Autor Thema: Einsatz der Gesiebekiste  (Gelesen 225 mal)

Viktoria Wegewitz

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Einsatz der Gesiebekiste
« am: 2019-01-04 21:26:10 »
Hallo,

die Längsseiten der inneren Gesiebekiste sind 6 cm kürzer, so dass beim Schütteln der äußeren Kiste die potentiellen Spinnen durchfallen können. Somit entfallen Griffe an der inneren Kiste. Ein erster Versuch kurz vor den Festen war im Prinzip ganz gut. Funktional ist sie aber wir waren mehr oder weniger erfolglos. Ich denke, das Laub war zu nass. Was könnt ihr uns für Tipps geben? Vielleicht sollte es mindestens eine Woche nicht regnen. Ich denke, es ist schwer bei den Temperaturen die Spinnen zu erkennen, da sie wohl in einer Starre sind? Eine Saugfalle hatte ich mir gebastelt.

Grüße Viktoria
« Letzte Änderung: 2019-01-10 14:38:18 von Viktoria Wegewitz »

Martin Lemke

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Re: Einsatz der Gewebekiste
« Antwort #1 am: 2019-01-06 22:00:17 »
Funktional ist sie aber wir waren mehr oder weniger erfolglos. Ich denke, das Laub war zu nass.

Bei nassem Laub bringt es nichts. Am besten ist Eichenlaubstreu, weil es viele Hohlräume bietet. Auch Laubstreunester an Wiesen, bzw. Graslandrändern sind interessant. Trockenheit vorausgesetzt. Buchenlaubstreu geht auch einigermaßen. Im Wald ist Laubstreu entlang liegendem Totholz oder sonstigen Strukturen besonders interessant; z.B. zwischen eng zusammen stehenden Bäumen oder zwischen Baumwurzeln.

Hier ist im Moment alles sehr nass und an Exkursionen ist darum nicht zu denken.

BTW: Gewebekiste ist ja ein drolliger Name.

Martin
DAS waren noch Zeiten: Meine Erste Auslandsexkursion, Nowegen 2011.

Martin Lemke

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Re: Einsatz der Gewebekiste
« Antwort #2 am: 2019-01-09 01:47:40 »
Noch eine Nachfrage, die wichtig für den Erfolg ist: Nutzt Du einen Exhaustor oder etwas ähnliches zum Aufnehmen kleiner Arten?

Ohne wäre es nämlich sehr schwierig.

Martin
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Viktoria Wegewitz

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Re: Einsatz der Gewebekiste
« Antwort #3 am: 2019-01-09 11:17:25 »
Hallo Martin,

folgendes habe ich mir gebastelt:

Der Schlauch hat aber 10mm Innendurchmesser...

Muss man nach jeder gefangenen Spinne diese "umfüllen" oder kann man auch mehrere für eine gewisse Zeit drin lassen?

Grüße Viktoria
« Letzte Änderung: 2019-01-09 13:19:07 von Viktoria Wegewitz »

Jürgen Guttenberger

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Re: Einsatz der Gewebekiste
« Antwort #4 am: 2019-01-09 13:22:43 »
Nicht schlecht, der Durchmesser ist aber wahrscheinlich zu groß, da brauchst du eine gute Lunge ::)

Schau mal hier.
Ich verwende einen 4/6er Schlauch. Diese Auswahl bekommst du in jeder kleineren Zoohandlung.

Gruß Jürgen

Martin Lemke

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Re: Einsatz der Gewebekiste
« Antwort #5 am: 2019-01-10 01:08:47 »
Ich benutze einen handelsüblichen Exhaustor von Bioform1, aber es geht auch sehr viel einfacher. Ein Stück Röhrchen mit einem Schlauch dran; an der Verbindungsstelle natürlich etwas Nylonstrumpf als Barriere einfügen; ein Mundstück erleichtert das Saugen. Einsaugen und direkt danach ins Alkohol-Sammelgläschen auspusten.

Von Sammelgefäßen, in welchem mehrere Spinnen lebend landen, ist abzuraten. Arten wie Pachgnatha fackeln nicht lange und greifen alles an. Am besten alle Tiere einzeln absaugen und gleich in Alkohol überführen.

Ich freue mich auf Eure Ergebnisse.

Martin


1: Die Exhaustoren von Bioform haben für meinen Geschmack zu wenig Barrieren. Die muss man vor der Benutzung zusätzlich einbauen. Nylonstrumpf eignet sich dafür gut.
DAS waren noch Zeiten: Meine Erste Auslandsexkursion, Nowegen 2011.