Autor Thema: Erster Impact Factor für Arthropoda Selecta (0.633)  (Gelesen 435 mal)

Tobias Bauer

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Arthropoda Selecta (http://kmkjournals.com/journals/AS), ein russisches Journal (hauptsächlich auf Englisch publizierte Artikel zur Taxonomie, Biogeographie und Ökologie von Nicht-Insekten Arthropoden) in welchem auch einige Artikel von Forenmitgliedern in den letzten Jahren erschienen sind, hat dieses Jahr seinen ersten Impact Factor (0.633) von Clarivate Analytics für 2017 bekommen. Obwohl der Impact Factor nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal für ein Journal ist, ist er gleichzeitig eine Art Aufmerksamkeitsanzeiger dafür, inwieweit die Artikel in einem Journal relevant für die internationale Forschung sind. Daher kann man das durchaus auch als Erfolg für die Arachnologie verbuchen, es gibt nämlich etliche Journals ohne IF, das ist in dieser Hinsicht wie ein kleiner Ritterschlag.

Tobias

Martin Lemke

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Re: Erster Impact Factor für Arthropoda Selecta (0.633)
« Antwort #1 am: 2019-01-13 15:55:32 »
Vom Impact Factor hatte Peter Michalik damals auf dem erweiterten Vorstandstreffen in Kassel gesprochen, als es um die Arachnologischen Mitteilungen ging.

Für mein mathematisches Verständnis ist ein Fakor < 1 immer eine Minderung, aber immerhin > 0. Gibt es auch IF > 1? AraMitt IF =0?

Martin
DAS waren noch Zeiten: Nowegen 2011.

Tobias Bauer

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Re: Erster Impact Factor für Arthropoda Selecta (0.633)
« Antwort #2 am: 2019-01-15 14:11:08 »
Nur mal zum Vergleich: Zootaxa, in dem extrem viele taxonomische Arbeiten erschienen, hat um die 1, Das Journal of Arachnology hat 1.2, Ecology hat 4.6 und Nature hat 41.5. Es ist schon mal nicht schlecht, wenn man auf die Liste kommt. Die AraMit werden z.B. nicht geführt.

Auf der Wikipedia-Seite wird erklärt, wie der Impact zustande kommt. Ganz klar ist mir das aber auch nicht, was da noch alles mit reinspielt. Wie schon gesagt, das ist kein Qualitätsmerkmal (teilweise selbst Relevanzmerkmal) für die im Journal enthaltenen Artikel, sondern eine Art Aufmerksamkeitsanzeiger, wie oft Arbeiten eines Journals in anderen Journals und von anderen Autoren zitiert werden, das kann positiv wie negativ sein (wobei Diskussionen der Wissenschaft auch manchmal guttun). Es gibt etliche Arbeiten, die sehr gut sind (z.B. etliche taxonomische Revisionen ungeliebter Tiergruppen) die aber einfach allgemein wenig zitiert werden. Dann gibt es Kurzmitteilungen, die dauernd zitiert werden, weil z.B. das Thema gerade in ist.

Man darf da auch nicht zu viel drauf geben, aber das AS jetzt gelistet wird, ist schonmal nicht schlecht.

Tobias

Martin Lemke

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Re: Erster Impact Factor für Arthropoda Selecta (0.633)
« Antwort #3 am: 2019-01-16 00:45:18 »
Als Hobbyist bin ich auf all das nicht angewiesen und meine selbst verfassten Artikel werden relativ wenig bis gar nicht zitiert. Aber immerhin strebe ich an, eine einigermaßen lange Literaturliste hin zu bekommen – so bleibt wenigstens etwas übrig, wenn ich eines Tages den Löffel endgültig aus der Hand lege.

Das Peering bei den AraMit ist in den letzten Jahren wesentlich besser geworden. Wenn man nicht an einen ehemaligen Deutschlehrer als Gutachter gerät, kann die Zusammenarbeit sehr fruchtbar sein. Rüpel gibt es eben überall. Nicht alle sind so gut darin wie Rainer, andere zu kritisieren, ohne sie das Gesicht verlieren zu lassen.

Ich habe den Eindruck, mit Genetik kann man am ehesten Punkten, mit Faunistik dagegen kaum.

Martin
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