Autor Thema: Spinnenbiss hilft bei Wirkstoffsuche  (Gelesen 394 mal)

Martin Lemke

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Spinnenbiss hilft bei Wirkstoffsuche
« am: 2020-04-01 23:34:11 »
Ich denke, für spinnenthematik tangierende Meldungen aus der Wissenschaft sollten wir ein eigenes Forum anlegen. Meist postet John sowas. An dieser Stelle findet man entsprechendes am besten wieder, finde ich.

www.leibniz-gemeinschaft.de: Spinnenbiss hilft bei Wirkstoffsuche

Martin
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DAS waren noch Zeiten: Norwegen 2011.

Rainer Breitling

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Re: Spinnenbiss hilft bei Wirkstoffsuche
« Antwort #1 am: 2020-04-02 11:57:22 »
Interessant. Hat zufällig jemand Zugang zu dem Original-Fallbericht? Mich würde schon interessieren, wie damals die Pilzinfektion einem Spinnenbiss zugeordnet wurde. Titel, Keywords und Zusammenfassung des Artikels erwähnen keine Spinne...
Beste Grüße,
Rainer

Sylvia Voss

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Re: Spinnenbiss hilft bei Wirkstoffsuche
« Antwort #2 am: 2020-04-02 16:30:00 »
Hallo Rainer
Genau das interessierte mich auch gestern als ich es las, daher habe ich Kontakt diesbezüglich aufgenommen, mal sehen was rüberkommt (und wie lange das dauert)... :)
LG
Sylvia

Tobias Bauer

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Re: Spinnenbiss hilft bei Wirkstoffsuche
« Antwort #3 am: 2020-04-02 17:40:27 »
Ich komm leider auch nicht ran...

Rainer Breitling

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Re: Spinnenbiss hilft bei Wirkstoffsuche
« Antwort #4 am: 2020-04-02 18:06:21 »
Ich habe den Artikel inzwischen bekommen (Danke, Alexander!) und kann ihn bei Interesse weiterleiten.
Die Originalautoren sind sehr vorsichtig und behaupten nicht, dass die Pilz-Probleme tatsächlich auf einen Spinnenbiss zurückgehen. Aber ohne Spinne hätte die Entdeckung der neuen Wirkstoffe wohl kaum den Weg in die Presse gefunden ;)
Beste Grüße,
Rainer

Sylvia Voss

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Re: Spinnenbiss hilft bei Wirkstoffsuche
« Antwort #5 am: 2020-04-03 00:16:07 »
Aber ohne Spinne hätte die Entdeckung der neuen Wirkstoffe wohl kaum den Weg in die Presse gefunden ;)
Beste Grüße,
Rainer
Und genau das ist eigentlich schlimm. Die Leute die keine Ahnung haben glauben das nun und genau solche "Enten" (also ein Spinnenbiß als Ursache) verbreiten sich immer wie ein Lauffeuer. So etwas empfinde ich einfach als unseriös.

Für alle die es nicht gelesen haben:
Die Autoren des von Martin verlinkten Beitrages haben etwas Tolles entdeckt (wirklich) aber sie haben dann (obwohl in der Originalschrift  der Australier kein NACHWEIS eines Spinnenbisses für die Infektion bestand) "eine" Spinne dafür verantwortlich gemacht. 

Der Fall um den es geht, ereignete sich schon vor vielen Jahren und es geschah einer deutlich vorerkrankten Dialysepatientin.
Die hatte bei der Gartenarbeit (in Erde, beim Unkrautentfernen) einen Stich in einen Finger verspürt  und eine kleine Gartenspinne (wörtlich als Wiedergabe der Anamnese) gesehen. Zwei Tage später begann ihr Leidensweg mit dem Ende einer Unterarmamputation. Ursächlich war eine bakterielle und pilzliche Mischinfektion und letztlich schuldig an den üblen Gewebeuntergängen war ein Schimmelpilz.

LG
Sylvia