Autor Thema: Und nochmals Vitosha/Witoscha im Sommer, 31.07.2020 (mit Schutzmaßnahmen)  (Gelesen 881 mal)

Simeon Indzhov

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Trotz des Coronavirus habe ich letzten Monat zweimal zur Vitosha gegangen (für einen halben Tag am 13.07 und für einen ganzen Tag am 31.07), natürlich habe ich mich geschützt, sofern möglich - Nasen- und Mundschutz, Apothekenspiritus zur Disinfektion, Busse habe ich vermieden und nur mit der z. Z. fast leeren Straßenbahn gefahren. Deswegen war ich etwas begrenzt in der Auswahl der Möglichkeiten, nämlich konnte ich nur Knyazhevo am Rande der Stadt besuchen und von dort nach oben gehen. Anfangspunkt.
Der Weg geht zuerst durch einen alten, künstlich gepflanzten Kiefernwald, der den Parks in Sofia ähnlich ist. Dort habe ich am 13.07 ein bisschen gesammelt, am 31.07 aber gar nicht, erst in einer Lichtung etwas höher. Dann kommt man zum Ort, bekannt als Byalata voda ("das weiße Wasser") - herum gibt es schon vorwiegend Laubwald, meist Buchen, aber auch Crataegus, Eichen usw. Einige Bäume sind noch etwas jung. Es gibt auch eine Wiese direkt oberhalb vom Brunnen, mit Felsen in der Nähe.

Ein Blick auf den Wald bei Byalata voda: PSX_20200802_201206.jpg
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Und ein Blick auf die kleine Wiese (mitte), der Brunnen ist links hinter den Bäumen versteckt - Bild vom 13.07: PSX_20200802_223018.jpg
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Von den Bäumen rechts auf dem Bild habe ich Lasaeola tristis geklopft.

Dann geht der Weg durch den Mischwald (meist Buchen, aber mit Fichten an ein paar Orten) und man erreicht von der linken Seite die Wiese, bekannt als Starcheski polyani ("Wiesen der älteren Menschen", die Herkunft des Namen ist mir nicht bekannt). Die Wiese war dicht mit hoher Vegetation bewachsen und ich habe dort geklopft. Die niedrige Vegetation am Waldrand war auch klopfenswert und einige Linyphiidae stammen von dort. Das war auch der Endpunkt der kurzen 13.07-Exkursion.

Starcheski polyani: PSX_20200801_003513.jpg
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Buchen im Gebiet: PSX_20200801_002605.jpg
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Crataegus: PSX_20200801_002805.jpg
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Der Laubwald wird danach dichter. Die Belite brezi-Hütte ("Die weißen Birken") ist ein weiterer nennenswerter Ort. Dort gibt es wieder Lichtungen sowie dichte Bodenvegetation am Rande des Fußwegs.

Und dann setzt der Wald fort bis zu Zlatnite mostove (einige Forenmitglieder kennen schon den Ort). Mitten im Mischwald, aber auch mit viel kräutiger Vegetation herum.

Fichte bei Zlatnite mostove: PSX_20200802_172736.jpg
*PSX_20200802_172736.jpg (475.64 KB . 765x751 - angeschaut 190 Mal)

Von dort habe ich den Fußweg zur Momina skala-Hütte genommen, dort ändert sich schon die Vegetation etwas - die Nadelbäume werden mehr, es erscheinen mehr Lichtungen, der Boden ist feucht an einigen Orten... es gibt ein paar offene Stellen wo die kräutige Vegetation alles brilliant bewachsen hatte, ich habe leider kein Foto von dort gemacht... das war dann meine Enddestination am 31.07, denn es wurde heiß und ich hatte noch den Rückweg.

