Autor Thema: Tipps & Tricks zum Binografieren  (Gelesen 6673 mal)

Arno Grabolle

  • Aktive Mitarbeiter
  • *****
  • Beiträge: 14437
    • mein g+
Tipps & Tricks zum Binografieren
« am: 2009-04-15 00:10:41 »
Auf eine Frage von Martin hin eröffne ich hier mal ein neuer Thema um ein paar Infos zum Fotografieren durchs Mikroskop zu sammeln:

Zitat von: Martin Lemke
@Arno & Kevin:
Wenn ich nicht wüsste, dass ich das selbe Trino-Modell hätte wie Ihr, würde ich annehmen, ich bräuchte ein neues. Bei mir werden die Trino-Bilder immer nicht annähernd so gut wie bei Euch. In Nullkommanichst ist die Untersuchungsflüssigkeit eingetrübt und auch mit Heliconfocus lässt sich nicht viel rausholen.

Meine Untersuchungsflüssigkeit (abgestandenes Wasser und Vogelsand) bleibt eigentlich eine ganze Weile klar. Ich kann einen ganzen Tag lang Spinnen/Genitalien darin fotografieren. Dann muss ich es aber auswechseln. Auch wenn ich sie nur für ein Foto benutze, muss ich sie nach ein paar Tagen auswechseln, wenn ich wieder fotografieren will. Auch wenn sie in der Zwischenzeit abgedeckt stand.
Nachdem ich den Vogelsand eingefüllt und mit Wasser aufgegossen habe, muss ich ca. 1/2 Stunde warten, bis sich Schwebteilchen abgesetzt haben. Dann kann ich erst fotografieren.

Manche Proben sind mit Eiweißpartikeln oder einfach Schmutz verunreinigt. Ich habe immer eine zweite Petrischale mit abgestandenem Wasser aber ohne Sand stehen, in der ich die Schnippelei mache. In dieser Schale putze ich die verschmutzten Proben (v.a. aus älteren Gefäßen und Freiland-Sammelatkionen) mit einem kleinen Pinsel. Der Pinsel hat sich auch als ausgesprochen gutes Transportwerkzeug erwiesen, um kleine Proben (Pedipalpen/Vulven) von dieser in die Fotoschale zu überführen. Man kann ganz leicht ein kleines Objekt zwischen seinen Borsten einklemmen und aus der Flüssigkeit ziehen. Auf der anderen Seite lässt es sich mit einer Nadel leicht wieder auskämmen.

Gerade mit Fotos aus verschmutzem und trübem Wasser arbeitet Helicon schlecht, weil das alles störende Pixel sind. Die Bilder werden automatisch um Klassen besser, wenn man saubere Flüssigkeit benutzt.

Ich fotografiere, wie an anderer Stelle schon erwähnt, mit Blitzlicht. Die ganze Konstruktion aus Trino, Kamera und Schale mit Flüssigeit auf Tisch ist ziemlich wackelig – auf mikroskopischem Niveau. Mit einer längeren Belichtungszeit als 1/60 wird man da nur mit sehr viel Glück ein scharfes Foto hinbekommen. Und für Helicon braucht man ja gleich eine ganze Reihe scharfer Bilder. Mit dem Blitz ist genügend Licht da, um mit nur 1/200 zu belichten (bei ISO 100). Das ist verwackelungsfrei, auch wenn die Probe, aufgrund leicher Erschütterungen, die evtl. durch das Drehen des Vorschubknopfes entstehen, etwas wackelt.

Arno

pfeiffer

  • Gast
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #1 am: 2009-04-15 09:22:58 »
Arno: Welche Digikamera verwendest dafür (noch mal bitte)? Ich arbeite lieber mit angeschlossem Computer, also direkt ein Bild auf dem Bildschirm. Jetzt habe ich irgendwo gelesen (verstanden, zumindest), dass Adobes Lightroom diese Möglichkeit mit einigen digitalen Fotoapparaten anbieten kann. Hast Du davon gehört? Falls ich eines Tage eine neue Digitalkamera kaufen würde, möchte ich so direktangeschlossen arbeiten: am liebsten mit Vorschau/Preview direkt auf dem Bildschirm, und die Aufnahme direkt auf dem Laptop gespeichert...

-Kevin

Martin: ich habe auch mal Probleme mit Klarheit in der Flüßigkeit (in meinem Fall Alkohol -- vielleicht soll ich es mal einfach mit Wasser probieren). Arnos Pinselidee finde ich sehr gut -- wollte schon lange einen besorgen. Ich tausche den Alkohol meistens 1-2mal am Abend aus, wenn ich die Beschmutzung nicht mehr aushalten kann.

