Autor Thema: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands  (Gelesen 26744 mal)

Katja Duske

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #30 am: 2011-11-30 13:45:48 »
Ja.

Katja

Lars Friman

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #31 am: 2011-12-04 14:22:51 »
Moin,
die Lateralansicht 45 ° könnte in etwas so aussehen, oder?
Lars Friman

Jörg Pageler

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #32 am: 2011-12-04 20:33:16 »
Moin Lars,

ich finde, das Foto wäre sehr gut für die Kopfregion-Dreizack-Augenhügel-Ansicht (viele Details). Aber der Knecht ist nicht besonders typisch gefärbt/gezeichnet für einen O. spinosus, oder? Die charakteristische Sattelzeichnung ist nicht sehr ausgeprägt.

Wir sollten meiner Meinung nach für die "Gesamtansichten" auch möglichst Bilder auf natürlichem Hintergrund wählen (wie z.B. dieses). Ein kleines Stück Holz oder ein Blatt im Hintergrund machen manchmal schon einen großen Unterschied!

Jörg

Jonathan Neumann

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #33 am: 2011-12-04 20:44:30 »
Guten Abend!

Ist das ein Stack-Foto, Lars?

Jörg, ich denke der Knecht ist schon etwas älter und dadurch schon faltig geworden.

LG,
Jonathan
CHAENA MONNA MOKOPUNG aus Afihla Majantja Vol 3.

Tinto von Matsieng, eines meiner Lieblingslieder

Hay Wijnhoven

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #34 am: 2011-12-05 13:06:31 »
Hallo,
Nur zur Information: meine Weberknechtzeichnungen sind Verfügbar.

VG,
Hay

Jörg Pageler

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #35 am: 2011-12-05 17:12:39 »
Hallo Hay,

das ist eine gute Nachricht! Wenn uns Prof. Martens auch noch das Okay gibt, seine Zeichnungen verwenden zu dürfen, könnten wir sie kombinieren.

Nur mal so aus Interesse: Wie lange brauchst Du, um Zeichnungen wie z.B. Figuur 236 (Augenhügel von Oligolophus tridens) anzufertigen?

Im Anhang mal die Augenhügel von Dicranopalpus ramosus und Mitopus morio in je zwei verschiedenen Ansichten. Ich denke, die könnte man als Ergänzung zu den Zeichnungen auch gut zeigen.

Und was mir gerade noch einfällt: Wir sollten irgendwo erwähnen (evtl. bei Farbvariations-Mosaiken), daß einige Weberknechte zum Herbst/Winter hin deutlich dunkler werden können. Das habe ich bisher (soweit ich mich erinnere) noch in keinem Buch gelesen, und ich finde, das ist ein wichtiger Hinweis. Unten als Beispiel D. ramosus.

Jörg

Jörg Pageler

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #36 am: 2011-12-05 19:09:13 »
So, eine Seite hätten wir schonmal. Jetzt fehlt ja nicht mehr viel ... ;-)

Jörg

Katja Duske

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #37 am: 2011-12-05 20:22:17 »
Hallo Jörg,

sieht gut aus. Wenn Du jetzt noch die Rückseite mit Inhaltsangabe fertig machst, können wir bald in den Verkauf gehen. ;-)

Katja

Lars Friman

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #38 am: 2011-12-05 21:07:10 »
Moin Jörg,

1) Die Ersteseite ist z.Z. nicht von Bedeutung.

2) es ist gut zu wissen, dass die Bilder von Hay (und Martens?) uns zur Verfügung stehen.
Wir wollen aber nicht alles übernehmen, sondern auch selbst etwas neues dazu beitragen.
Das Buch wird nicht aussehen wie Martens (1978) oder Wijnhoven (2009), da wir die Weber-
knechte in erster Linie durch detaillierte Beschreibungen und große Farbfotos präsentiert wollen,
die dann selbstverständlich mit Zeichnungen von Hay, Arno, mir usw. ergänzt werden.

