Autor Thema: Theridion boesenbergi <=  (Gelesen 230 mal)

Jürgen Guttenberger

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Theridion boesenbergi <=
« am: 2019-10-20 11:34:23 »
Servus,

müsste eigentlich passen, möchte mich aber hier noch absichern.

Stammeklektor an Buche, Mischwald auf ca. 580 müNN, Oberpfalz.
Fangzeitraum: 12.09-11.10.2019
Körperlänge 1,8-1,9 mm

@Sylvia, ich hätte hier auch gerne eine Übersichtsaufnahme gemacht, da a im Wiki noch kein Weibchen abgebildet ist und b. die Art an sich wohl nicht so häufig ist. Doch leider war das Tier sehr ramponiert, es fehlten schon 4 Beine und der Körper war in einer sehr unnatürlichen Lage ausgerichtet, da konnte ich auch nicht mit einer Pinzette die Verformung rückgängig machen.

Das Foto wurde mit einem 20er Objektiv im Durchlichtverfahren aufgenommen, sprich 200fache Vergrößerung.
Im unteren linken Drittel ist irgend ein Einschluss in den Windungen, vermute mal, dass es sich um Milchsäure handelt?

Gruß Jürgen
« Letzte Änderung: 2019-10-21 14:31:00 von Katja Duske »

Jürgen Guttenberger

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Re: Theridion boesenbergi
« Antwort #1 am: 2019-10-20 11:57:53 »
so jetzt ohne Einschlüsse

Carsten Wieczorrek

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Re: Theridion boesenbergi
« Antwort #2 am: 2019-10-20 12:11:19 »
Hallo Jürgen,

wie hast Du die entfernt?

Carsten

Viktoria Wegewitz

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Re: Theridion boesenbergi
« Antwort #3 am: 2019-10-20 14:47:04 »
Bei mir verschwinden solche Artefakte mit der Zeit - einfach warten.
Grüße Viktoria

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Martin Lemke

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Re: Theridion boesenbergi
« Antwort #4 am: 2019-10-21 07:06:04 »
Eine ramponierte Abbildung ist besser als keine.

Martin
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Tobias Bauer

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Re: Theridion boesenbergi
« Antwort #5 am: 2019-10-21 09:54:34 »
Hui, schöner Nachweis und tolles Bild. Wie lang hast du für die Bestimmung gebraucht? ich bin mal fast wahnsinnig geworden.

Bestimmung ist korrekt nach Thaler (1966), so wie ich das sehe.

Tobias
« Letzte Änderung: 2019-10-21 15:48:28 von Tobias Bauer »

Jürgen Guttenberger

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Re: Theridion boesenbergi <=
« Antwort #6 am: 2019-10-21 15:45:55 »
@Carsten, Viktoria hats schon gesagt, je länger man die Einwirkzeit verlängert um so blasenfreier wird die ganze Sache. Beim ersten Bild hatte ich die Epygine vielleicht 5 min. vorher erst in Milchsäure eingelegt, dass zweite Bild entstand dann ca. nach einer Stunde. Beim eindecken mit Euparal ist es das selbe, die Lufteinschlüsse verschwinden mit der Zeit, wahrscheinlich durch die Kapilarwirkung.

@Martin, nach der OP hat man jetzt wirklich keinen Mehrwert von einem Habitusbild. Ich hab mich natürlich geärgert, dass das Tier in einem so schlechten Zustand in der Probe war. Ich vermute jetzt mal, dass die Zerstörung der Tiere oft von den mitgefangenen Schrecken herrührt, die haben spitze Dornen am ganzen Körper, meistens an den Beinen. Und wenn man die dann gemeinsam in einem Behälter hat, schlitzen die die anderen Fänge regelrecht auf. Es sind sehr viele Coelotes in den Bodenfallen, aber fast keine einzige unversehrt, fast bei allen Tieren ist das Opisthosoma zerfetzt.

@Tobias, jetzt kann ich aber mal richtig angeben, keine 5 min.!
War aber reiner Zufall, in der Seitenansicht hat mich das Tier stark an Theridion errinnert, so hab ich da als erstes nachgesehen. Ich kämpfe mich meist alphabetisch durch......boesenbergi ist halt ziemlich am Anfang vom ABC ::)

Und hier noch die Vulva, der Vollständigkeit halber!

Danke für die Bestätigung.

Gruß Jürgen

Ps. die Art scheint auch auf Laubbäumen (Buche) vorzukommen, im Wiki wird von Fichte und Kiefer berichtet. Ich bin gespannt, vielleicht bekomme ich die Art ja nochmals, ist auf jedem Fall schon mal ein kleines Highlight.