Umbelliferae mit Käfern bei Momina skala: PSX_20200801_003427.jpg
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Simeon
« Letzte Änderung: 2020-08-02 21:35:05 von Simeon Indzhov »

Simeon Indzhov

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Bei Byalata voda habe ich von den Laubbäumen Lasaeola tristis Dipoena braccata geklopft. Die Art kannte ich schon seit 2018 von Rila (einzelnes weibliches Exemplar, wird überprüft), ich fand sie aber zum ersten mal auf Vitosha am 13.07 (ein Weibchen). Am 31.07 fand ich sowohl ein trächtiges Weibchen (nicht gesammelt) als auch ein Männchen - das schwarze Winzling ist wohl zu klein für meine Kamera. Die Fundumstände waren bei allen Exemplaren die gleichen: niedrig im Gebirge, im Sommer, Waldrand, geklopft von jungen Laubbäumen.
Männchen: lasaeola tristis m 2.jpg
*lasaeola tristis m 2.jpg (23.59 KB . 980x720 - angeschaut 174 Mal)

Weibchen vom 13.07: PSX_20200713_234909.jpg
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PSX_20200713_234743.jpg
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Und auch Dipoena melanogaster vom gleichen Region, aber an einer schattigeren Stelle:
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*PSX_20200802_015913.jpg (169.9 KB . 665x800 - angeschaut 175 Mal)
« Letzte Änderung: 2020-08-07 17:02:14 von Simeon Indzhov »

Simeon Indzhov

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Von Starcheski polyani, geklopft von der Krautschicht: Xysticus cf. bifasciatus. Am 13.07 fand ich ein subadultes Männchen, das ich noch halte, am 31.07 - dieses alte Weibchen.
xysticus bifasciatus 2.jpg
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xysticus bifasciatus epigyne.jpg
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Simeon Indzhov

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Wieder dort: eine dunkle Pardosa-Art. Ich zögere noch, sie Pardosa prativaga zuzuordnen, denn es gibt noch Pardosa tasevi. Hoffentlich erlaubt nächsten Frühling die Situation, dorthin zu gehen, so dass ich Männchen finden kann.
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Simeon Indzhov

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Viele Linyphiidae stammen von dort:

Gonatium hilare, zwei Männchen, geklopft von den oben gezeigten Bäumen:
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Trichoncoides piscator, geklopft von drr Krautschicht. Am 13.07 fand ich am gleichen Ort auch das Männchen:PSX_20200801_221748.jpg
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Mänchen vom 13.07:
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Porrhomma microphthalmum, ähnliche Situation:
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Minicia marginella, die Art hat Martin 2018 auch gefunden. Geklopft von der Krautschicht bei Byalata voda und höher:
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Simeon Indzhov

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Und die häufige Tenuiphantes floriana, geklopft vom Gras im Wald. Diese Art ist sehr häufig an der Stelle, letzten Herbst fing ich dort mehr als 20 Exemplare, und ich was selektiv!
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Simeon Indzhov

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Entelecara acuminata zwei Weibchen, geklopft von Bäumen im Wald:
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Dicymbium tibiale von der Krautschicht:
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Simeon Indzhov

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Bei Belite brezi fand ich noch Pardosa lugubris - von 2018 habe ich von dort auch Männchen, also die Bestimmung muss sicher sein. Die Spinne war am Waldrand:
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Letzten Herbst fand ich am Ort in der Krautschicht neben der häufigen Bolyphantes alticeps auch ein Männchen von Bolyphantes kolosvaryi. Ich denke nun, dass dies das passende Weibchen dazu ist. Eine interressante Beobachtung ist, dass sowohl bei Megalepthyphantes als auch bei Bolyphantes die ersten Weibchen früher als die ersten Männchen reif werden:
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An einem Waldrand im hohen Gras fand ich noch Xysticus kochi:
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Simeon Indzhov

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Bathyphantes nigrinus, von der feuchten dichten Krautschicht bei Zlatnite mostove:
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*PSX_20200801_235052.jpg (177.92 KB . 577x800 - angeschaut 159 Mal)

Und ebenfalls da, Oedothorax agrestis (2m 3f):
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Simeon Indzhov

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An einer kleinen Lichtung unterhalb Zlatni mostove fand ich Evarcha falcata und bei Momina skala, am selben Ort, Evarcha arcuata und Evarcha laetabunda (auf den Fotos in der gleichen Reihenfolge von links nach rechts):
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Ebenfalls in den Wiesen oberhalb Zlatni mostove, Tetragnatha pinicola. Das Weibchen wurde auch leicht rosafarben nach der Konservierung, was aufgrund meiner gelben Lampen leider nicht so gut wahrnehmbar ist:
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Am Ort gab es noch Neottiura bimaculata und Neriene peltata.

