Autor Thema: Mikroskoplampe  (Gelesen 762 mal)

Viktoria Wegewitz

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Mikroskoplampe
« am: 2020-02-07 18:02:08 »
Hallo,

heute ist diese Mikroskop-Schwanenhalslampe angekommen. Ich denke die Investition hat sich gelohnt, denn bei den Ikealeuchten+Uhrmacherlupen hatte ich mitunter Belichtungszeiten von 3,2s. Außerdem ist die Farbtemperatur von 5600 - 6300 K besser.

   https://www.voelkner.de/products/998162/Kern-Optics-OZB-A4515-Mikroskop-Schwanenhals-Beleuchtung-Passend-fuer-Marke-Mikroskope-Kern.html

Die Lampe wurde von Conrad Electronics geliefert. Direkt dort kostet sie aber 180 Euro + Versand.

Das Ding wiegt 2 kg. 😁


Grüße Viktoria

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Michael Schäfer

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #1 am: 2020-02-08 11:44:43 »
Hallo Viktoria,

kannst ja mal zwei Vergleichsfotos vom selben Motiv mit den selben Einstellungen machen - einmal mit dem Ikea-Duo und einmal mit Deiner neuen Errungenschaft.

Gruß
Micha
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Viktoria Wegewitz

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #2 am: 2020-02-08 22:24:22 »
Halllo Micha,

die andere Kamera ist zur Sensorreinigung - aber hier zwei Vergleichsbilder mit der Canon 1300d.

Sie sind so dargestellt wie sie aus dem Stackingprogramm Zerene Stacker rauskommen bis auf einen Weißabgleich.

ISO 100 - 2s - 100x.

Philodromus buxi - Balkon in Berlin - 9.6.2019 - ventral linker Pedipalpus.

1. Ikealeuchten + Uhrmacherlupen
2. Kernleuchte
Grüße Viktoria

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Michael Schäfer

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #3 am: 2020-02-09 11:11:56 »
Hallo Viktoria,

das ist tatsächlich ein ziemlicher Unterschied. Die Frage wäre für mich jetzt nur noch, ob das auch bei meiner Technik etwas bringen würde. Ich schreib Dir mal ne PM.

Gruß
Micha
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Martin Lemke

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #4 am: 2020-02-12 21:25:21 »
Arno hat auch so eine Lampe. Warum fotografierst Du nicht mit Blitzlicht?

Martin
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Viktoria Wegewitz

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #5 am: 2020-02-12 21:39:28 »
Hallo Martin,

mmh, gute Frage! Dann bräuchte ich irgendwie eine neue Halterung für die diese. Warum fotografiert Arno nicht mit Blitzen?
Grüße Viktoria

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Martin Lemke

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #6 am: 2020-02-13 07:01:25 »
Warum fotografiert Arno nicht mit Blitzen?

Tut er das nicht?

Die Lampe benutzte er zum Mikroskopieren und meines Wissens nicht zum Knipsen.

Martin
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Viktoria Wegewitz

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #7 am: 2020-02-19 19:51:42 »
Hallo Martin,

wie gesagt, für Blitze müsste ich dann wieder in eine neue Befestigung investieren. Ich bin ganz zufrieden mit der neuen Ausleuchtung, obwohl ich immer noch Belichtungszeiten von 2s habe - bei Gelegenheit kann ich irgendwie einen Vergleich mit den Blitzen machen. Ich sehe aber nicht, was da noch besser werden sollte, obwohl - besser geht ja immer. Das Auge schult sich mit der Zeit.

Pholcus phalangioides - linker Pedipalpus - prolateral und retrolateral.

Januar 2020, im Kühlschrank im Harz.

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Jonathan Neumann

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #8 am: 2020-02-19 20:04:36 »
Kurze OT-Frage:

Januar 2020, im Kühlschrank im Harz.

Die Spinne war IM Kühlschrank? Sowas hatte ich erst einmal, mit Marpissa muscosa, das war 2014 in der Schweiz.