Bewegung ist selbstverständlich tödlich für die Bildqualität. Ein großeres Problem für mich sind kleine Fasern, die immer wieder in der Schale auftauchen und mühsam mit Pinzette entsorgt oder verschoben werden müssen. Kann sein, dass die vom Handtuch kommen, ich weiß nicht. Mit Kind, Wohnzimmer usw. ist meine Umgebung nicht die sauberste. (Eine "Abwaschschale" finde ich auch gut, und es könnte nicht schaden, die Sammelgefäße sauber zu halten, wie Arno schon angedeutet hat.)

Ein anderes Problem sind die kleine Schwimmflecken, die ab und so auf der Oberfläche auftauchen. Wenn ich mitten in der Helicon-Arbeit bin, warte ich ab, bis die weggeschwommen sind (die kommen immer mal wieder, aber ich mache meine Aufnahmen dann dazwischen) oder ich warte bis der Fleck über einer Stelle ist, wo keiner ihn merken wird.

Meine Bilder würde ich in der Regel höchstens mit einem 3 vergeben. Die Aufrüstung geht, hat aber seine Grenzen, und ich meine auch -- Zeit, Arbeitsumgebung, Arbeitsdiziplin usw. (Die übliche Verschiebung --- "wenn ich nur Arnos Ausrüstung, z.b., hätte, würde ich viel konsequenter arbeiten" usw.) Ab und zu habe ich Glück mit einem Bildchen. Und Erfahrung mit Bildbearbeitungsmethoden schadet auch nicht. Ich war früher Bühnenbildner/Art Director und habe ein paar Jahren mit Photoshop gearbeitet. Das hilft heute noch, denke ich, obwohl ich z.Z. lieber mit Picasa arbeite (schnell und effizient, wenn nicht mit der mächtigen Kraft des Photoshops).

-Kevin

Bastian Drolshagen

  • ****
  • Beiträge: 1136
  • MTB 6916 FTW!!!
    • Dipluridae.de
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #2 am: 2009-04-15 11:26:01 »
Hallo,
verwackelte Bilder vermeide ich mit Hilfe der Auslöseautomatik (10 Sekunden) - dann einfach weder Bino, noch Schreibtisch berühren und schon gibts keine Probleme. So kann man auch höhere Belichtungszeiten anwenden.
Statt Pinsel benutze ich einfach feine Federstahlpinzetten, oder für ganz kleine Teile eine Pipette.
Diese Schwimmflecken entstehen bei mir durch Staub, da kann man nichts machen außer die Flüssigkeit wechseln, oder die "Flecken" mittels Pipette absaugen.

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 14313
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • Spinnenerfassung in SH
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #3 am: 2009-04-15 12:53:07 »
Früher habe ich auch mit Wasser gearbeitet. Aber in irgend einer Diskussion hier wurde mal empfohlen -- ich glaube Bastian war es -- die Proben in der selben Flüssigkeitsart zu untersuchen, in der sie bis dahin konserviert waren. Da ich seit einiger Zeit mit Isopropylalkohol arbeite, war dies das Mittel. Nachteilig dabei war immer die Verdunstung dieser stark entfettenden und schläfrigmachenden Chemikalie. Ich hatte sowieso vor, meine Bestände aufzubrauchen und dann zum Spiritus zurück zu kehren. Ich werde es also gleich beim Nächstenmal wieder mit abgestandenem Wasser probieren. Ich kann mich auch darauf beschränken, die Restbestände nur in Verwendung als Konservierungsflüssigkeit aufzubrauchen.

Also demnächst die Probe erst nochmal abspülen bevor sie zum Fotografieren unters Bino kommt. Die von Kevin erwähnten Teilchen, die auch wenn man die Probe in ganz frische Untersuchungsflüssigkeit gelegt hat, wie kleine Ruderboote neugieriger Schaulustiger durchs Bild schwimmen, kenne ich auch. Ebenso Fasern, die sicher nicht vom Handtuch kommen, sondern von den Spinnen. Ich benutze nämlich kein Handtuch an meinem Untersuchungstisch.

Gegen die Möglichkeit zu blitzen, macht mir das Nikon-System einen Strich durch die Rechnung. Den kann man im manuellen Betrieb schlichtweg nicht auslösen. Aber ich benötige die Binobeleuchtung eh zum Fokussieren. Da kann ich mit der auch belichten. Natürlich mit Fernauslöser. Ich glaube, dass Verwackeln weniger mein Problem ist.

Vielleicht sollte ich auch ein größeres Probengefäß nehmen, damit sich etwaige Schwebeteilchen mehr verteilen? Bis heute bin ich beim Provisorium der ersten Stunde geblieben: Einer abgeschnittenen Filmdose (Foto).

