Autor Thema: Blitzen: Das Ende des Massenverbrauchs an Linthium-Batterien  (Gelesen 167 mal)

Martin Lemke

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Das Nikon-Macroblitzsystem hat ausgedient. Zumindest, was die gestackten heimischen Genital-Fotos betrifft. Wie schon an anderer Stelle berichtet, nahm mein Verbrauch an Linthium-Batterien bereits Dimensionen an, die nachdenklich machen. Einerseits, weil immer wieder unterbelichtete Fotos im Stack enthalten waren, andererseits auch, weil der Verbrauch in Dimensionen ging, die ein umweltbewusster Mensch nicht mehr dulden möchte. Von den Kosten ganz zu schweigen.

Die logische Konsequenz war die Anschaffung eines Studioblitzes. Meine Wahl fiel auf das Modell Godox SK 400 ii, erhältlich bei Ebay-Händlern für ca. 135 €; ein wireless receiver ist bereits eingebaut. Ich hatte nicht einfach nach dem billigsten geschaut. Vorrangig hätte ich ein Modell aus dem Angebot eines renommierten Fotohändlerns gekauft (Calumet oder Foto-Koch, wo ich sonst auch kaufe). Aber die Godox-Modelle haben die kürzesten Latenzzeiten – ich will den Stack ja zügig abarbeiten. Zu dem Godox-Blitz benötigt man noch einen Transmitter. Da ich nicht mehrere Blitze ansteuern muss, reicht hierzu das kleinste Modell aus dem Hause Godox, nämlich X1T für nur 32 € (man vergleiche mit dem Nikon SU-800 für ca. 250 €, welches auch eine teure CR124A-Lithiumbatterie benötigt; das X1T dagegen zwei herkömmliche AA-Mignonbatterien). Godox-Produkte gibt es für die Systeme von Nikon, Canon und Sony.

Zum Ausprobieren habe ich einen Stack aus 140 Bildern durchfotografiert. Aller Bilder mit konstanter Belichtung.

Investitionsvolumen:
135 € Godox SK 400 ii Studioblitz, Ebay-Händler
032 € Godox X1T N Transmitter, anderer Ebay-Händler
024 € Tischklemme für den Blitz, Calumet
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rund 200 €

Für diesen Betrag bekommt man nicht mal einen vernünftigen Systemblitz.

HTH,

Martin


2. Foto: Aufbau, im Bild unten rechts das Steuergerät für den Stackshot, links daneben das Nikon SU-800 Steuergerät, das ich hierfür nicht mehr benötige
3. Foto: 140 Stackfotos in einheitlicher Belichtung. Das war mit SU-800 und den Macroblitzen von Nikon nicht zu schaffen. Bei lange Stacks (normalerweise komme ich mit kürzeren Stacks aus) überhitzten die Lithium-Batterien und gingen dadurch in der Leistung zurück. Abweichende Belichtungen und Blitzausfälle waren die Folge.

Jürgen Guttenberger

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Re: Blitzen: Das Ende des Massenverbrauchs an Linthium-Batterien
« Antwort #1 am: 2018-10-09 18:38:07 »

Ich hatte beim blitzen auch immer wieder diese Ladepausen, die mich doch sehr gestört haben. Seit ich Akku`s nehme ist es mit dem Batterieverbrauch auch zu Ende, kosten aber trotzdem in der Anschaffung  ihr Geld.
Die meisten Stacks am Mik werden bei mir jetzt mit der spiegellosen Canon EOS M3 fotografiert, ohne Blitzlicht, die Verschlusszeiten bewegt sich hier halt zw. 1/10-1/2 sec. und kann schon mal für Verwacklung sorgen.


Da kann man ja auf die Ergebnisse gespannt sein.
Ich bin auf die Lebensdauer gespannt.

Viel Spaß damit
Jürgen

Martin Lemke

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Re: Blitzen: Das Ende des Massenverbrauchs an Linthium-Batterien
« Antwort #2 am: 2018-10-09 18:55:49 »
Da kann man ja auf die Ergebnisse gespannt sein.