3) Da das "Buch" sowohl bei Exkursionen mitgenommen werden, als auch zu Hause als Nachhilfe
dienen soll, schlage ich vor, dass die Beschreinbung der Knechte (unter dem Infobox) mit:

(Bild: Auge): für die grobe Bestimmung ohne Hilfsmittel im Gelände
(Bild: Lupe): Einzelheiten die im Gelände mit der Lupe gesehen werden können
(Bild: Mikroskop): Details die erst unter Mikroskop sictbar werden

gekennzeichnet wird. Dieser Teil ist der Kern des Buches, eben so wichtig wie die Fotos.

4) Wir müssen folglich selbst die Arten zuerst schriftlich Beschreiben und zwar sehr detailliert. Dann
dazu die passenden Photos je Weberknecht-Art (der Forumsmitgliedern) sichten. Dabei sollte: je
ein Photo von dorsal, ventral und von der Seite (45°) ausgesucht werden. Immer (m.E.) als Einzel-
bild, Gruppenbilder etc. können später vielleicht dazu genommen werden um zu zeigen wir groß z.B.
die Geschlächtsdimorphismus sein kann bzw. ist.
 
5) Es ist kein Stack-Foto (Jonathan).

Lars Friman

edit: wenn schon so ein Bild, dann bitte ohne Fusseln (Martins Bemerkung mir gegenüber vor lange, lange Zeit)!
« Letzte Änderung: 2011-12-05 21:15:36 von Lars Friman »

Jörg Pageler

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #39 am: 2011-12-05 21:43:03 »
Moin Lars,

Zitat
(Bild: Auge): für die grobe Bestimmung ohne Hilfsmittel im Gelände
(Bild: Lupe): Einzelheiten die im Gelände mit der Lupe gesehen werden können
(Bild: Mikroskop): Details die erst unter Mikroskop sictbar werden

das ist eine sehr interessante Idee!

Ich glaube, am besten wäre es, wenn jeder von uns mal eine Beispielseite (Doppelseite einer Art) entwerfen würde (wie von Hay vorgeschlagen). Dabei sollte noch nicht so sehr der Inhalt im Vordergrund stehen, sondern erstmal die Form, das Layout usw. Dann sehen wir, wie weit sich unsere Vorstellungen decken.

Ich bin sehr zuversichtlich, daß wir hier wirklich was Gutes zustande bringen können. Wir sollten nicht vergessen: Wir gehören genau der Zielgruppe an, die das Buch erreichen soll. Wenn wir es also so hinkriegen, daß es uns selbst gefällt, sollte es genau richtig sein!

Jörg

@Lars: Das Cover war ja auch nicht so ernst gemeint.

Lars Friman

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #40 am: 2011-12-06 09:08:46 »
wurde von mir hierhin verschoben (Lars Friman)

Moin zusammen,

wie wollen wir es mit Quellen und Zitaten handhaben?
Ich muß ehrlich sagen, daß mir die neue Art und Weise der Quellenangaben im Wiki nicht sonderlich zusagt. Okay: So ist es eigentlich "richtig", aber mir persönlich gefiel die kleine Index-Nummer im Text besser als die jetzige Lösung.

Wenn wir in unserem Buch nun jede Quelle jeder einzelnen Information ebenso angeben, entfiele bestimmt ein Viertel des Textes auf jeder Seite auf die Zitate (Größenangaben von Martens, alternative Größenangaben von Spoek oder aus eigenen Messungen, Reifezeiten von Wijnhoven, Verbreitungsangaben aus zahlreichen verschiedenen Checklisten, Angaben zu Lebensweise und Biologie aus Pinto-da-Rocha etc.).
In "Harvestmen, Pinto-da-Rocha et al 2007" nimmt es meiner Meinung nach an vielen Stellen schon überhand. Man kommt beim Lesen direkt in Stocken vor lauter Quellen.
Für streng "wissenschaftliche" Texte mag das in Ordnung sein, aber da ich unser Buch eher in der Tradition von Bellmann (Spinnen-Atlas) sehe, würde ich vorschlagen, daß wir durch Fußnoten bzw. Indizes auf ein Literaturverzeichnis am Ende des Buches verweisen. So bliebe es deutlich besser lesbar, und trotzdem wird dem Leser keine Information vorenthalten.

Ausnahme von dieser Regel könnten evtl. besondere Beobachtungen sein, wie etwa:
"Immel 1955 beobachtete, daß Rilaena triangularis in Gefangenschaft fliegende Insekten mit seinem langen zweiten Beinpaar aus der Luft zu peitschen vermochte".