Simeon Indzhov

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Gonatium orientale, geklopft von Ästen bei Zlatnite mostove. Diese Art habe ich ebenfalls dort zum ersten mal 2019 gefunden.
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In der kräutigen Schicht im Wald gab es reichlich Linyphia triangularis. Hier der Größenunterschied zweier Exemplare gezeigt:
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Labulla thoracica baut ihre Netze im Wald zwischen Steinen und an Baumstämmen. Letztes Jahr fand ich Männchen oberhalb Zlatni mostove, hier aber das erste Weibchen, das ich fange:
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*labulla 1.jpg (33.23 KB . 800x812 - angeschaut 158 Mal)

Dieses mal habe ich weder Agelenidae noch Amaurobiidae gesammelt (weil ich die Arten dort schon gut kenne). Als einziges Feuchteliebendes und Netzbauendes habe ich unter toten Baumrinde im Wald direkt über Zlatnite mostove Segestria senoculata gefunden:
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*PSX_20200801_190651.jpg (141.78 KB . 513x800 - angeschaut 162 Mal)

Spinnen, deren Fotos ich hier nicht gezeigt habe, sind:
- Agyneta rurestris 1m 1f, geklopft von der Krautschicht unterhalb Zlatni mostove, im Wald/am Waldrand
- Neottiura bimaculata 1m, geklopft von der Krautschicht oberhalb Zlatni mostove, Wiesen
- Neriene peltata 1f, an einer Pflanze bei Zlatni mostove
- (lebend) Bolyphantes sp, ein subadultes Männchen von Momina skala. Es wird vermutlich alticeps sein. Ich hatte zwei gefangen, eine davon starb aber
- (lebend) Linyphiidae sp, ein Männchen das sich gestern reifhäutete, geklopft von Crataegus oder Ähnliches bei Starcheski polyani, am Rand des Fußweges. Es ist dunkel mit großen Palpen, meine Hypothese ist, dass es sich um Gonatium paradoxum handelt (sofern ich es durch das Mikroskop sehen konnte) - wenn ja, dann wäre das sowohl mein erstes Exemplar der Art als auch die dritte Gonatium Art von der Exkursion.

Simeon Indzhov

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Opilio dinaricus, überraschend häufig im Mischwald auf niedrigen Ästen (Buche etc.) Ich habe 4 m und 2 f gesammelt:
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*opilio dinaricus 4.jpg (38.79 KB . 800x731 - angeschaut 156 Mal)
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*PSX_20200802_133955.jpg (144.36 KB . 559x800 - angeschaut 159 Mal)
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*PSX_20200802_134059.jpg (56.25 KB . 254x800 - angeschaut 156 Mal)
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*PSX_20200802_134222.jpg (47.55 KB . 270x800 - angeschaut 157 Mal)

Simeon Indzhov

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Und jetzt die nicht-Spinnentiere - nach Opilio folgt Opilo. Opilo mollis, geklopft von einem niedrigen Ast ungefähr dort, wo es auf dem auf dem Foto bei Byalata voda gezeigt wird. Ich hatte schon Opilo pallidus im Garten gefunden:
opilo mollis 2.jpg
*opilo mollis 2.jpg (46.14 KB . 800x586 - angeschaut 157 Mal)

Tytthaspis sedecimguttata von Zlatnite mostove, sehr beweglich:
Tytthaspis unfocused.jpg
*Tytthaspis unfocused.jpg (21.66 KB . 773x800 - angeschaut 154 Mal)

Myzia oblongoguttata, geklopft von der gezeigten Fichte bei Zlatnite mostove. Ich denke, dass das Spinnenbein einer Bolyphantes gehört, die im Gefäß gestorben war:
Myzia oblongoguttata.jpg
*Myzia oblongoguttata.jpg (33.44 KB . 800x704 - angeschaut 158 Mal)

Cassida cf. vibex, von der Krautschicht bei Starcheski polyani:
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*PSX_20200801_012343.jpg (137.76 KB . 580x800 - angeschaut 158 Mal)

Simeon Indzhov

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Acanthosoma haemorrhoidale Weibchen (tot auf dem Foto), auf einem niedrigen Ast im Wald bei Byalata voda. Der Baum war zwar nicht Crataegus, letztere gab es aber ausreichend herum:
acanthosoma dorsal.jpg
*acanthosoma dorsal.jpg (70.16 KB . 800x632 - angeschaut 160 Mal)
acanthosoma ventral 2.jpg
*acanthosoma ventral 2.jpg (36.15 KB . 800x561 - angeschaut 158 Mal)
acanthosoma frontal.jpg
*acanthosoma frontal.jpg (57.46 KB . 789x800 - angeschaut 156 Mal)