Die Bilder werden sicher nicht anders als bisher. Ich muss nur keine unterbelichteten Bilder mehr vorher aus dem Stack löschen. Und ich brauche nicht mehr so viele Lithium-Batterien. Die CR123A-Akkus, die ich habe, taugen gar nichts (zu hohe Selbstentladung).

Und ich kann zügellos so lange Stacks verwirklichen, wie ich will. Ohne mir, wie bisher, Gedanken über die Batterien machen zu müssen.

Vielleicht mache ich noch ein paar versuche mit Blitzformern. Im Moment geht viel Energie daneben, die mich stört.

Die meisten Stacks am Mik werden bei mir jetzt mit der spiegellosen Canon EOS M3 fotografiert

Nikon bringt jetzt auch interessante Spiegellose Z6 und Z7 heraus.

Allerdings bin ich gerade ganz gut ausgerüstet und brauche keine neue Kamera.

Martin
« Letzte Änderung: 2018-10-10 00:02:20 von Martin Lemke »

Jürgen Guttenberger

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Re: Blitzen: Das Ende des Massenverbrauchs an Linthium-Batterien
« Antwort #3 am: 2018-10-12 05:25:18 »
Da bei mir demnächst eine Kamera-Neuanschaffung ansteht, hab ich mir die beiden Kameras auch mal auf meine Wunschliste mit drauf, der Preis ist aber schon abschreckend.
Olympus (z.B. Olympus E-M1MarkII, EM5)- und Panasonic (Lumix FZ-300,....) Kameras bieten aktuell Modelle mit intergriertem Focusstacking/Bracketing oder Fuji die X-T2 und X-H1, hier bewegt sich am Markt momentan sehr viel.

Die Adaption der alten Nikon-Objektive auf das neue Nikon-Format soll ja unproblematisch sein, da ich schon eine ganze Palette Nikonobjektive habe, werde ich mich wohl in die beiden neuen Nikons etwas einlesen.

Jürgen

Martin Lemke

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Re: Blitzen: Das Ende des Massenverbrauchs an Linthium-Batterien
« Antwort #4 am: 2018-10-14 09:48:55 »
Olympus (z.B. Olympus E-M1MarkII, EM5)- und Panasonic (Lumix FZ-300,....) Kameras bieten aktuell Modelle mit intergriertem Focusstacking/Bracketing oder Fuji die X-T2 und X-H1, hier bewegt sich am Markt momentan sehr viel.

Ich habe den Schritt von Nikon nach Canon gewagt, weil es für Canon (auch von Drittherstellen wie z.B. Novoflex) besseres Macro-Equipment gibt. All zu breit mag ich persönlich mein Modell-Interesse nicht streuen. Allenfalls würde mich noch die spiegellosen von Sony interessieren, um sie als Mikroskopkamera zu nutzen (also ohne Objektive anzuschaffen) – aber diesen Platz nimmt meine Nikon D810 ein und die ist noch lange nicht für die Ausmusterung vorgesehen. Ich verfolge die Entwicklung nur aus technischem Interesse.

Bei integriertem Focus Stacking bin ich skeptisch. Das kann sicher nicht mit Helicon Focus mithalten.

Die Adaption der alten Nikon-Objektive auf das neue Nikon-Format soll ja unproblematisch sein

Nicht ganz. Es ist ein Adapter verfügbar.

Die beiden Nikon Z-Modelle unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Pixelzahl. Braucht man wirklich 45 Megapixel? Viele Megapixel bedeuten ja auch längere Bearbeitungszeiten, weil der PC viel mehr Daten verarbieten muss.

Leider finde ich keine Information darüber, ob diese Modelle über einen Tierfassfilter verfügen oder nicht. Da müsste ich wohl bei Nikon direkt anfragen. Aber da ichderzeit  keine Kaufabsichten habe, ist es so wichtig nun auch wieder nicht.

BTW: Fototechnisch bin ich kürzlich an die Grenzen meines Systems gestoßen. Der winzige Pedipalpus und die winzige Vulva von Agyneta mollis konnte ich nicht in akzeptabler Qualität ablichten.

Martin