Martin

« Letzte Änderung: 2009-04-15 12:55:53 von Martin Lemke »
Dies ist ein Bekenntnis

Bastian Drolshagen

  • ****
  • Beiträge: 1136
  • MTB 6916 FTW!!!
    • Dipluridae.de
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #4 am: 2009-04-15 13:26:19 »
hi,
als Probengefäß benutze ich Petrischalen (entsprechender Größe) oder Blockglasschälchen. Die haben den Vorteil, dass man wenn man mal Pause machen möchte einfach den Deckel drauflegt und damit der Verdunstung und Staubteilchen etc. entgegen wirkt.

Michael Hohner

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 4626
  • Wo ist nun der versprochene Wurm?
    • Meine Spinnenfunde in Bayern
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #5 am: 2009-04-15 13:33:59 »
Ich verwende Petrischalen aus Polystyrol, auch weil man die abdecken kann. Als Fluessigkeit verwende ich Ethanol (Spiritus) auf 75% verduennt, also die gleiche Mischung wie zur Konservierung. Wenn die Fluessigkeit mal zu dreckig geworden ist, dann wird sie komplett mit dem Sand entfernt. Den Sand habe ich vorher gewaschen, da sind kaum noch Schwebeteilchen drin.

Mit dem Fotografieren bin ich derzeit recht unzufrieden. Die Qualitaet des Fototubus ist ziemlich bescheiden. Da mache ich mit meinem 3x-Makro immer noch deutlich bessere Aufnahmen.

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 14313
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • Spinnenerfassung in SH
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #6 am: 2009-04-15 14:16:42 »
Als Fluessigkeit verwende ich Ethanol (Spiritus) auf 75% verduennt

Ich habe eben ein Tier in Wasser determiniert und bilde mir ein, dass es da tatsächlich weniger Störung durch Schwebeteilchen gibt als bei einer 70%-Lösung von Isopropylalkohol. Dass Spiritus da wesentlich anders ist, kann ich mir nicht vorstellen, weiß es aber nicht. Vielleicht war das von mir inzwischen eingeführte Spülbad vor Ablage in die Untersuchungsschale aber der entscheidendere Schritt.

Zitat
Mit dem Fotografieren bin ich derzeit recht unzufrieden. Die Qualitaet des Fototubus ist ziemlich bescheiden. Da mache ich mit meinem 3x-Makro immer noch deutlich bessere Aufnahmen.

Ich habe zwar kein 3x-Macro, aber Zwischenringe. Ich habe auch schon manches Mal gedacht, dass ich mit dem Macro bessere Fotos mache als mit dem Trino. Ob das auch für kleinste Strukturen zutrifft, kann ich allerdings nicht sagen.

So oder so ist es noch ein Problem, dass selbst bei minimal Wärme erzeugender Beleuchtung treibende Teilchen immer in die Mitte schwimmen. Das sind manchmal kleine Sandkörnchen des Fixiersandes, die beim Einfüllen der Flüssigkeit aufgeschwämmt wurden. So kam mir die Idee, um ein breites Probemgefäß eine Wärmequelle herum zu bauen, um die Schwebeteilchen praktisch aus der Mitte weg zu lotsen. Aber wie soll die Konstruktion aussehen? Heizdraht, IR-Dioden?

Martin
Dies ist ein Bekenntnis

Michael Hohner

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 4626
  • Wo ist nun der versprochene Wurm?
    • Meine Spinnenfunde in Bayern
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #7 am: 2009-04-15 14:24:33 »
Ich denke, es ist einfacher, den Dreck aus der Fluessigkeit rauszuholen und zu verhindern, dass neuer Dreck reinkommt, als den Dreck durch irgendwelche Konstruktionen zu dirigieren.

Arno Grabolle

  • Aktive Mitarbeiter
  • *****
  • Beiträge: 14437
    • mein g+
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #8 am: 2009-04-16 00:01:05 »
Hi, was habe ich da wieder losgetreten. Wie sagt man, schön, dass wir mal drüber geredet haben ... ;)

Die Kamera ist immer noch die Canon EOS 400D, die mithilfe der mitgekauften Adapter auf dem Trinotubus montiert ist. Darauf der Ringblitz-Auslöser, der durch einen Draht mit dem Ringblitz unten am Objektiv des Mokroskops. Auslösen tue ich – wegen der oft nur gerade so fixierten Teile – trotzdem mit Drahtauslöser.
Ja, eine Dirct-to-screen-Verbindung wäre natürlich toll. Ich dachte, dass wäre nur mit speziellen Mikroskop-Kameras möglich. Aber vielleicht hast du recht und eine neue Generation von Digitalkameras und Software kann das. Allerdings stehen bei mir die beiden Arbeitsplätze vis-a-vis, was also eher unpraktisch wäre, solange sich das Mikroskop nicht auch vom Rechner aus steuern lässt (das wäre allerdins was ;)

Die Fusseln und kleinen Schwimmteilchen habe ich auch hin und wieder, aber eigentlich nicht in der Menge, dass sie mich stören würden. Ich treibe sie beim Einrichten schon aus der Bildmitte und aufgrund der Trägheit der Flüssigkeit bleiben sie da meist auch.

