Autor Thema: Regenerationsleistung von Weberknechten  (Gelesen 209 mal)

Jürgen Guttenberger

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Regenerationsleistung von Weberknechten
« am: 2020-09-13 19:47:31 »
Servus,

vorab, bei den Knechten bin ich blank.
Heute auf der Terrasse bei lesen eines Buches ist mir diese Opilio canestrinii -Dame in den Augenwinkel gekommen. Hab sie dann kurz beobachtet und festgestellt, dass die Gute nur noch 6 Beine hatte.
Zuerst mit dem 150er Macro ein paar Übersichtsaufnahmen geschossen, da sie sich davon nicht stören hat lassen, hab ich mein "größer als 1-1" System aufgebaut.

Ich hab mich noch nie Gedanken gemacht, ob Weberknechte auch ihre Beine regenerieren könnnen, bei Spinnen ist das ja gut dokumentiert.
Na gut, könnte jetzt ja selber los-recherchieren, aber vielleicht hat ja der eine oder andere eine passende Antwort parat.
Den Verheilungsprozess kann man anand der beiden Abtrennstellen gut erkennen. Das hintere Bein ist schon "gut" verheilt, beim vorderen wird es wohl noch dauern.

Bin mal wieder hin und weg von den Spinnentieren.....

Gruß Jürgen

Jürgen Guttenberger

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Re: Regenerationsleistung von Weberknechten
« Antwort #1 am: 2020-09-13 20:09:40 »
Falls es jemanden interessiert, mein Sohnemann hat mich ganz entspannt dabei mit seinem Handy aufgenommen.

Hier ist die Systemkamera samt Balgen und Rodagon Rodenstock 2,8_50 mm in Retro zu sehen, geht bis ca. 5:1 je nach Balgenauszug-
Es sind alles Stackaufnahmen, meistens in der Bildunterschrift hinterlegt. Wenn ein Tier sich ruhig verhält, geht diese alte Methode sehr gut. Bei emsigen Tieren hat man hiermit keine Chance.

Gruß Jürgen

Jonathan Neumann

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Re: Regenerationsleistung von Weberknechten
« Antwort #2 am: 2020-09-13 22:08:26 »
Hallo Jürgen,

genau dieselbe Frage hatte ich mir auch gestellt und Jörg Pageler verneinte das damals. Alsö können Weberknechte das nicht.

Ich habe auch noch nie einen Weberknecht mit unterschiedlich langen Beinen gesehen, 6 beinige dagegen schon oft.

LG,
Jonathan
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Eckhart Derschmidt

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Re: Regenerationsleistung von Weberknechten
« Antwort #3 am: 2020-09-13 22:10:46 »
Lieber Jürgen, da hattest du wirklich ein sehr kooperatives Modell. Wieviele Versuche hast du gebraucht?HAst du den Weberknecht vorher gekühlt, oderist er auch so stillgesessen? Ich kann mich jedenfalls an kaum eine Spinne erinnern, die ich fotografiert habe, bei der so eine Vorgangsweise möglich gewesen wäre. Die Ergebnisse sind super, alle Achtung!
LG, Eckhart

Jonathan Neumann

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Re: Regenerationsleistung von Weberknechten
« Antwort #4 am: 2020-09-13 22:14:03 »
Weberknechte verbringen den Tag doch öfters an Wänden und bewegen sich dabei gar nicht.

lg,
jonathan

PS: ich finde den Stack auch gut,besonders der Augenhügel kommt klasse zur Geltung
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Jürgen Guttenberger

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Re: Regenerationsleistung von Weberknechten
« Antwort #5 am: 2020-09-14 20:09:33 »
Servus Eckhart,

wie Jonathan schreibt, der Knecht war regungslos auf diesen komischen Plastiksessel, den wir von irgend jemanden mal geschenkt bekommen haben. Ich hab den Hocker nur auf die Holzkiste gestellt, damit ich mich nicht so bücken musste. so hatte ich eine angenehme Fotostrecke.
Insgesamt über 400 Einzelaufnahmen, nur ein Stack ist hier nicht vorzeigbar, also eher wenig Ausschuß.
Das Problem war aber, da mein Terrassenbelag aus Holz ist, dieser schwimmend auf der Betonplatte verlegt wurde, schwingt  ziemlich. Ich musste meinen Sohn und auch meine Frau bitten, bei den Aufnahmen die Terrasse nicht zu betreten, bzw. ruhig auf der Liege zu verweilen.


Gruß Jürgen

Jonathan Neumann

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Re: Regenerationsleistung von Weberknechten
« Antwort #6 am: 2020-09-14 20:20:22 »
Erstaunlich wie viel Leute für ein gutes Foto arbeiten müssen :D.

400 Stacks sind ja krass! Ich hatte mich erst gewundert was an dem Foto so besonders ist, da meine ähnlich scharf sind. Als ich dann aber sah, wie deutlich 3D-mäßig der Augenhügel rüberkommt, war ich ganz baff. EDIT: jetzt sehe ich auche rst die Qualität der Mundwerkzeuge, ich nehme also mein mosern zurück!

lg,
jonathan
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Jürgen Guttenberger

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Re: Regenerationsleistung von Weberknechten
« Antwort #7 am: 2020-09-15 19:08:10 »
Was für mosern?

Man kann heutzutage auch wesentlich schneller stacken, Olympus bietet bei einigen Kameramodellen internes Bracketing an, soll ziemlich schnell gehen und bringt erstaunliche Bildqualität.

Ich mach noch auf Steinzeit, manchmal klappts-manchmal nicht.

HIer zum Vergleich, der Stack der meiner Meinung nach Verwackelt ist, warum?-entweder durch mich oder den Knecht, kann man nicht nachvollziehen.
Der Abstand mit dem 6,3 CZJ Mikroskopobjektiv beträgt dann nur max. 1-1,5 mm zm Objekt, dass ist verdammt knapp, a die Lichtsetzung wird schwierig, b die meisten Tiere flüchte. Ich hab den Knecht dann mal kurz mit dem Objektiv berührt, schon fühlte er sich gestört und zuckte mit den Beinen. Er blieb aber an Ort und Stelle

Gruß Jürgen

Jonathan Neumann

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Re: Regenerationsleistung von Weberknechten
« Antwort #8 am: 2020-09-15 20:36:46 »
Ich hatte mich erst gewundert was an dem Foto so besonders ist, da meine ähnlich scharf sind.

Das meinte ich mit (einer sehr milden Form von) Mosern. :)

In Berlin gibt es die tolle Mundart: nich jemeckert is jenuch jelobt...

LG,
Jonathan
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Jürgen Guttenberger

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Re: Regenerationsleistung von Weberknechten
« Antwort #9 am: 2020-09-16 17:10:22 »
Den Spruch gibts wohl in jedem Dialekt

"Niad gschimpft is gnua globt"

Gruß JÜrgen