Was meint Ihr dazu?

Jörg
« Letzte Änderung: 2011-12-06 09:11:18 von Lars Friman »

Lars Friman

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #41 am: 2011-12-06 09:09:36 »
Genau so sehe ich das auch.

Katja



Verschoben ging nicht (Lars Friman)

Lars Friman

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #42 am: 2011-12-06 09:22:35 »
Moin Jörg,

Du machst das Dir zu kompliziert. Ich bin aber auch dafür, dass
die Zitate in der Regel mit kleinen Nummern angegeben werden.
Aber z.B. zu den Größenangaben muss ich doch keinen Autor an-
geben! Das gleiche gilt auch für Reifezeiten. Lebensweise, Biologie,
Anatomie etc. wird in Anfang kurz beschrieben, nicht bei jeder Art,
Habitat aber schon. Schu doch nach, wie elegant Hay das gemacht
hat.

Diese Ausnahme ich bei Bestimmung nicht relevant!

"der Ausnahme von dieser Regel könnten evtl. besondere Beobachtungen
sein, wie etwa: "Immel 1955 beobachtete, daß Rilaena triangularis in
Gefangenschaft fliegende Insekten mit seinem langen zweiten Beinpaar
aus der Luft zu peitschen vermochte".

Lars Friman

Jörg Pageler

  • Gast
Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #43 am: 2011-12-06 11:35:15 »
Moin Lars,

ich hatte extra ein neues Thema aufgemacht, damit es hier nicht zu unübersichtlich wird. Wenn wir jeden einzelnen Aspekt unseres Projektes in einem Thread diskutieren, haben wir hier bald 2000 Antworten und keiner blickt mehr durch. Vielleicht kann uns Martin jetzt schon ein Unterforum einrichten, damit alles zusammenbleibt?

Zum Thema Quellen:
Wieso soll man für einige Angaben Quellen angeben und für andere nicht? Wir haben diese Informationen (auch über Größe, Reifezeit etc.) schließlich nicht selbst ermittelt. Und einfach willkürlich Quellen angeben ("Bei der Größe brauche ich keinen Autor, aber bei anderen Details schon"), finde ich nicht in Ordnung.
Was spricht denn auch gegen das hier:

Körpergröße 1: Weibchen werden 7,2 bis 9,2 mm groß, Männchen 4,5 bis 6,6 mm.
Reifezeit 2: Juni bis Oktober.

und im Literaturverzeichnis:

1: Martens J. (1978): Die Tierwelt Deutschlands 64. Teil, Weberknechte, Opiliones. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 464 S.
2: Wijnhoven H. (2009): De Nederlandse hooiwagens (Opiliones). Supplement Bij Nederlandse Faunistische Mededelingen, ISSN 1875-760X, 118 S.

Damit wäre jedem gedient, es bleibt übersichtlich und lesbar, und die Herkunft Angaben ist einwandfrei nachvollziehbar.

Zitat
Lebensweise, Biologie, Anatomie etc. wird in Anfang kurz beschrieben, nicht bei jeder Art

Ich glaube, unsere Vorstellungen gehen doch noch ziemlich weit auseinander. Ich möchte z.B. möglichst viel über Biologie und Lebensweise schreiben - besonders, weil das in anderen (deutschen) Büchern viel zu kurz kommt. Beispiel: Bei Hay habe ich zum ersten Mal überhaupt Fotos von Weberknecht-Paarungen gesehen. Du weißt ja: Das ist ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt, und daher möchte ich in unserem Buch ein gut bebildertes und ausführliches Kapitel darüber sehen. Ebenso über die Entwicklung etc.

Ich finde, wir sollten nicht nur eine Aufstellung der deutschen Arten mit etwas Info nebenbei bringen, sondern versuchen, ein wirklich gutes und umfangreiches Werk über das Leben von Weberknechten in allen Aspekten zusammenzustellen. Wird es schwierig und aufwendig? Ganz sicher! Aber wir sollten uns erstmal keine Beschränkungen auferlegen.
Wir haben inzwischen doch eine Menge Literatur zur Verfügung, und vor allem ein paar echte Experten, die uns helfen wollen und dafür sorgen werden, daß wir keinen Blödsinn verzapfen.