Die Probleme mit der Erwärmung und Wasserumwälzung, die Martin beschreibt, kenne ich nicht. Ich habe zwei dieser IKEA-LEDs rechts und links in ca. 8 cm Abstand vom Untersuchungsgefäß stehen. Die Wärmeentwicklung scheint vernachlässigbar.

Mein Untersuchungsgefäß ist meist eine Blockschale aus Glas (dieser Glasquader mit herausgeschliffener Halbkugel). Vielleicht bringt ja auch die Form und die thermisch ausgleichende Wirkung des Glases was ...
Für größere Objekte wird das dann allerdings schnell zu eng (kann mir gar nicht vorstellen, wie Bastian damit abreitet. Da bekommt er ja kaum eine Fußkralle seiner Vogelspinnen rein).

Womit ich manchmal Probleme habe, ist die Alkohol-Ausstömung, die Entsteht, wenn man die Probe in Wasser überführt. Die bilden Verwirbelungen unter Wasser und manchmal recht heftige Bildverzerrungen. Sie treten vor allem bei älterem Alkoholmaterial auf.

Auch schwimmen manche Objekte an der Wasseroberfläche, wenn sie länger im Alkohol gelegen haben. Es ist dann mit dem Fixieren schwieriger. Oft geht es dann aber nach einer Weile wieder.

Abspühlen allein reicht oft nicht aus. Ich habe mich manchmal über kleine Teilchen/Sandkörnchen usw. geärgert, die genau an den entscheidenden Stellen in der Epigyne hängengeblieben sind. Ich kann das oft auf dem Foto retuschieren, das macht aber viel Arbeit und ist dann nicht mehr so echt. Darum bürste ich die Bäuche und Pedipalpen mit dem Pinsel oft regelrecht ab (unterm Mikroskop) und bin immer erstaunt, was da an Schwebteilchen herauskommt. Der Pinsel ist übrigens ein ganz normaler Rundpinsel Größe 1. Ich würde da allerdings zu einem Qualitätsprodukt raten. Wenn man den jahrelang benutzen kann, sind ein paar Euro kein Geld.

@Michael: hast du dir jetzt ein Mikroskop gekauft?

Ich hänge mal noch Vergleichsbilder an: das selbe Exemplar von Altella biuncata (1,5 mm) ein mal mit Makro-Objektiv in vollem Auszug (ist allerdings nur ein 1x Makro) und allen Zwischenringen die ich habe (3er-Satz) und einmal durchs Trino aber wahrscheinlich bei weitem nicht mit voller Vergrößerung. Im ersten Vergleichsbild sind beide Bilder auf 25%verkleinert, im 2. Vergleichsbild 100%-Ausschnitte aus beiden Bildern.

Arno

Michael Hohner

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 4626
  • Wo ist nun der versprochene Wurm?
    • Meine Spinnenfunde in Bayern
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #9 am: 2009-04-16 07:22:58 »
Ich habe seit Anfang des Jahres ein Motic SMZ-168-TL mit 10x Okularen und 2x Fototubus. Trino+Okulare=Note 2, Fototubus=Note 4.

Mal zum Vergleich:

#1 ist mit dem Trino fotografiert, mehrere Aufnahmen, Ikea-Beleuchtung
#2 mit dem 3x-Makro, eine Aufnahme mit Blende 18, Ringblitz

pfeiffer

  • Gast
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #10 am: 2009-04-16 07:35:36 »
Ja, eine Dirct-to-screen-Verbindung wäre natürlich toll. Ich dachte, dass wäre nur mit speziellen Mikroskop-Kameras möglich. Aber vielleicht hast du recht und eine neue Generation von Digitalkameras und Software kann das.

Konkrete Infos habe ich leider nicht.

Zitat
Die Probleme mit der Erwärmung und Wasserumwälzung, die Martin beschreibt, kenne ich nicht. Ich habe zwei dieser IKEA-LEDs rechts und links in ca. 8 cm Abstand vom Untersuchungsgefäß stehen.

Bei mir (vielleicht auch bei Martin) ist der Abstand ungefähr die Hälfte (3-4 cm). Blitz kann nicht schaden, denke ich, da man zu mal nicht spür-/merkbare Bewegungen ausschließen kann.