LG,
Jonathan
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Tinto von Matsieng, eines meiner Lieblingslieder

Viktoria Wegewitz

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #9 am: 2020-02-19 20:19:00 »
Hallo Jonathan,

nach der Aussage meiner Mutter war die Spinne im Kühlschrank mittig hinten in der Ecke etabliert und wohnte da, da sie den Kühlschrank aufmachte, um ihn zu befüllen, als sie sie sah. Auf Nachfragen konnte meine Mutter sich nicht erinnern, ob es auch ein Netz gab.
Grüße Viktoria

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Bastian Drolshagen

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #10 am: 2020-02-19 22:49:29 »
hi,
wie gesagt, für Blitze müsste ich dann wieder in eine neue Befestigung investieren. Ich bin ganz zufrieden mit der neuen Ausleuchtung, obwohl ich immer noch Belichtungszeiten von 2s habe [...]
Normalerweise ist bei Blitzen ein Standfuß dabei. Der unschlagbare Vorteil von Blitzen ist der Umstand, dass die Belichtungszeit der Blitzsynchronzeit entspricht, was die Wahrscheinlichkeit für Verwackler erheblich reduziert. Siehe Anhang - bei 1/125s mit 2 Blitzen und einem 10 cm hohen Ring aus Papier um die Petrischale um das Licht gleichmäßiger zu verteilen.

Viktoria Wegewitz

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #11 am: 2020-02-19 23:10:12 »
Hi Bastian,

danke für deinen Einwurf. Das mit der Verwacklungsgefahr ist ein guter Grund, ich muss mal vergleichend mit Blitzen schauen, ob ich reproduzierbare Fehler/Unschärfe mit der Lampe entdecke. Dein Foto ist mit einem Stereomikroskop/Binokular aufgenommen? Ich knipse meistens durch ein Mikroskop, welches stabil auf einem massiven Schreibtisch steht. Beim Ändern der Fokusebene reagiert dieses Mik nicht so empfindlich wie mein Bino. Als Diffusor verwende ich, da ich keine Petrischale, aber ein Objektträger habe, einen abgeschnittenen 0,2l Plastikbecher. Was mir an deinem Bild missfällt  ist die fehlende Ausleuchtung wegen des Schattens und nicht alle Härchen sind scharf.
Grüße Viktoria

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Bastian Drolshagen

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #12 am: 2020-02-20 01:45:32 »
Hi Viktoria,
ich arbeite nicht immer durchs Mikroskop. Die Maßangabe im vorherigen Foto entspricht 5 mm, d.h. im konkreten Fall habe nicht durchs Mikroskop fotografiert, sondern die Kamera an den Reprostand meines Vergrößerers gepackt. Selbst bei f/8 (höher gehe ich nicht wegen möglicher Diffraktion) beträgt die Schärfebene beim hier nötigen Arbeitsabstand weniger als 1 mm. Um da alle Haare scharf zu kriegen müsste ich daher noch mehr Aufnahmen für den Stack machen und das obwohl die wichtige Struktur ja vorher schon komplett sichtbar ist - lohnt nicht wirklich ;)
Den Schatten könnte ich sicher vermeiden indem ich einen dritten Blitz dazu packe, oder den Winkel der zwei vorhandenen ändere, aber auch hier ist es eigentlich unerheblich, da die Struktur an sich ja gut erkennbar ist.
Als Objektiv habe ich hier allerdings eine Zoomscherbe in Retrostellung benutzt. Ich müsste das gleiche mal mit meinem Summicron probieren, denke da sind die Ergebnisse besser.
Benutzt du so einen Objektträger mit Mulde? Ich packe wirklich kleine Strukturen, wie bspw. Spermatheken, meist in ein Blockschälchen und fixiere sie mit kleinen Glasperlen. Manchmal reicht es schon aus Frustration zu tief auszuatmen und das Präparat bewegt sich :P
Hier mal so ein Beispiel, die Spermathek (Maßstab = 1 mm) des Tiers von dem der oben gezeigte Ta III stammt. Im Durchlicht kam ich hier durchs Mikroskop auf 1/180s bei ISO 200. Details sind erkennbar, aber zufrieden bin ich irgendwie nicht - für die Beschreibung muss daher eine Zeichnung herhalten.

Jürgen Guttenberger

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #13 am: 2020-02-20 15:22:53 »
Servus,

komisch, ich blitze auch nicht, hab nur 2 Jansös am Mik, meine Belichtungszeiten sind dabei aber immer im Bereich 1/10 - 1/4 sec..bei Iso 200, als Diffusor benutze ich auch einen abgeschnittenen Plastikbecher um Reflexionen zu vermeiden.
Das Blitzen hab ich aufgegeben, liegt aber wohl auch an der Kamera.
Wenn man blitzt, so die Erfahrungen der Profis, benötigt man mehrere, rumd um das Objekt angeordnete Blitze und dann aber auch einen Diffusor um das zu fotofrafierende Objekt.

