Autor Thema: Spinnen kochen/töten?  (Gelesen 1630 mal)

pfeiffer

  • Gast
Spinnen kochen/töten?
« am: 2009-06-03 11:49:54 »
Hi, Walter-

könntest Du den folgenden Text  (von Szinetár Csaba, heißt er, denke ich) kurz zusammenfassen oder übersetzen (Deutsch oder Englisch):

"HétfÅ‘n az egész napot fÅ‘zött pókokkal töltöttem. Igen, fÅ‘zöttekkel. Ugyanis, bár ezt kevesen tudják, az igazi pókász meg is fÅ‘zi a pókokat. Élve. Most persze, lehet hirtelen ledermedni, de inkább ne. A lobogó vízbe dobott pók a másodperc töredéke alatt távozik az árnyékvilágból, míg az alkoholban "kíméletesen" elölt állatok gyakran 2-3 percig kapálóznak, sÅ‘t nagyon sokszor egy csomó kaját vissza is öklendeznek. Sajnos a pókászat ilyen kegyetlen. (Zárójelben jegyzem meg, hogy a csigászok még kegyetlenebbek, Å‘k sima vízbe fojtják a példányaikat, hogy kinyúztozkodjanak ez egy kisebb csiganak néha 2 napba is telik.) Mindenkiben ilyenkor ugye felmerül, hogy nem lehetne kíméletesebben, de jobb ötlette eddig nemsokan áltak elÅ‘. Arról szót sem ejtve, hogy a párizsi az asztalon milyen kalandokon esik megy keresztül mire odaér...
Az ok amiért mi megfÅ‘zzük a pókokat az az, hogy ilyenkor a szöveteik megtelnek vízzel, és minden tagjukat kinyújtóztatják, így remekül lehet Å‘ket tanulmányozni..."

Walter Pfliegler

  • Global Moderator
  • *****
  • Beiträge: 3278
  • Amateur Nature Photographer
    • Nature photos from an Amateur Naturalist
Re: Spinnen kochen/töten?
« Antwort #1 am: 2009-06-03 15:27:36 »
Hallo, natürlich, woher kommt das Text? Eigentlich heute morgen habe ich Dr. Szinetár ein Email gescheiben, weil es scheint so, dass Acantholycosa, die ich in Ungarn schon 3mal gefunden habe, neue Art und neue Gattung für Ungarn ist.

"Am Montag hab' ich den ganzen Tag mit gekochten Spinnen verbracht. Ja, gekochten. Es sit dann, obwohl das nicht überall bekannt ist, das der wahre Spinnenforscher die Spinnen auch kocht. Lebendig. Es ist verstehbar, jetzt erschrekt zu sein, aber bitte nicht. Die Spinnen nach kochendes Wasser geworft verlassen die Schattenwelt in Sekunden, während die in Alkohol getötete Spinne manchmal für 2-3 Minuten noch klettern, und manchmal auch viele Fütter zurückbrchen. Leider ist Spinnenforschung grausam (in Klammern: die Schnekckenforscher sind noch grausamer, sie ertränken ihre Examplren in reines Wasser, damit sie in ihre Häuser nicht zurückkehren, das kann für eine kleine Schnecke 2 Tage dauern). Alle denken natürlich daran, ob man es schonender nicht machen könnte, aber viel bessere Ideean haben noch keine geäussert. Nicht geschprochen davon, welche Abenteuer unsere Extrawurst durchgeht, bis es den Tisch ereeicht. Der Grund, warum wir Spinnen kochen, dass so ihre  Gewebe mit Wasser gefüllt werden, und sie dehnen sich, so kann man sie prima studieren..."
Walter Pfliegler - Amateur Naturfotograf (und Molekular Biologe - Ungarn)

Arno Grabolle

  • Aktive Mitarbeiter
  • *****
  • Beiträge: 14437
    • mein g+
Re: Spinnen kochen/töten?
« Antwort #2 am: 2009-06-03 15:56:43 »
Uhh, das kann einem ja den Appetit verderben.

Arno

Martin Lemke

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 14136
  • TK 2130 Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany
    • Spinnenerfassung in SH
Re: Spinnen kochen/töten?
« Antwort #3 am: 2009-06-03 19:35:49 »
Ich finde nicht, dass Spinnenforschung grausam ist.

Die Tiere zu kochen anstatt sie mit einem geeigneten Gift abzutöten, ist sicher keine pragmatische Lösung; schon gar nicht im Gelände.

@Arno: Kommt auf die Dosis Knobi an. ;-)

Martin

pfeiffer

  • Gast
Re: Spinnen kochen/töten?
« Antwort #4 am: 2009-06-03 20:38:26 »
Hallo, natürlich, woher kommt das Text? Eigentlich heute morgen habe ich Dr. Szinetár ein Email gescheiben

Von dem Link, den Du anderswo hier gepostet hast. Ich habe heute auch an ihn geschrieben, da wir eine uns unbekannte Cheiracanthium-Art gefunden haben. Und ich habe auch sein Taschenbuch gekauft: "Pókok" (ein neues Wort für mich).

Zitat
"... Der Grund, warum wir Spinnen kochen, dass so ihre  Gewebe mit Wasser gefüllt werden, und sie dehnen sich, so kann man sie prima studieren..."

Also 'kochen' meint er selbstverständlich nur im übertriebenen Sinn. Von dieser Methode habe ich anderswo schon gehört und finde die Idee nicht schlecht (da ich die meisten Exemplaren zuhause umbringen). Nur bei meinem ersten Versuch war das Wasser vielleicht zu heiß oder ich habe ihn zulange drin gelassen und das hat den Pedipalpus ein bisschen zu sehr ausdehnen lassen.

-K