Autor Thema: Opfer einer Spinne -festgetackert -> Cheiracanthium mildei?  (Gelesen 425 mal)

Elke Hartmann

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hier ein interessantes Bild wie ich finde: Eine Speispinne (oder?) hat eine Fliege an unserem Fenster festgetackert und gegessen...
Ich poste es hier nochmal, auf Instagram kam es nicht so gut an...
VG
« Letzte Änderung: 2019-07-18 22:27:06 von Elke Hartmann »

Sylvia Voss

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Re: Opfer einer Speispinne
« Antwort #1 am: 2019-07-10 23:28:54 »
 :o
Hallo Elke
Wie kommt Du auf Speispinne?
Leider sieht man auf diesem Foto ja nicht wirklich etwas Genaueres zur Spinne...
LG
Sylvia

Simeon Indzhov

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Re: Opfer einer Speispinne
« Antwort #2 am: 2019-07-11 00:36:10 »
Die Art und Weise, auf die die Fliege geklebt wurde?
Simeon

Sylvia Voss

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Re: Opfer einer Speispinne
« Antwort #3 am: 2019-07-11 11:49:08 »
 :o Naja... ich denke hier ist viel Spekulation drin... jedenfalls nicht wirklich etwas für einen Bestimmungsthread ...
LG
Sylvia

Simeon Indzhov

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Re: Opfer einer Speispinne
« Antwort #4 am: 2019-07-11 12:28:32 »
Es ist nicht ohne Grund unter Sonstiges ;)

Wolfgang Schlegel

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Re: Opfer einer Speispinne
« Antwort #5 am: 2019-07-15 05:18:57 »
   Hallo Elke,

nach vielen gezeichneten Illustrationen zur Speispinne kann man leicht auf die Idee kommen, da wäre eine am Werk gewesen. Allerdings kann man auf Deinem Bild gut die Ankerpunkte erkennen, mit denen die Fäden am Glas befestigt wurden, und gerade solche Ankerpunkte habe ich bei Scytodes noch nie gesehen.

Viele Spinnen, die ohne Netz jagen, befestigen ihre Beute mittels der Spinnwarzen am Untergrund, wenn sie zu groß ist, um ganz sicher mit Pedipalpen und Cheliceren gehalten zu werden. An den Ankerpunkten kleben die Fäden dann am Substrat. Speispinnen werfen dagegen mit extremer Geschwindigkeit ein Zickzackmuster aus klebstoffartigem Material über die Beute; freie Fäden sind da nicht zu erkennen, das Zeug pappt überall fest, wo es landet. Fotografieren ist schwierig, am ehesten scheint es zu klappen, wenn man der Speispinne eine Beute auf einer Glasplatte anbietet und später bei seitlicher Beleuchtung durch das Glas hindurch fotografiert.

Ich weiß nicht, bis zu welchem Grad man Spinnen anhand der Faden-Ankerpunkte bestimmen kann; Jonas Wolff könnte wahrscheinlich mehr dazu sagen. Einen Kandidaten für den Mörder Deiner Fliege hätte ich aber anzubieten: hier bei mir kommen zur Zeit öfters Cheiracanthium mildei nachts an die Fensterscheiben beleuchteter Räume, wo sie vor allem eine Menge Schmetterlinge finden können. Die beiden letzten Bilder zeigen Überreste einer von Ch. mildei erbeuteten halbwüchsigen Bernsteinschabe und einen vergrößerten Ankerpunkt.

   Gruß aus Stuttgart
Nach stundenlangem Besinnen
Ähneln sich alle Spinnen.

Elke Hartmann

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Re: Opfer einer Speispinne
« Antwort #6 am: 2019-07-18 16:03:32 »
Hallo, sorry für die späte Antwort... Danke für die Hinweise, tolle Fotos!  Ich habe mich ja auch gefragt, ob eine speispinne so eine große fliege fressen kann... Die Fäden sind auch rel. dick und es wurde vielleicht ja auch an der Fliege rum genagt, der Kopf ist locker...Ch. Würde gut passen! Ch. habe ich sehr wahrscheinlich auch schon bei uns im Wohnzimmer gesichtet.
(Die Fliege war innen am Fenster).
VG

Elke Hartmann

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Re: Opfer einer Spinne
« Antwort #7 am: 2019-07-18 22:25:53 »
Hallo, ich habe meine Bilder nochmal gesichtet, das sieht sehr ähnlich aus! Ich könnte mir auch irgendwie nicht vorstellen, dass so eine winzige Spinne die Fliege so zerstört...

Sylvia Voss

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Re: Opfer einer Spinne -festgetackert -> Cheiracanthium mildei?
« Antwort #8 am: 2019-07-21 00:46:03 »
Hm, ich war ein paar Tage nicht da, deshalb lese ich das erst jetzt weiter mit...also ... es gibt ja noch andere Spinnen-Arten, die solche Haftpunkte an Fensterscheiben machen können wie zB Zygiella x-notata...

Ich finde, dass leider bei diesem Bild das meiste nur Spekulation ist.
Und liebe Elke : selbst sehr kleine Spinnen können mit ihrem Gift großere Opfer ziemlich zurichten....
LG
Sylvia

Elke Hartmann

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Re: Opfer einer Spinne -festgetackert -> Cheiracanthium mildei?
« Antwort #9 am: 2019-07-21 13:07:38 »
Hallo Sylvia,
wir spekulieren ja auch nur. Daß kleine Spinnen auch große Opfer verdauen können, ist mir schon bewusst. Allerdings halte ich persönlich eine kleine Spinne hier schon für eher unwahrscheinlich, da die Fliege ja auch "angekaut" aussieht, oder? Der Kopf ist abgetrennt und man hat den Eindruck, die Augen sind entfernt. Da die Fliege mitten in unserer Wohnzimmer Fensterscheibe (innen) hing, das alles sicher auch noch über 1 Nacht. Ich habe es rein gestellt, da mir eine Speispinne irgendwie selber komisch vorkam und bin dankbar für Alternativen...
VG