Arno, hättest Du nicht mal Lust dein komplettes Fotosystem zu "upgraden"? Sicher gibt's einen Käufer für das alte, wenn der Preis stimmt. :-)

-K






Arno Grabolle

  • Aktive Mitarbeiter
  • *****
  • Beiträge: 14437
    • mein g+
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #11 am: 2009-04-16 08:36:45 »
@Michael: Das scheint wirklich besser zu gehen mit deinem 3x Makro. Und das Foto ist für Blende 18 erstaunlich scharf. Wenn du es schaffst, auf diese Art mehrere Fotos (Schärfeebenen) zu machen (gutes Stativ erforderlich oder am Objektiv fokussieren?) und diese mit Helicon kombinierst, könntest du in der Blende etwas runtergehen und hättest am Ende wahrscheinlich eine noch größere Qualität.

@Kevin: Nein, ich bin eigentlich mit der Ausrüstung sehr zufrieden. Wenn, dann tausche ich wohl immer nur Einzelteile aus.

Nur über das Mikroskop denke ich nach. Ich habe das Prospekt für die Nikon Stereomikroskope jetzt hier liegen, das allerdings auch nicht sehr informativ ist. Mich interessiert vor allem die hochwertigere Optik (behaupten sie zumindest), der Feinvortrieb und die größere Vergrößerung. Allerdings sind die auch ziemlich teuer ...

Arno

pfeiffer

  • Gast
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #12 am: 2009-04-16 08:52:04 »
der Feinvortrieb und die größere Vergrößerung.

Ja, genau diese zwei fehlen mir auch.

-K

Michael Hohner

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 4626
  • Wo ist nun der versprochene Wurm?
    • Meine Spinnenfunde in Bayern
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #13 am: 2009-04-16 09:33:18 »
Beim Fototubus stoert mich vor allem, dass da unheimlich viel Streulicht und Reflexionen drin sind, die den Kontrast deutlich absenken. Die fehlende Schaerfe kommt noch dazu.

Mehrere Schaerfeebenen sind mit dem Makro kein Problem, denn es hat einen eingebauten Einstellschlitten und ein passendes Stativ :-) Siehe auch hier.

Der Vorteil des Bino ist halt die Stereoansicht und der viel groessere Arbeitsabstand.

Bastian Drolshagen

  • ****
  • Beiträge: 1136
  • MTB 6916 FTW!!!
    • Dipluridae.de
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #14 am: 2009-04-16 11:50:19 »
Moin,
Zitat
Mein Untersuchungsgefäß ist meist eine Blockschale aus Glas (dieser Glasquader mit herausgeschliffener Halbkugel). Vielleicht bringt ja auch die Form und die thermisch ausgleichende Wirkung des Glases was ...
Für größere Objekte wird das dann allerdings schnell zu eng (kann mir gar nicht vorstellen, wie Bastian damit abreitet. Da bekommt er ja kaum eine Fußkralle seiner Vogelspinnen rein).

Ich benutze die bei größeren Spinnen für kleinere Präparate wie Spermatheken und Bulbi und sonst eben (bei einheimischen Arten) für die ganze Spinne. Ich hasse es Kleinteile in der 10cm Petrischale suchen zu müssen.

Zitat
Der Vorteil des Bino ist halt die Stereoansicht und der viel groessere Arbeitsabstand.

Die Stereoansicht geht beim Fotografieren ja eh flöten, da nur durch ein Okular geknipst wird und nicht durch beide.

Nebenbei: Ich find das Motic SMZ-168 klasse, würde mir aber -das nötige Kleingeld vorrausgesetzt- das Leica MZ9.5 holen.
Habe schon an beiden gearbeitet und die Optik beim Leica ist imo kaum zu übertreffen.

Michael Hohner

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 4626
  • Wo ist nun der versprochene Wurm?
    • Meine Spinnenfunde in Bayern
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #15 am: 2009-04-16 12:50:34 »
Zitat
Der Vorteil des Bino ist halt die Stereoansicht und der viel groessere Arbeitsabstand.

Die Stereoansicht geht beim Fotografieren ja eh flöten, da nur durch ein Okular geknipst wird und nicht durch beide.

Schon klar, aber man hat das Bino ja nicht ausschliesslich zum Fotografieren.

Bastian Drolshagen

  • ****
  • Beiträge: 1136
  • MTB 6916 FTW!!!
    • Dipluridae.de
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #16 am: 2009-04-16 13:46:26 »
hi Michael,
achso, hatte das mit Bezug aufs Fotografieren verstanden - das Thema geht ja hauptsächlich darum...