Jörg

Lars Friman

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #44 am: 2011-12-06 17:47:06 »
Moin Jörg,

Angaben der KL mit: "Körpergröße 1: Weibchen werden 7,2 bis 9,2 mm groß, Männchen 4,5 bis 6,6 mm."
finde ich vollkommen übergenau. Und zudem glaube fest daran, dass ein Exemplar der Art 7,1 bzw. 9,3 mm
groß sein kann. Also => KL ca. 7-9 mm. Wir machen kein Martens-Reloaded, sonder etwas für "normale"
Menschen.

Zitat Jörg. "Wird es schwierig und aufwendig? Ganz sicher!", ganz sicher und hierdurch u.U. nicht finanzierbar.
 
Lars Friman
« Letzte Änderung: 2011-12-06 17:49:54 von Lars Friman »

Michael Schäfer

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #45 am: 2011-12-07 08:40:20 »
Hallo Zusammen,

mal eine Anmerkung eines eher auf Ästhetik gepolten Hobbyfotografen. Wenn
es um ein Buch in der Art vom Bellmann geht, solltet Ihr bedenken, daß auch
alle Fotos irgendwie den gleichen Stil aufweisen sollten, sonst wirkt das Ganze
nicht wie aus einem Guss. Ich bin sehr skeptisch, ob das der Fall ist, wenn
Ihr Euch die Bilder aus dem Forum zusammensucht.

Gruß
Micha
Meine neusten Foto-Projekte zeigen Springspinnen aus Fuerteventura und Kreta.

Jörg Pageler

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #46 am: 2011-12-07 11:24:03 »
Moin Michael,

da ist was Wahres dran, aber es wird sich schlicht und einfach nicht vermeiden lassen, die Fotos zusammenzusuchen. Niemand hat alle Arten in allen Einzelheiten durchfotografiert.

Aber ich denke, solange man einen (möglichst hohen) Qualitätsanspruch an die einzelnen Fotos stellt, wird das Ergebnis im Ganzen doch sehr harmonisch. Ich möchte z.B. keine Suppentellerbilder sehen, sondern nur "Naturaufnahmen". Ausnahme: Detailfotos (Augenhügel, Palpen etc.), auf denen man den Hintergrund ohnehin nicht sieht.

Im allgemeinen Teil könnte man auch ein paar "künstlerische" oder z.B. dramatisch beleuchtete Fotos bringen - einfach um zu zeigen, wie schön und faszinierend Weberknechte sein können. Aber die Mehrzahl (besonders auf den Artseiten) werden natürlich ganz "normale" neutrale Bilder sein.

Das beste Beispiel, daß auch zusammengesammelte Bilder wie "aus einem Guss" wirken können, ist wohl das Kreuzspinnen-Mosaik - da sind Fotos von 19 verschiedenen Fotografen drin! Und an diesem kleinen Mitopus-Mosaik waren immerhin auch noch 5 Fotografen beteiligt. Versuch mal, die Bilder den einzelnen Fotografen zuzuordnen ;-)

Jörg

Michael Schäfer

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #47 am: 2011-12-07 13:53:00 »
Hallo Jörg,

also das Kreuzspinnenmosaik war kein gutes Beispiel, es wirkt auf mich
keinesfalls harmonisch, da hier fast jedes Bild völlig anders fotografiert
wurde (Licht, Blitz, Hintergrund, Kontraste,...) - als Übersicht fürs Wiki
ist es aber okay - für ein Buch m.E. aber eher nicht !

Bei den Weberknechten muß ich Dir allerdings recht geben, hier wirkt
die Sache schon etwas harmonischer, wenn auch Bild 5, Bild 9 und Bild 12
für mich etwas zu der Reihe fallen.

Das das schwierig ist, ist mir durchaus bewußt, aber ich wollte die Sache
einfach einmal anmerken. Ich weiß ja auch nicht, wie hoch Euer Qualitätsanspruch
in dieser Hinsicht ist bzw. worauf Ihr den Hauptfokus in Eurer Publikation legt.

Gruß
Micha
Meine neusten Foto-Projekte zeigen Springspinnen aus Fuerteventura und Kreta.