Eine kleine Sciocoris von der Krautschicht bei Momina skala:
sciocoris dorsal.jpg
*sciocoris dorsal.jpg (39.57 KB . 595x800 - angeschaut 154 Mal)
sciocoris ventral.jpg
*sciocoris ventral.jpg (45.29 KB . 697x800 - angeschaut 157 Mal)

Canthophorus melanopterus von einem Zweig bei Byalata voda:
PSX_20200801_021052.jpg
*PSX_20200801_021052.jpg (153.13 KB . 677x800 - angeschaut 156 Mal)
Nabis limbatus bei Starcheski polyani, die Art war höher sehr häufig (neben Nabis pseudoferus):
nabis limbatus 2.jpg
*nabis limbatus 2.jpg (61.17 KB . 800x527 - angeschaut 154 Mal)

Rhopalus parumpunctatus, massenhaft in der Krautschicht bei Zlatnite mostove:
PSX_20200801_030350.jpg
*PSX_20200801_030350.jpg (218.19 KB . 776x800 - angeschaut 159 Mal)

Simeon Indzhov

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Leider haben die 4 Lithobiidae, die ich gefangen hatte, die Hitze nicht überstanden (die lebend gebrachten vom 13.07 sind bis auf eine alle noch am Leben bei mir). Hier ein Lithobius Männchen, relativ groß und hell, mit drei spitzen Zähnen an den Coxosterniten und doppelter 15. Kralle (die Hinterbeine sind erhalten - zum glück war diesmal so bei 3 von 4 Exemplaren!). Der Schlüssel bei Stoev (2002) bringt mich zu Lithobius nigripalpis/viriatus, die sich angeblich nur nach Weibchen bestimmen lassen. Ich habe ein ähnliches Männchen ebenfalls von dort, nur ein wenig größer, aber mit mehreren Zähnchen und viel dunkler. Es könnte sein, dass beide adult/subadult sind, oder zu zwei verschiedenen Arten gehören. Nächstes mal hoffe ich auf Weibchen - am 13.07 ethanolisierte ich ein weibliches Jungtier mit ähnlicher Konfiguration der Merkmale - wenn ich nur wüsste, dass es inadult ist!
lithobius sp 3 forcipular teeth.jpg
*lithobius sp 3 forcipular teeth.jpg (33.35 KB . 900x483 - angeschaut 154 Mal)

Martin Lemke

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Da sind interessante Arten dabei.

Trotz des Coronavirus habe ich letzten Monat zweimal zur Vitosha gegangen (für einen halben Tag am 13.07 und für einen ganzen Tag am 31.07), natürlich habe ich mich geschützt, sofern möglich - Nasen- und Mundschutz, Apothekenspiritus zur Disinfektion, Busse habe ich vermieden und nur mit der z. Z. fast leeren Straßenbahn gefahren.

Mit der Nase-Mund-Abdeckung schützt Du nicht Dich, sondern andere. Können Deine Eltern Dich nicht fahren? Dein Vater ist doch Mediziner, der muss doch das Risiko einschätzen können.

Off Topic: Bezüglich Corona ist BG für mich im Moment eine No go-Area: http://cov2.son-schiet.de/land.php?id=24; dort wurde sehr frühzeitig nach Einsetzen der ersten Verlangsamungstendenzen richtig Gas gegeben, das Virus zu verbreiten. Ich verstehe nicht, dass dort Leute Urlaub machen. Es sind vor allem Urlaubsrückkehrer, welche jetzt die 2. Coronawelle (die ist schon da!) in DE befeuern.

Martin
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DAS waren noch Zeiten: Norwegen 2011.

Simeon Indzhov

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Mit der Nase-Mund-Abdeckung schützt Du nicht Dich, sondern andere. Können Deine Eltern Dich nicht fahren? Dein Vater ist doch Mediziner, der muss doch das Risiko einschätzen können.


Leider können sie nicht. Sonst müsste die Maske auch von außen nach innen zumindest ein Teil der Partikeln/Tröpfe usw. stoppen, oder? Auch Staub... Auf jedem Fall gehe ich lieber mit Maske als ohne, auch wenn ein Risiko auch dann besteht.