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 14313
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • Spinnenerfassung in SH
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #17 am: 2009-04-16 14:49:47 »
Warum gibt es so ein tolles Macro nur für Minolta?

Und Arno, so ein Nikon Bino kostet so viel wie ein Kleinwagen unter Anrechnung der Abwrackprämie. Mit 7.500 Euro musst Du schon rechnen (inklusive allem notwendigen optischen Fotografierzubehör).

Ich habe eben mal ausprobiert anstatt per Trino mir dem Macro zu knipsen. Erstmal ist es sehr umständlich die Probe zu posisionieren. Das geht unterm Bino erheblich besser. Und das fotografische Ergebnis ist ebenfalls eher magelhaft. Durch das Spülen ist es mit meinen Fotos schon besser geworden.

Mein Anstand zwischen Lampen und Probe ist so klein wie möglich, um ein Maximum an Licht nutzen zu können. Mal sehen, wie der optimale Kompromiss aussieht. 8 cm kommt mir sehr lichtverschwenderisch vor. 4 cm halte ich für realistischer. Nebenbei bemerkt, finde ich die Lichtausbeute der Ikea-Lampe nicht sehr berauschend.

Martin
Dies ist ein Bekenntnis

pfeiffer

  • Gast
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #18 am: 2009-04-16 16:51:19 »
Was kostet denn sowas wie das Leica MZ9.5? (Es ist kein gutes Zeichen wenn man die Preise nicht gleich finden kann.)

-K

Arno Grabolle

  • Aktive Mitarbeiter
  • *****
  • Beiträge: 14437
    • mein g+
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #19 am: 2009-04-16 19:17:39 »
@Martin: ja, bei dem Aufbau kann ich mir schon vorstellen, dass du Termikturbulenzen in der Flüssigkeit hast. Ich benutze das Licht ja nur zum Einstellen und da reicht das aus. Fürs Foto blitzt ja dann der Ringblitz.

Ja, ich weiß, was es kostet. Ich würde das Geld aber ausgeben, wenn die Qualität wirklich deutlich besser wäre. Ich sehe das so: Wenn ich jahrelang Fotos von Spinnen-Genitalien usw. mache, die dann im Netzt (oder evtl. mal Print) veröffentlicht vielen Leuten nützen können, dann entscheidet nur ein mutiger finanzieller Schritt über die Qualität von hunderten solcher Bilder. Die Arbeit und das know-how, die in diesen Bildern steckt ist ein vielfaches von diesem Geldbetrag wert und die Arbeit mache ich mir so oder so. Es kostet genausoviel meiner Lebenszeit, mit einem normalen Gerät zu arbeiten, wie mit einem hochqualitativen. Wie gut das Ergebnis ist, also wie sinnvoll diese Arbeit ist, entscheidet diese Investition (angenommen das Gerät ist sein Geld wert).
Dazu kommt: Zur Zeit ist das Geld auf der Bank sowieso nicht gut augehoben.

Arno

pfeiffer

  • Gast
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #20 am: 2009-04-16 20:00:41 »
Nebenbei bemerkt, finde ich die Lichtausbeute der Ikea-Lampe nicht sehr berauschend.

Die Linsen könnten besser sein, denke ich (oder für unser Zweck besser geeignet sein).

-K

Jürgen Scharfy

  • **
  • Beiträge: 302
Binolicht
« Antwort #21 am: 2009-04-16 21:30:38 »
Hallo zusammen,

nach Ewigkeiten melde ich mich mal wieder. Ich bin zufällig mal zu Hause, noch weiß ich nicht wie lange. Und was lese ich hier?
Das Stichwort Bino-Beleuchtung ;-)
Ich hätte fast vergessen meine Konstruktion hier mal vorzustellen. Ich habe leider keine Möglichkeit den Lichtfluss zu messen, sondern nur die Lichtstärke, aber schliesslich ist es ja das was schlussendlich zählt.
Bedingt durch die 3 Hochleistungs LEDs (Luxeon Rebel), der 12° Optik davor und des relativ geringen Abstands kommen dabei natürlich immense Werte zustande. Wie früher mal erwähnt kann ich die Strom- und damit die Lichtstärke variieren. In der dunkelsten Einstellung kommen so mickrige 250 Lux zusammen. Bei unter einem Drittel der möglichen Obergrenze ist mein Messgerät am Limit (bei 100.000 Lux). Das entspricht etwa einem klaren, sonnigen Sommertag.
Die Lichtstärke steigt nicht ganz linear an, aber bei Vollausschalg sind es sicher einige 100.000 Lux. Da wird man aber fast blind. Ich betreibe die Konstruktion bis etwa max einem Drittel also irgendwas knapp unter 100.000 Lux, je nachdem wie ich die LED-Arme einstelle. Eine sehr interessante Möglichkeit ist die Variation von Schatten und Licht zwecks Kontraststeigerung und mehr Plastizität am Foto (wobei ich noch keine Fotografiermöglichkeit habe). Da jeder Arm individuell einstellbar ist kann man so die (Summen-)Lichtquelle fein justieren, bis sich leichte aber nicht schlagende Schatten bilden. Leider komme ich kaum dazu mich damit rumzuspielen.