Jörg Pageler

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #48 am: 2011-12-07 20:33:10 »
Hallo Michael,

ich sehe schon: Deine Ansprüche werden nicht leicht zu erfüllen sein ;-)

Die Sache ist die: Wenn wir das Buch mit dem vorhandenen Bildmaterial illustrieren wollen (und darauf wird es hinauslaufen), werden gewisse Unterschiede in "Stil", Aufnahmetechnik und Qualität nicht zu vermeiden sein. Ich glaube aber, wie gesagt, daß es letztendlich nicht besonders auffallen wird - zumindest nicht, wenn man einen recht hohen Qualitätsanspruch stellt. Aber damit sind wir schon bei einem viel größeren Problem:
Kriegen wir überhaupt von allen Arten gleichermaßen gute Bilder zusammen? Kriegen wir überhaupt von allen Arten Bilder zusammen? Ich denke da z.B. an die drei Nemastoma bidentatum-Unterarten, von denen ich bisher nicht ein einziges Foto gesehen habe, oder Dicranopalpus gasteinensis etc.
Zum Glück hat Axel viele tolle Fotos von selteneren Arten, sonst würde es wohl ganz finster aussehen ...

Zitat
Das das schwierig ist, ist mir durchaus bewußt, aber ich wollte die Sache einfach einmal anmerken.

Solcher Input ist jederzeit herzlich Willkommen! Ich hoffe, daß sich auch die anderen, die nicht direkt mit dem Projekt zu tun haben, hin und wieder mit Anregungen und Vorschlägen zu Wort melden!

Jörg

Katja Duske

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #49 am: 2011-12-07 21:00:06 »
Also ich würde das jetzt nicht darauf beschränken, nur vorhandene Fotos zu benutzen. Wir sollten mal gezielt auf die Suche gehen und dann vernünftige Fotos von allen relevanten Teilen machen. Oder muß/soll das Buch in 3 Monaten fertig sein? Ich denke nicht, daß wir es so schnell wie möglich fertig machen sollten, sondern so gut wie möglich und das dauert dann halt etwas länger.

Katja

Jörg Pageler

  • Gast
Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #50 am: 2011-12-07 22:51:56 »
Hallo Katja,

Du hast natürlich recht: Wir haben Zeit! Qualität geht vor!

Jörg

Michael Schäfer

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #51 am: 2011-12-08 08:26:35 »
Hallo Jörg,

wenn ich Euch in Sachen Fotos machen irgendwie weiter helfen kann,
sagt einfach Bescheid - zumindest was Arten betrifft, die es bei mir
in der Umgebung auch gibt. Leider kenne ich mich mit den Knechten
nicht genug aus, um eine seltene Art von einer häufigen unterscheiden
zu können - deshalb werde ich auch einer der ersten Käufer Eures
Buches sein!

Gruß
Micha
Meine neusten Foto-Projekte zeigen Springspinnen aus Fuerteventura und Kreta.

Hay Wijnhoven

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #52 am: 2011-12-08 10:35:13 »
Moin,
- Was zu tun mit Verbreitungsangaben? Möglich: kleine (Briefmarken- Größe) DE-Karte mit  in blau das Verbreitungsgebiet--> für Leute wie ich ;-) die nicht gut bekannt sind mit DE-Topographie...

- Finanzierung: (teilweise) sichern  mittels (preisgünstigere) Bestellung vorher (wie sagt man das auf Deutsch? Ihr versteht schon ;-)

- Priorität jetzt: Fotos zusammentragen! Mitopus-Mosaikbild ist super! Es braucht ja nicht 120% perfekt zu werden, 98% genügt...
Beschreibungen m.M.n. eher kursorisch...

VG, Hay

Lars Friman

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #53 am: 2011-12-08 10:57:27 »
Moin Hay,
ja so dachte ich es auch (Karte, Fotos, Finanzierung). Ich bin aber der Meinung, dass
eine detaillierte zielorintierte Beschreibung der bestimmungsrelavanten Gegebenheiten
sehr wichtig ist, denn das fehlt uns doch gerade. Ich frage "meinem" Verleger, wie hoch
er die Druckkosten schätzt, desweiteren gibt es sicherlich eine Möglichkeit für das Vor-
haben Fördermittel zu bekommen. Mal sehen.
Lars Friman

P.S. Ich werde meinen O. parietinus aus Finnland (obwohl dort O. canestrinii gar nicht
vorkommt) von Ch. Komposch noch bestätigen.
« Letzte Änderung: 2011-12-08 11:00:49 von Lars Friman »

Jörg Pageler

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #54 am: 2011-12-08 11:32:54 »
Moin zusammen,

mit welcher Auflage kann man eigentlich realistischerweise rechnen? Was meint Ihr?

