Autor Thema: Agyneta affinis? => Microneta viaria  (Gelesen 350 mal)

Viktoria Wegewitz

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Agyneta affinis? => Microneta viaria
« am: 2019-10-04 13:33:08 »
Hallo,

24.7.2019 mit der Gesiebekiste im Buchenwald, Südharz, 1,4mm.
« Letzte Änderung: 2019-10-05 11:54:25 von Katja Duske »
Grüße Viktoria

Du kriegst das Mädchen aus dem Wald aber den Wald nicht aus dem Mädchen.

Rainer Breitling

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Re: Agyneta affinis?
« Antwort #1 am: 2019-10-04 21:33:01 »
Hallo Viktoria,
Vermutlich liegt mein Vorschlag völlig daneben, aber warum nicht auch hier M. viaria? Ein Zwergweibchen?
Beste Grüße,
Rainer

Martin Lemke

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Re: Agyneta affinis?
« Antwort #2 am: 2019-10-05 05:53:30 »
Angesichts dessen, dass A. affinis eine Offenlandart ist liegt es schon nahe, dass der Anfangsverdacht nicht richtig ist. Ich habe bisher nichts dazu gesagt, weil ich Agyneta affinis und M. viaria (beides sehr häufige Arten) in der Regel nicht präpariere und deshalb im präparierten Zustand nicht erkannte. Wenn man aber Viktorias Vulvenfotos mit ihren von M. viaria vergleicht, lässt die Diagnose allerdings keinen anderen Schluss zu, als dass es sich auch hier um Microneta viaria handelt, die in Laubstreugesiebe nahezu immer dabei ist; oft in sehr hoher Individuenzahl.

Beim Bestimmen von Gesiebeproben sortiere ich die Rohprobe in der Regel in 4–5 Blockschälchen vor: 1) sehr kleine Arten, 2) größere Arten, 3) sehr häufige Massenarten (z.B. Tenuiphantes sp, Bathyphantes sp, Erigone sp ... – je nach Standort sind das stets nur 1–3 Gattungen), 4) Weberknechte, 5) Käferbeifänge (für die habe ich einen Abnehmer).

M. viaria erkenne ich mit einem Blick und muss nur selten einen Blick auf die Genitalien  werfen, bzw. mache das nur bei den ersten Tieren. Den Rest – vorausgesetzt es ist nicht viel Dreck in der Rohprobe – sortiere ich gleich in die Reinprobe; das sind nicht selten über 50 Tiere einer einzigen Gesiebeprobe (=mindestens 3 Gesiebedurchgänge am selben Standort).

Martin
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