Besonders schmerzt mich, daß ich den Windoof Rechner neu aufsetzen muss, da die Webcams (die ich normalerweise am Bino hängen habe) nicht unter Linux laufen. So bleibt es bislang beim gucken.

Gruß,
Jürgen

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 14313
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • Spinnenerfassung in SH
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #22 am: 2009-04-17 09:11:40 »
Ja, ich weiß, was es kostet. Ich würde das Geld aber ausgeben, wenn die Qualität wirklich deutlich besser wäre.

Ich spiele auch seit einiger Zeit mit dem Gedanken. Einfach weil man auf die Dauer nichts gewinnt, wenn man alle paar Jahre ein etwas teureres Gerät kauft und das alte unter Verlust verkauft oder in irgend eine Ecke stellt.

Kurios ist, dass ein Auto für 7.500 Euro als spottbillig angesehen wird und sehr viele Durchschnittsleute kauften sich derzeit eines in dieser Preiskategorie und ein wenig darüber. In 10 Jahren ist so ein Auto nicht mehr viel wert, während so ein Trino sicherlich erheblich wertbeständiger ist.

Eine andere Frage, die man schlecht beurteilen kann ist die, ist der Qualitätsunterschied so groß, dass es einen vom Hocker haut? Vor ein paar Jahren, als ich mein derzeitiges Trino kaufte, dachte ich, dass sei eine lohnende Investition in die Zukunft. Es ist ja auch erheblich besser als mein altes. Aber aus heutiger Sicht, war das ein halber Schritt.

Im Moment ist Nikon nur ein Traum. Ob er Realität wird, weiß ich nicht. Vielleicht nehme ich auch ein anderes Modelle andere Marke. Über Zeiss Stemi hatte ich auch mal nachgedacht. Und Leica wurde ins Spiel gebracht. Welches ist nun der ultimative Schritt?

Martin
Dies ist ein Bekenntnis

Michael Hohner

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 4626
  • Wo ist nun der versprochene Wurm?
    • Meine Spinnenfunde in Bayern
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #23 am: 2009-04-17 09:47:03 »
Rasterelektronenmikroskop :-)

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 14313
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • Spinnenerfassung in SH
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #24 am: 2009-04-17 09:53:55 »
Jürgen, diese Kühlkörper habe ich noch nie gesehen. Aber vor allem, was ist das für eine Montage, die es ermöglicht, die Lampen auszurichten. Ich benutze dafür seit langem ein wackeliges Provisorium: Bastelstativ mit Krokodilklemmen. Mir ist bis heute nichts besseres eingefallen.

Martin
Dies ist ein Bekenntnis

Jürgen Scharfy

  • **
  • Beiträge: 302
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #25 am: 2009-04-17 11:07:36 »
Martin,
das ist alles ein Eigenbau. Die Kühlkörper sind normale Kühler für elektronische Bauteile, obwohl es eigene für genau diesen LED Typ gibt. Aber der Preis ist IMO nicht gerechtfertigt. Bei 750mA Betriebsstrom werden die Aluplatinen der LEDs ohne Kühlung recht heiss (bei fast 70° habe ich abgebrochen) und die Hitze schadet den Dioden. Mit dem Kühlkörper habe ich die drei LEDs im Hochsommer bei 30°C Raumtemperatur mit 750mA laufen lassen. Nach etwa einer 3/4 Stunde lag das thermische Gleichgewicht bei etwa 50°C Kühlkörpertemperatur.
Das ist aber ein Extremfall. Im Normalbetrieb bleiben sie kalt und dienen als Griff bei der Ausrichtung.
Die Leuchtenarme sind aus drei geschachtelten Alurohren aufgebaut. Man kann sie in der Länge variieren, mit dem Kugelgelenk am LED-Ende kann man die Leuchte einrichten. Mit dem Kugelgelenk an der Basis kann der ganze Arm geschwenkt werden und die ganze Konstruktion kann seitlich verschoben werden.
Mit dem hier abgebildeten Netzteil wird das Ganze mit Strom versorgt. Hinten Steckdose rein (mit Entstörfilter), vorne 40mA-750mA konstant raus (mit Überspannungsschutz bei Leitungsunterbruch). Für bis zu 4-5 LEDs (wollte mir Reserven offen halten)

Gruß,
Jürgen

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 14313
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • Spinnenerfassung in SH
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #26 am: 2009-04-17 22:48:05 »
Das Netzteil sieht aus wie ein Halogenstrahler-Dimmer.