Das Verbreitungsgebiet in Deutschland per Karte darzustellen, halte ich für etwas heikel. Ich denke, um eine wirklich aussagekräftige Karte zu erstellen, sind die Funddaten einfach noch zu dünn. Und es tauchen immer mal wieder Arten in Gegenden Deutschlands auf, wo man sie eher nicht vermutet (z.B. Martins Trogulus aus Schleswig-Holstein). Und Leiobunum sp. A scheint sich ja auch recht dynamisch zu verbreiten (siehe Jonathans Funde in Berlin).
Vielleicht sollte man zur Verbreitung in Deutschland einfach auf Aloys´ Nachweiskarten verweisen?

Jörg

Ingrid Altmann

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #55 am: 2011-12-08 18:53:55 »
Hallo zusammen,
ich habe heute erst von dem tollen Projekt das Ihr geplant habt erfahren!

- Priorität jetzt: Fotos zusammentragen! Mitopus-Mosaikbild ist super! Es braucht ja nicht 120% perfekt zu werden, 98% genügt...
Beschreibungen m.M.n. eher kursorisch...

Meine Fotos stehen natürlich auch zu Verfügung, falls noch welche davon benötigt werden.
http://www.golddistel.de/spinnen/opiliones/index.htm

VG
Ingrid

Arno Grabolle

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Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #56 am: 2011-12-10 00:41:06 »
Hallo,

Ich habe das auch bisher fast nicht wahrgenommen (was aber auch an meinem geringer gewordenen Anwesenheit im Forum zu tun haben kann).

Wie ich im anderen Thread schon sagte: Ich finde es großartig und ein gutes Vorhaben. Mein Traum ist es schon immer, ein Spinnenbuch zu machen. In diesem Rahmen habe ich mich mit einigen Dingen, die ihr hier so diskutiert auch schon beschäftigt. Die Weberknechte sind eigentlich ein viel geeigneteres Objekt für ein Buch, weil sie A eine überschaubare Artenzahl haben und B viel weniger Literatur zu ihnen Existiert, als zu den Spinnen.

Zu einigen Punkten meine Meinung:

Machart/Charakter/Zielgruppe des Buches
Die Ansichten darüber, wie das Buch aussehen soll und wer eigentlich die Zielgruppe ist, gehen zwischen den beiden Projektkoordinatoren Jörg und Lars stark auseinander (von andern beteiligten ganz zu schweigen). Man muss sich, vor allem formalen, über diese Dinge einig werden. Zielgruppe definieren. Davon leitet man den informativen Inhalt (was will ich darstellen) ab und die Informationstiefe (wie tief steige ich bei welchem Thema ein). Vergleichsbücher heranzuziehen ist wahrscheinlich das einfachste um zu genauen und ähnlichen Vorstellungen zu kommen. Das wurde ja z.T. schon gemacht, müsste aber meiner Meinung nach mal konkretisiert und festgelegt werden.

Solche Festlegungen schrecken erst mal ab, dienen aber dazu, den Weg zu festigen. Keine dieser Festlegungen ist sofort so zementiert, dass man sich nicht im Laufe der Bearbeitung noch mal (konsensuell) verändern könnte (oh Gott, ich höre mich an wie ein Motivationstrainer)

