Autor Thema: Bestimmung mit der supracheliceren Lamelle und dem Labrum => [WIKI]  (Gelesen 831 mal)

Lars Friman

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Moin moin,

ich habe gerade eine Menge von pdf-Arbeiten von  Suzuki (u.a. 1976, ferner Mitov 1997)
gelesen bzw. auch überflogen und stelle fest, dass mindestens bei den  Leiobuninae die o.g.
Platten sehr hilfreich bei der Bestimmung der Leiobunum- und Nelima-Arten (!) sein sollen.
Gibt es hier im Forums Erfahrungen dazu?

Lars Friman


« Letzte Änderung: 2011-03-21 07:56:49 von Lars Friman »

Hay Wijnhoven

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Re: Bestimmung mit der supracheliceren Lamelle und dem Labrum
« Antwort #1 am: 2011-01-04 11:45:39 »
Ja, Auch Prieto zeigt diese Platten für die Leiobunum-Arten. Ich würde sagen das sind 'zusätzliche' Merkmale, auch weil sie nicht ganz konstant sind. Ich sehe mir diese Strukturen manchmal an, aber sehr wichtig für die Bestimmung sind die eben nicht,
VG,
Hay

Lars Friman

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Re: Bestimmung mit der supracheliceren Lamelle und dem Labrum
« Antwort #2 am: 2011-01-04 19:34:46 »
Moin Hay,

1) die sind aber wesentlich einfacher zu benutzen/sehen als ein Penis nach einer Genitaluntersuchung.

2) wie bewertest Du die Form der Tuberkeln an den a-/p-Coxa und auf der Genitalplatte,
     insbesondere als Merkmal für Bestimmungsschlüssel (Prieto & Fernandez 2007:169,
     2b, 5a/5b, => L. rotundum)?

Lars Friman
« Letzte Änderung: 2011-01-04 19:38:46 von Lars Friman »

Hay Wijnhoven

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Re: Bestimmung mit der supracheliceren Lamelle und dem Labrum
« Antwort #3 am: 2011-01-05 10:02:09 »
Hallo Lars,
ad 1. Penis ist (wie Palpus des M. bei Spinnen) DAS Merkmal.
ad 2. Die Körnchenreihen an den Coxen sind meiner Meinung nach wichtig für die Bestimmung bzw. Einordnung der Arten in bestimmten Artgruppen. Unser Leiobunum sp. A zB. hat kräftige Reihen an allen Coxen, vorn und hinten, bis auf „hinten Coxa 3“. Man kann das so andeuten: FB FB F- FB (F=front, B=back). Auch L. rotundum hat es genau so, u.A. die Iberischen Arten L. lusitanicum und L. defectivum und die meisten der von mir gesammelten Marokkanischen Leiobuni! Die gehören alle zu einer Artgruppe. L. limbatum hat dann –wie du ja schon mal gezeigt hast- die Konfiguration: -- -- -- -B. Und L. rupestre F- -- -- -B.
Die Zahl der Tuberkeln einer Reihe kann aber ganz erheblich variieren! Ist deshalb kein relevantes Bestimmungsmerkmal. Das gilt auch für die Körnchen(-reihen) des Genitaldeckels.
Die Form der Tuberkeln ist innerhalb einer Gruppe (fast) gleich. Außerdem haben nicht alle Tuberkel die gleiche Form. Manche sind kleiner und einfacher, die obere sind größer, die am hinterrand der vierten Coxa sind meist sehr kräftig, die am Vorderrand schwacher, u.s.w.
VG,
Hay

Lars Friman

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Re: Bestimmung mit der supracheliceren Lamelle und dem Labrum
« Antwort #4 am: 2011-01-05 11:13:25 »
Moin Hay

und Danke für die männlichen Hinweise. Daher die nächste Frage:
wie zuverläßlich sind die "zusätzlichen" Merkmale für die Damen?

Lars Friman