Martin
Dies ist ein Bekenntnis

Arno Grabolle

  • Aktive Mitarbeiter
  • *****
  • Beiträge: 14437
    • mein g+
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #27 am: 2009-04-26 21:01:45 »
@Martin: Die neuen Fotos, die du ins Wiki gestellt hast, sehen doch gar nicht so schlecht aus.

Arno

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 14313
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • Spinnenerfassung in SH
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #28 am: 2009-04-29 07:50:25 »
@Martin: Die neuen Fotos, die du ins Wiki gestellt hast, sehen doch gar nicht so schlecht aus.

Die Trino-Bilder? Es ist nicht zuletzt Euch zu verdanken, dass ich begriffen habe, dass man nicht mal eben beim Determinieren ein Bild macht, sondern dass das alles aufwändiger ist. Erst determinieren und die Tiere, die fotografiert werden sollen, separieren. Die fotografieren ich dann später oder an einem anderen Tag, wenn ich Muße dazu habe. Mal so nebenbei kommt nichts vernünftiges dabei heraus. Dazu braucht man Geduld, ein Stacker-Programm (z. B. Heliconfocus) und hinterher muss man das Resultat trotzdem noch bearbeiten. Ich skaliere die Bilder für das Wiki übrigens inzwischen auf 800 Pixel Breite bei 70 % Jpeg-Qualität.

Kontrastspreizung ist ein Muss. Das kann The Gimp zwar automatisch, aber manchmal ist das Ergebnis besser, wenn man es von Hand macht. Unscharf maskieren ist manchmal nötig, oft aber mit geänderten Parametern. Das heißt, es ist mit ein paar Mausklicks nicht getan. Man muss sich mit einem Bild schon richtig beschäftigen.

Jetzt gerade in diesem Moment kommt mir der Gedanke, dass Heliconfocus vielleicht bessere Ergebnisse liefert, wenn man die Bilder bearbeitet, bevor sie montiert werden. Das geht natürlich nur mit Stapelverarbeitung, weil ich meist 5-15 Bilder mache, je nach Tiefe, die abgebildet werden muss. Kann auch sein, dass beim Stacken ein statistisches Kalkül eine Rolle spielt. Und ich habe noch nicht mit den Einstellmöglichkeiten von Heliconfocus experimentiert. Möglicherweise liegt da noch richtig Potential brach. Vielleicht kann man auch mal ein Seminar für sowas organisieren.

Und Probe säubern (Spülen), sowie Fixiersand öfter wechseln, wie wir kürzlich erst besprochen haben. Keine Maßnahme ergibt eine bahnbrechende Verbesserung, aber die Summe macht es schlussendlich. Ich spüle den Fixiersand inzwischen auch länger. Nicht nur, bis ich keine Schwebeteilchen sehe, sondern mindestens doppelt so lange. Ich denke, auch das bring ein klein wenig mehr.

Sandpartikel, die nach dem Neueinfüllen ins Untersuchungsgefäß auf der Oberfläche schwimmen, sauge ich mit einer Pipette ab. Damit bekommt man zwar nicht alles weg, aber schon mal das grobe.

Martin
« Letzte Änderung: 2009-04-29 07:59:15 von Martin Lemke »
Dies ist ein Bekenntnis

Arno Grabolle

  • Aktive Mitarbeiter
  • *****
  • Beiträge: 14437
    • mein g+
Re: Tipps & Tricks zum Binografieren
« Antwort #29 am: 2009-04-29 08:39:00 »
Die 800 Pixel finde ich bei Epigynen schon ganz schön erschlagend. Da muss man ja schon etwas vom Bildschirm wegrücken, um noch alles erfassen zu können.

Es kommt darauf an, was du mit „vor Helicon bearbeiten“ meinst. Kontrast usw. auf jeden Fall. Bei der Schärfe bin ich mir nicht socher, ob ihn das nicht eher durcheinander bringt. Schmutz retuschieren oder Bildgröße nicht. Das kann man erst hinterher machen.

Die Parameter von Helicon bringen in manchen Fällen was, aber keine wahnsinnigen Effekte.

Scharfzeichnen am originalgroßen Bild mit größeren Pixel-Bereichs-Einstellungen. Dann nach dem Verkleineren fürs Web nochmal vorsichtig nachschärfen (mit wesentlich kleinerem Pixelbereich). Das bringt die besten Ergebnisse.

Arno