Umfang und Format
Ganz viel mit obigem haben Umfang (lässt sich grob kalkulieren) und Format festlegen. im Anderen Thread wurden die beiden Begriffe Feld-Bestimmungsbuch und Nachschlagewerk für zu Hause genannt. Wie soll dieses Buch benutzt werden? Alle Weberknechte Deutschlands sollen drin sein. Das finde ich nachvollziehbar und wahrscheinlich ist das die erste Forderung auf die sich alle einigen können. So richtig aussagefähig ist unser Wiki zu dem Thema nicht. Wie viele Arten sind es? Ach jetzt hab ichs gefunden: 56 Arten + 10 Tellerrandarten?
Aus der Nutzung des Buches lässt sich das Format ableiten. Ein Fieldguide ist kleiner, handlicher als ein Nachschlagewerk usw. Hart- Weichcover ...
Mit diesen Daten lässt sich dann auch eine vernünftige Erstkalkulation der Druckkosten anstellen. Das kann man bei jeder Druckerei machen und lässt sich dann eine Staffel anbieten (Auflage 500, 1000, 2000 oder so).
Dazu benötigt man aber noch etwas Fachwissen über Papier (Qualität und Grammatur), Bindung usw. Wird das Buch sehr Fotolastig sollte man sich für ein Hochglanzpapier entscheiden (siehe Bellmann), ist es eher Zeichnungs- und Textlastig wird es ein matt gestrichendes (oder gar Offsettpapier).
Beispielhaft könnte das so aussehen: Vorspann 5 S., Algemeiner Teil (Lebensräume, Paarung, Ökologie, Anatomie usw., alles mit Bildern) 15 S., Bestimmungsschlüssel 10 S., 70 Arten 140 S., Mosaike, Verbreitungskarten Sonstiges 20 S. => 190 Seiten. Ich denke, das kann gut ein 200-Seiten-Buch werden. Das ist etwa die Hälfte des neuen Bellmanns.

Layout
Die Grundordnung des Buches, die Orientierung ist mir ziemlich wichtig. In vielen Fachbüchern merkt man es ganz deutlich, dass ein Verständnis dafür völlig gefehlt hat. Daher sollte man das gut planen, vom Groben zum Feinen. Von den Kapiteln zu den Familien-Gattungs-Art Ebenen und den einzelnen Seiten mit Informationsbausteinen (Infobox, Beschreibung usw.). Wie sieht der Bestimmungsschlüssel aus. Werden die Gattungsbestimmungsschlüssel in den Artenteil eingestreut oder sitzen alle Schlüssel in einem separaten Kapitel. Gibt es überhaupt Schlüssel (siehe Zielgruppe)? Und Schlüssel haben ja mit ihrer bestimmenden Funktion gleichzeitig auch orientierende Funktion. Gibt es ein Farbsystem oder Piktogramme?

Fotostilistik
Ich sehe das wie Jörg. Um dieses Projekt überhaupt bewältigen zu können, muss man da Abstriche machen. Den Bellmann kann man nicht erreichen. Viele unserer Fotos haben zwar die Qualität, aber in dieser Durchgängigkeit können wir das nicht bieten. Das einzige Mittel, was ich sehe: eher wenige, gute Fotos einsetzen und mehr anatomische Details mit einfachen Strichzeichnungen darstellen als anders herum.

Mediale Verknüpfung
Wir haben alle Spaß an Büchern und wünschen uns nichts sehnlicher, als ein neues Weberknecht-Handbuch in den Händen zu halten (naja, ich hätte da noch den ein oder anderen Wunsch, aber die gehören hier nicht her ;) Aber fragen wir uns da mal objektiv, wie sinnvoll ein Buch heute noch ist?
Ok, ich will die Idee eines gedruckten Buches nicht gleich absägen. Aber vielleicht kann das Internet das Buch wenigstens ergänzen. Meine Idee (zum Spinnenbuch) war immer, mit dem gedruckten Exemplar eine Art Code zu verkaufen, der Zugang zu weiteren Inhalten im Netz erschließt. Ist zwar ein wenig utopistisch gedacht, aber vielleicht ein Ansatz, der einige Probleme Lösen hilft. Beide Medien haben ihre Vor- und Nachteile. Warum diese nicht kombinieren. Jeder hat heute zu Hause Internet. Und jeder zweite sogar schon immer in der Hosentasche dabei.

@Beinlängen: war es bei Weberknechten nicht so, das die Beinlängen stark schwanken, je nach Gegend, Höhenlage?

Arno

Jörg Pageler

  • Gast
Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #57 am: 2011-12-10 02:02:53 »
Moin Arno,

oha, das ist eine Menge Stoff zum Nachdenken! So auf einem Haufen erschlägt einen das ja fast!
Aber gut, daß jemand das Ganze auch mal sehr methodisch angeht. Ich bin eher der Typ, der sagt: Erstmal loslegen und dann sehen, wohin es uns treibt.

