oft muss man sie füttern?

Kann man mehrere Exemplare in einem Behältnis halten, oder würden sie sich attackieren?

Wie unterscheide ich Männchen von Weibchen?

Und ist es möglich/erlaubt diese Art in Gefangenschaft zu züchten?

Vielen Dank schonmal im Voraus!

LG Jessica
« Letzte Änderung: 2017-05-26 21:29:37 von Katja Duske »

Stefan Rehfeldt

  • ***
  • Beiträge: 754
Re: Scytodes Thoracica halten
« Antwort #1 am: 2017-05-26 14:12:01 »
Hallo Jessica,

Scytodes kannst du ohne Probleme selber halten (ist ja eine einheimische, häufige Art - wenn man sie auch nicht in jeder Wohnung findet). Das Gefäß brauch dazu gar nicht mal sonderlich groß zu sein - meistens reichen schon z.B. die einfachen Heimchen-Kunststoffboxen mit Luftlöchern aus. Als Futter eignen sich z.B. Drosophila oder sonstige kleine Fliegen. Es ist keine tägliche Fütterung nötig, da die Tiere (wie viele Spinnenarten) recht genügsam sind und teilweise mehrere Tagen oder sogar Wochen ohne Nahrung auskommen können. Generell würde ich die Tiere lieber einzelnd hältern, da Kannibalismus des Öfteren vorkommen kann. Willst du sie versuchen zu züchten, kannst du ja mal ein Männchen zu einem Weibchen setzen und beobachten. Die Männchen haben deutlich längere Beine als die Weibchen und haben verdickte Pedipalpen (bei Scytodes langgezogen). Die Art ist nachtaktiv und sehr heimlich. Eine kleine Versteckmöglichkeit im Hälterungsgefäß wäre sinnvoll. Schaue für weitere Informationen zur Art auch ins Wiki: http://wiki.arages.de/index.php?title=Scytodes_thoracica .

VG, Stefan


Jörg Pageler

  • Gast
Re: Scytodes Thoracica halten
« Antwort #2 am: 2017-05-26 19:08:35 »
Hallo Jessica,

ich habe Speispinnen auch auch schon gehalten. Es lohnt sich!
Ich hatte sie mehrere Monate lang erfolgreich in einer Brotdose untergebracht, in die ich ein zerknülltes Tempotaschentuch als Versteck gelegt hatte - in den Falten hielten sie sich auch meistens auf. Wasser brauchen sie nicht extra.
Mit Fliegen und Mücken als Beute taten sie sich oftmals schwer. Am liebsten wurden Silberfischchen angenommen. Einfach lebend mit rein in die Box und den Rest der Spinne überlassen.  8)

Viele Grüße,
Jörg

Simeon Indzhov

  • ****
  • Beiträge: 2468
  • neue E-Mailaddresse
Re: Scytodes thoracica halten
« Antwort #3 am: 2017-05-26 22:14:15 »
Ich hatte letztes Jahr meine mit Spinnen (Zilla diodia, Metellina und sogar eine größere als sie Philodromus dispar), aber auch die oben genannten Möglichkeiten taugen.
Simeon

Jonas Wolff

  • Aktive Mitarbeiter
  • *****
  • Beiträge: 1449
Re: Scytodes thoracica halten
« Antwort #4 am: 2017-06-01 14:02:04 »
Grillenlarven aus dem Zoofachgeschaeft gehen auch. Nur den Fangvorgang kann man in der Regel nicht beobachten, da das zumeist im Dunkeln stattfindet.

Arno Grabolle

  • ******
  • Beiträge: 14437
    • mein g+
Re: Scytodes thoracica halten
« Antwort #5 am: 2017-06-01 14:28:07 »
Also bei mir haben alle möglichen Scytodes-Arten ihre Beute unabhängig von der Tageszeit angenommen. Wenn sie hungrig sind, spucken sie auch bei Licht ;)

Arno

Jonas Wolff

  • Aktive Mitarbeiter
  • *****
  • Beiträge: 1449
Re: Scytodes thoracica halten
« Antwort #6 am: 2017-06-03 02:53:43 »
Hast du das "Spucken" beobachten koennen?

Arno Grabolle

  • ******
  • Beiträge: 14437
    • mein g+
Re: Scytodes thoracica halten
« Antwort #7 am: 2017-06-03 09:12:42 »
Ja, klar. Es geh natürlich zu schnell, um es wirklich zu sehen. Aber man sieht, wie sich die Spinne der Beute zuwendet, zielt und sie anspuckt, t.w. auch mehrfach hintereinander, wenn sie sich noch zu stark bewegt.

Arno