Autor Thema: Berechnung der Rasterfrequenz  (Gelesen 211 mal)

Martin Lemke

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Berechnung der Rasterfrequenz
« am: 2019-06-06 08:05:04 »
In der Roten Liste der Wirbeltiere Schleswig-Holsteins stieß ich auf den Begriff Rasterfrequenz, um Häufigkeitsklassn zu definieren. Wie sich diese Rasterfrequenzen genau berechnen und daraus Häufigkeitklassen abgeleitet werden, stand dort aber leider nicht.

Kann es mir jemand erläutern? Im statistischen Sinne scheint es anscheinend anderes zu bedeuten als in der Drucktechnik.

Martin
DAS waren noch Zeiten: Nowegen 2011.

Rainer Breitling

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Re: Berechnung der Rasterfrequenz
« Antwort #1 am: 2019-06-06 09:10:26 »
Hallo Martin,
Die Rasterfrequenz ist in diesem Fall der "Anteil an besetzten Quadranten (Viertel) der topographischen
Karten im Maßstab 1:25.000 (TK25-Q, n = 650)". Eine Art, die in 3 Quadranten vorkommt, hat eine Frequenz von 0.46% (=3/650) und gilt damit als "extrem selten". Eine "mässig häufige" Art muss in mehr als 65 Quadranten nachgewiesen sein.
Beste Grüsse,
Rainer
« Letzte Änderung: 2019-06-06 13:47:03 von Rainer Breitling »

Martin Lemke

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Re: Berechnung der Rasterfrequenz
« Antwort #2 am: 2019-06-06 22:53:12 »
So eine Herleitung hatte ich bisher vergeblich gesucht. Ist die Klasseneinteilung genormt (logarithmische Teilung oder sonst wie)?

Allerdings finde ich es nicht logisch, nur einmalig Quadranten zu werten. Warum nicht einen wiederholt beprobten Quadranten (wenigstens in Jahren) mehrfach zu zählen. Damit wüsste man aber wohl auch die Quadrantenzahl mal Probejahre multiplizieren. Bei nicht einheitlicher Untersuchungsdichte (eine einheitliche Untersuchungsdichte kann ehrenamtlich nicht verwirklicht werden) bleibt auch das Ergebnis fehlerhaft. Solche Problem hat vermutlich jede Rote Liste. Und noch einige mehr.

Aber wenigstens habe ich jetzt eine Basis mit Bezug zur Untesuchungsfläche. Die hatte mir bisher immer gefehlt.

Ich danke Dir!

Martin
DAS waren noch Zeiten: Nowegen 2011.