Off Topic: Bezüglich Corona ist BG für mich im Moment eine No go-Area: http://cov2.son-schiet.de/land.php?id=24; dort wurde sehr frühzeitig nach Einsetzen der ersten Verlangsamungstendenzen richtig Gas gegeben, das Virus zu verbreiten. Ich verstehe nicht, dass dort Leute Urlaub machen. Es sind vor allem Urlaubsrückkehrer, welche jetzt die 2. Coronawelle (die ist schon da!) in DE befeuern.

Martin

Und ja, hier ist es wirklich schrecklich geworden, wie ich sage, die Pforten der Hölle haben sich geöffnet. Restaurante sind offen, Leute versammeln sich, keine Masken... und als Ergebnis haben wir 100-200 Fälle pro Tag. Ich denke, dass die Grenzen jetzt auch offen sind, zumindest für die Nachbarländer.

Simeon Indzhov

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Na gut, scheinbar habe ich die Lasaeola fehlbestimmt. Kurzes stumpfes Cymbium und gewundener Konduktor -> Dipoena braccata. Levi hält übrigens beide Arten für nahe verwandt (und so ist es auch vielleicht).
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Simeon Indzhov

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Bolyphantes alticeps, Momina skala, Reifehäutung am 06.08.2020:
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Tobias Bauer

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Trotz des Coronavirus habe ich letzten Monat zweimal zur Vitosha gegangen (für einen halben Tag am 13.07 und für einen ganzen Tag am 31.07), natürlich habe ich mich geschützt, sofern möglich - Nasen- und Mundschutz, Apothekenspiritus zur Disinfektion, Busse habe ich vermieden und nur mit der z. Z. fast leeren Straßenbahn gefahren.

Mit der Nase-Mund-Abdeckung schützt Du nicht Dich, sondern andere. Können Deine Eltern Dich nicht fahren? Dein Vater ist doch Mediziner, der muss doch das Risiko einschätzen können.

Das ist inzwischen recht gut widerlegt. Man schützt damit auch sich selbst, zumindest verringert sich das Risiko einer Ansteckung im Verhältnis. Daher hatte Simeon schon recht.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0140673620311429?via%3Dihub#!

Simeon Indzhov

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Mit Gonatium paradoxum lag ich richtig, das Exemplar häutete sich kürzlich nach dem Sammeln reif:
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Martin Lemke

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Googles Überetzer übersetzt Stacherski polyani BG=>DE nach "Ältere Wiese", was sicher ein Übersetzungsfehler ist. Was bedeutet das korrekt? Naturnahe Wiese?

"Byalata voda" erkennt Google als ব্যালাতা ভোদা Bengalisch  :-\; wenn man aber BG von Hand wählt, kommt man auf Wildwasser, was in diesem Sinne vielleicht Bachufer heißen soll.

EUNIS-Klassen wären klarer.

Martin
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DAS waren noch Zeiten: Norwegen 2011.

Simeon Indzhov

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Heißt "Wiesen der älteren Leute", grob übersetzt. Warum sie so genannt worden sind, habe ich keine Ahnung.

Martin Lemke

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Ich hielt es für eine Biotopbezeichnung, aber anscheinend heißt der Ort so. OK.

Martin
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Simeon Indzhov

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Aha, ne, das sind alles Toponyme. Byalata voda (бялата вода) heißt "das weiße Wasser" und ist einfach ein Brunnen am Mischwaldrand, mit Buchen, aber auch einige Tannen herum (eine große Tanne war dort im Winter 2017 gefallen), direkt daneben gibt es aber auch eine Lichtung mit Felsen und auch vermutlich künstlich gepflanzten Kiefern.

Starcheski polyani ist tatsächlich eine große Wiese, die man vermutlich als mesophil bezeichnen kann. Xerophil ist es nicht, denn selbst in der Sommerhitze ist es nicht ausgetrocknet, sondern gut grün bewachsen, am Boden gibt es aber auch kein stehendes Wasser oder so, lediglich kleine, vermutlich temporäre Ströme am Rand. Ich bin aber nicht gut in der Ökologie und auch nicht in der Botanik (außer bei einigen Baumgattungen).