Autor Thema: Metellina mengei? => Metellina segmentata  (Gelesen 108 mal)

Viktoria Wegewitz

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Metellina mengei? => Metellina segmentata
« am: 2018-10-13 09:31:24 »
Hallo,

11.10.2018, Buckow in der Märkischen Schweiz, 5mm.

Im wiki steht, dass Metellina mengei kurz vor dem Petiolus ein bis zur Epigyne reichendes dunkles Mittelband auf der Ventralseite des Opisthosoma aufweist. Da dieses Band kein hartes Unterscheidungsmerkmal zu Metellina segmentata darstellt, habe ich die Vulva präpariert.

In meinem Kosmos Spinnenführer steht, dass M. mengei im Gegensatz zu M. segmentata zwei Receptaculum hat. Ich denke, das zu sehen, bin mir aber nicht sicher. Irgendwie sehen die Abbildungen im wiki anders aus. Für M. mengei würde auch die Größe sprechen.

Sorry für die mitunter schlechte Bildquali - besser habe ich es nicht hingekriegt.

Gruß Viktoria

 
« Letzte Änderung: 2018-10-14 07:45:26 von Viktoria Wegewitz »

Roman Pargätzi

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Re: Metellina mengei?
« Antwort #1 am: 2018-10-13 23:23:41 »
Salü,

Das mag vielleicht bloss lokal funktionieren, aber wenn das Tier bei uns gefunden worden wäre, würde ich das Tier, ohne zu zögern, schon der Hinterleibszeichnung wegen als M. segmentata ansprechen. 5 mm Körperlänge passt leider zu beiden Arten; und mich dünkt, dass der trockene Sommer recht viele klein geratene Spinnen zur Folge gehabt hat. Die Sache mit dem schwarzen Strich am Bauch funktioniert hier leider gar nicht, das mag andernorts indes anders sein.

Herzlich, Roman

Viktoria Wegewitz

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Re: Metellina mengei?
« Antwort #2 am: 2018-10-14 07:44:43 »
Dankeschön, Roman!

Gruß Viktoria

Wolfgang Schlegel

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Re: Metellina mengei? => Metellina segmentata
« Antwort #3 am: 2018-10-15 20:20:36 »
   Hallo zusammen,

dass hier bis jetzt nichts zu den Genitalien gesagt wurde, liegt vielleicht auch daran, dass viele Leute sich nicht so oft die Mühe machen, Metellina-Weibchen zur Bestimmung zu präparieren (da gehe ich jetzt mal von mir selber aus). Wenn man reife Weibchen findet, lassen sich bei den beiden Arten oft in unmittelbarer Nähe auch Männchen auftreiben, die man schon gleich vor Ort mit der Lupe bestimmen kann;  jedenfalls solange man noch gute Augen hat. Will man die Restunsicherheit minimieren, ist das mit einiger Arbeit verbunden. Die Fotos, die ich von weiblichen Genitalpräparaten finde, zeigen leider nicht so ganz die erfreulich klare Eindeutigkeit wie die Zeichnungen bei Bellmann. Das hat wohl auch mit verschiedenen Präparationstechniken zu tun.

Ich hätte in diesem Zusammenhang die Frage, ob man die Unterscheidung an den Befruchtungsgängen (?) festmachen kann, die da wie zwei Hörner nach median gerichtet auf den Receptacula sitzen. Auf den Zeichnungen zeigen die Hörnerspitzen bei segmentata klar nach den Außenseiten, bei mengei nicht. Das scheint sich auf den Fotos wiederzufinden. Wenn jemand viele Metellinas präpariert hat, könnte er da was zu sagen.

@Roman: es würde mich interessieren, ob Deine Einordnung nach Zeichnungselementen sich auch auf württembergische Metellinas anwenden lässt. Ein paar Dorsalansichten von denen hier.

   Gruß aus Stuttgart
Nach stundenlangem Besinnen
Ähneln sich alle Spinnen.