Gruß Jürgen

Jürgen Guttenberger

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #14 am: 2020-02-21 12:49:03 »
Servus Viktoria,

hier mal der Palpus von Centromerus brevipalpus, eben aufgenommen mit 2 Jansös von links und rechts, mit Plastiktrinkbecher abgeschirmt.
1/5 sec. Belichtungszeit bei ISO 100, das hab ich oben falsch geschrieben, fotografiere eigentlich immer mit ISO 100.
Die unterschiedliche Hintergrundfarbe kommt wohl von der Nachbearbeitung mit Photoshop.
Gruß Jürgen

Viktoria Wegewitz

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #15 am: 2020-02-21 13:05:28 »
Hallo Jürgen,

für meinen Geschmack saufen die dunklen Strukturen etwas ab, aber ich gucke gerade durchs handy. Mit der anderen Farbtemperatur im Gegensatz zu den Ikealeuchten sind die Farben differenzierter und nicht nur ein braun.

@Bastian - ja, ich benutze Hohlschliffobjektträger.
« Letzte Änderung: 2020-02-21 20:58:27 von Viktoria Wegewitz »
Grüße Viktoria

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Martin Lemke

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #16 am: 2020-02-26 08:05:14 »
Wenn man blitzt, so die Erfahrungen der Profis, benötigt man mehrere, rumd um das Objekt angeordnete Blitze und dann aber auch einen Diffusor um das zu fotofrafierende Objekt.

Nicht wirklich.

Wenn man mit einem Systemblitz1 (z.B. Leitzahl >=30) fotografiert, reicht es meist, diesen dicht neben das Objekt zu legen (eine direkte Ausrichtung ist nicht nötig). Wenn man einen Reflektor (gegenüber) verwendet – ich hatte da gelegentlich ein weißes Blatt Papier für verwendet –, ändern sich die Lichtverhältnisse nur sehr unwesentlich. Das heißt, man kann den auch weg lassen. Ein Diffusor wird ebenfalls nicht benötigt. Im Gegensatz zu Ikea-Leuchten ist die Farbtemperatur des Blitzes neutral und natürlich die Lichtenergie sehr viel höher. Die Lichtflut durch den nahen Blitz macht die Ausbildung von Schatten praktisch unmöglich.

@Bastian: Die Glaskügelchen nutze ich zum Mikroskopieren, zum Fotografieren fixiere ich in KY-Gleicreme; aber ich arbeite ja auch mit viel kleineren Tieren als Du. Es gibt aber auch einen anderen Aspekt, der für eine farblose Fixiermethode spricht: Für Digitalfotografie, nehme ich an, dass ein Hintergrund in Neutralgrau vorteilhaft ist, weil die Belichtungssteuerung der Kameras immer von Neutralgrau aus geht. Also Graukarte drunter legen und farblos fixieren.

@Viktoria: Epigynen fotografiere ich auch in Holschliff-Objektträgern; mitunter auch mit Deckgläschen – aber da muss man aufpassen, dass mechanische Spannungen nicht zu Verformungen führen. Sehr kleine Pedipalpen könnte man auch in Hohlschliff-Objektträgern fotografieren. Aber meist nutze ich ein Blockschälchen ind welchem ich mit KY-Creme fixiere und dann mit reinem Alk auffülle, bis nichts mehr aus der Probe herausragt.

Martin


1: nach einigem Lehrgeld, das ich versenkt habe, kaufe ich nur noch Blitze des jeweiligen Kameraherstellers.
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Jürgen Guttenberger

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #17 am: 2020-03-01 11:18:04 »
Servus Martin,

Vikoria kennt die Seite vermutlich.
Kurt, einer der besten Macor-Micro-Fotografen für mich, verwendet aktuell 4 Systemblitze für seine Aufnahmen.
Schau mal das zweite Bild .

Gruß Jürgen

Ps. er hat auch eine umfangreiche PDF verfasst, da steht verdammt viel und nützliche Sachen zum Thema "stacken" drinn.

Martin Lemke

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Re: Mikroskoplampe
« Antwort #18 am: 2020-03-01 21:50:50 »
Probiere es doch mal mit einem Blitz aus!

Und verzeihe mir bitte meine Assoziation mit hier kommt Kurt. ;-)

Martin
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