Autor Thema: Enoplognatha latimana? => Enoplognatha ovata  (Gelesen 374 mal)

Viktoria Wegewitz

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Enoplognatha latimana? => Enoplognatha ovata
« am: 2018-12-11 16:08:40 »
Hallo,

Leipzig, August, 3,1mm.

Ich denke, die Konduktorspitze ist eindeutig gebogen und es ist nicht E. ovata.

Gruß Viktoria
« Letzte Änderung: 2018-12-12 17:58:36 von Viktoria Wegewitz »
Grüße Viktoria

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Simeon Indzhov

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Re: Enoplognatha latimana?
« Antwort #1 am: 2018-12-12 12:04:05 »
Ich tendiere stark zu ovata (Konduktor & Cymbiunspitze) auch wenn die "Median"apophyse mich etwas beunruhigt.
Simeon

Michael Hohner

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Re: Enoplognatha latimana?
« Antwort #2 am: 2018-12-12 13:03:59 »
Kannst du nochmal die laterale Ansicht von der anderen Seite zeigen?

Viktoria Wegewitz

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Re: Enoplognatha latimana?
« Antwort #3 am: 2018-12-12 14:21:53 »
Ist es so recht?
Grüße Viktoria

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Michael Hohner

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Re: Enoplognatha latimana?
« Antwort #4 am: 2018-12-12 16:54:54 »
Ich würde auch zu ovata tendieren.

Viktoria Wegewitz

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Re: Enoplognatha latimana?
« Antwort #5 am: 2018-12-12 17:57:29 »
Ok, ein bisschen daneben ist auch vorbei. 😉

Dankeschön Simeon und Michael.

Viktoria
Grüße Viktoria

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Ulrich Kursawe

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Re: Enoplognatha latimana? => Enoplognatha ovata
« Antwort #6 am: 2018-12-12 21:20:25 »
Hallo Viktoria,

ich hatte vor einiger Zeit auch dieses Problem, ebenso wie Du habe ich auf E. latimana getippt, tatsächlich war es aber wohl E. ovata: https://forum.arages.de/index.php?topic=21589.0 . Eventuell kannst Du dir die Chelizeren-Bezahnung ja noch mal anschauen.

Viele Grüße, Uli

Wolfgang Schlegel

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Re: Enoplognatha latimana? => Enoplognatha ovata
« Antwort #7 am: 2018-12-13 16:51:17 »
    Hallo zusammen,

ich finde das auch nicht ganz einfach; vor allem werde ich aus dem Wiki diesbezüglich nicht so ganz schlau. Für das ovata-Männchen steht da was von einer "geraden Konduktorspitze". Ich persönlich habe das Handicap, überhaupt noch kein latimana-Männchen gesehen zu haben. ovata-Männchen kenne ich allerdings gut, da brauche ich im Garten und im Juni nicht lange zu suchen. Ich wäre nicht darauf gekommen, die Konduktorspitze bei denen als "gerade" zu bezeichnen. Die ist auch am lebenden Tier in einer einigermaßen lateralen Ansicht gut zu sehen; sie zeigt in dieselbe Richtung wie die Spitze des Cymbiums, also nach hinten. Nach den Illustrationen in der Erstbeschreibung von Hippa/Oksala und auch nach denen bei Agnarsson/Coddington/Knoflach sollte bei latimana die Konduktorspitze in die andere Richtung zeigen, also auf das Cymbium zu bzw. nach vorn. Auf dem latimana-Palpenfoto im Wiki sieht das auch genauso aus. Hippa/Oksala unterscheiden die Konduktorspitzen im Text durch "slender" und "curved downwards" für ovata (das Wort "straight" fällt in dem Zusammenhang nicht), hingegen durch "stout" und  "curved upwards" für latimana. Sie geben übrigens noch ein weiteres Unterscheidungsmerkmal für die männlichen Palpen an: deren Tarsen sind in der Ventralansicht bei latimana ungefähr genauso lang wie breit, bei ovata sind sie in die Länge gezogen und schmaler - auch nach diesem Merkmal ist Viktorias Tier also ovata.

   Gruß aus Stuttgart
« Letzte Änderung: 2018-12-13 19:35:53 von Wolfgang Schlegel »
Nach stundenlangem Besinnen
Ähneln sich alle Spinnen.