Zu einigen Dingen auch mal kurze Gedanken:

Mir schwebt für den Bestimmungsteil eine Mischung aus MARTENS (Informationstiefe) und BELLMANN (Fotos/Illustrationen) vor.
Was den Begriff "Fieldguide" angeht: Wie viele Leute, die z.B. den Roberts Fieldguide oder den Kosmos Käferführer oder ähnliche Bücher besitzen, die auch für den Gebrauch im Feld vorgesehen sind, nehmen diese Bücher auch tatsächlich mit raus? Die allerwenigsten. Daher ist meiner Meinung nach ein kleines, westentaschentaugliches Format Unsinn. Vor allem, weil wir viel Wert auf gute, große Fotos legen - die in anderen Büchern nämlich viel zu kurz kommen.

Zitat
Allgemeiner Teil (Lebensräume, Paarung, Ökologie, Anatomie usw., alles mit Bildern) 15 S.

Viel zu wenig!!
Das ist ein weiteres Manko der bisher erhältlichen (deutschen) Bücher über Weberknechte: Lebensweise und Verhalten werden immer nur kurz angerissen. Dabei gibt es so viel zu berichten! Wenn ich mir ansehe, daß Hay über Biologie und Lebensweise einer einzigen Art - Leiobunum sp. A - bereits einen 14seitigen Artikel geschrieben hat! Mit aussagekräftigen Bilderserien versehen, könnte man allein vom Paarungsverhalten (inklusive "nuptial gift" etc.) verschiedener Arten locker mehrere Seiten füllen. Dann gibt es noch eine Menge zur Entwicklung zu sagen und mit Fotos zu dokumentieren und und und ... Alles Dinge, die mich sehr interessieren und die es verdienen, in einem "populärwissenschaftlichen" Buch mal genauer behandelt zu werden.

Ich möchte, daß mich dieses Buch nicht nur informiert, sondern richtig anmacht! Mir ging es so mit dem Spinnen-Atlas: Das Ding machte mir (als Fotograf und Amateur) schlicht und einfach Lust auf Spinnen - durch die Informationen und die tollen Fotos. Unser Buch sollte also nicht einfach nur eine Pflichtübung zum Thema "Bestimmung der deutschen Arten" sein, sondern das Thema Weberknechte in vielen Facetten beleuchten. (Ihr merkt schon: Die Begeisterung geht manchmal etwas mit mir durch ... ;-))

Doch der Kern des Buches werden sicherlich die Artbeschreibungen sein. Und auch dabei denke ich: So viele Informationen wie möglich. Sowohl Beschreibungen und Bestimmungshilfen, die es dem Amateur erlauben, eine Art anhand eines Fotos zu bestimmen, als auch genauere Daten für den Experten.
Deshalb glaube ich, daß wir (wie schonmal angeregt) einfach mal eine Beispiel-Artseite erstellen sollten. Erstmal jeder für sich, nach genau seinen persönlichen Vorstellungen. Dabei wird man schon sehen, wie die Sache läuft, was machbar ist, welchen Umfang das Ganze annehmen wird usw. Das können wir dann vergleichen und die Gemeinsamkeiten finden. Ich gehe da demnächst mal bei.

Mir ist schon klar, daß sich meine Vorstellungen bestimmt nicht in allen Punkten werden umsetzen lassen, aber mir liegt wirklich sehr viel an diesem Projekt, und ich will nicht schon auf die Bremse treten, bevor ich überhaupt richtig in Fahrt gekommen bin! Wir werden noch früh genug streichen, kürzen und redigieren müssen!

Jörg

Lars Friman

  • Gast
Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #58 am: 2011-12-10 14:04:55 »
Moin Jörg,

Zitat Jörg: "Doch der Kern des Buches werden sicherlich die Artbeschreibungen sein."

Ja ist so.
 
Lars Friman

Lars Friman

  • Gast
Re: Buch-Projekt: Weberknechte Deutschlands
« Antwort #59 am: 2011-12-10 14:08:03 »
Moin,

es wurde von Admin vorgesehen, dass sämtliche Bemerkungen zum Buch-Thema
HIER behandelt werden und nicht, wie schon passiert, unter mehreren Unterbetreffs.

Lars Friman