Autor Thema: Eichstätt, 10.4.  (Gelesen 1795 mal)

Michael Hohner

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Eichstätt, 10.4.
« am: 2009-04-15 20:29:17 »
Am Karfreitag war ich mal in Eichstätt. Oberhalb des Altmühltals gibt es den Frauenberg, auf dem auch ein Segelflugplatz liegt. Interessant sind die Abhänge mit Trockenrasen und Kalkstein.



Siehe http://spiders.mhohner.de/location.php?id=66

Funde:

Mangora acalypha (Jungtiere)
Alopecosa cuneata
Pardosa lugubris s.l.
Pardosa cf. palustris (subadult, mit Abstand die häufigsten Bodenspinnen auf der Ebene)
Titanoeca quadriguttata in den Steinhaufen


Thanatus formicinus
Xysticus cristatus
Pellenes tripunctatus
Salticus scenicus auf den Steinhaufen
Heliophanus sp., subadult

dann noch Drassodes sp. und eine große schwarze Gnaphosidae, die ich nicht erwischt habe, sowie ein alter Kokon von Argiope bruennichi.

Danach bin ich ein kurzes Stück in den Nordosten von Eichstätt gefahren, zu einem weiteren Trockenrasenhang:

Siehe http://spiders.mhohner.de/location.php?id=67

Funde:

Pisaura mirabilis, subadult
Xysticus kochi
Asianellus festivus, ziemlich viele adulte Männchen und Weibchen direkt neben der Straße
Evarcha arcuata
Pellenes tripunctatus

Netzspinnen waren kaum zu sehen, die Vegetation war noch recht mager.

Aloys Staudt

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Re: Eichstätt, 10.4.
« Antwort #1 am: 2009-04-15 20:43:54 »
Am Karfreitag war ich mal in Eichstätt. Oberhalb des Altmühltals gibt es den Frauenberg, auf dem auch ein Segelflugplatz liegt. Interessant sind die Abhänge mit Trockenrasen und Kalkstein.

Pardosa lugubris s.l.
Pardosa cf. palustris (subadult, mit Abstand die häufigsten Bodenspinnen auf der Ebene)

Schade,
und ich dachte jetzt kriegen wir mal die 2. Eresus-Art vorgeführt!

Pardosa palustris hat auf einem Trockenrasen nichts zu suchen. Sie ist eine Charakterart
magerer, warmer Wiesen. Es gibt geradezu eine negative Korrelation: je extremer der Trockenrasen,
umso geringer wird die Abundanz der Pardosa palustris. Dafür steigt aber die Wahrscheinlichkeit,
dass es sich um Pardosa monticola handelt.

Auch Pardosa lugubris wäre interessant. Zwar mag Pardosa lububris s.str.!!! durchaus Magerrasen,
wenn die Sache jedoch sehr steinig ist (wie auf deinem Bild) muss man unbedingt P. alacris in
Erwägung ziehen. Pardosa saltans kann man ausschließen.

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Aloys
 
 

Michael Hohner

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Re: Eichstätt, 10.4.
« Antwort #2 am: 2009-04-15 20:55:43 »
Hmm, im letzten Jahr war ich am Hesselberg (http://spiders.mhohner.de/location.php?id=59), den ich als ähnlich einschätzen würde. Dort gab es auch massenhaft P. palustris auf dem Rasen und eine P. saltans in den Kalkfelsen.

P. palustris:


P. saltans:

Aloys Staudt

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Re: Eichstätt, 10.4.
« Antwort #3 am: 2009-04-15 21:32:46 »
Hmm, im letzten Jahr war ich am Hesselberg (http://spiders.mhohner.de/location.php?id=59), den ich als ähnlich einschätzen würde. Dort gab es auch massenhaft P. palustris auf dem Rasen und eine P. saltans in den Kalkfelsen.

Ja,
die Bestimmung ist eindeutig, vielleicht haben wir hier Beispiele für die
vielbeschworenen regionalen Unterschiede und Eigenheiten?

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Aloys